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	<title>Kultur // Film // Marketing im Internetz &#187; kulturmarketing</title>
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	<description>Kulturmarketing und Film im digitalen Zeitalter // Ein Blog von Jennifer Hoffmann</description>
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		<title>Gesch&#228;ftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 19:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Organisatoren der stART-Konferenz, die Kunst und Kultur mit den sozialen Medien zusammenbringen m&#246;chten, rufen im Vorfeld der diesj&#228;hrigen Konferenz gemeinsam mit dem Kulturmanagement Network zu einer Blogparade zum Thema &#8220;Gesch&#228;ftsmodelle im Web 2.0&#8221; auf. Erst mal ein herzliches Dankesch&#246;n f&#252;r die gute Idee!

In diesem Post m&#246;chte ich daf&#252;r anhand eines eigenen Projekts der Frage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Organisatoren der <a title="stART-Konferenz" href="http://www.startconference.org" target="_blank">stART-Konferenz</a>, die Kunst und Kultur mit den sozialen Medien zusammenbringen m&#246;chten, rufen im Vorfeld der diesj&#228;hrigen Konferenz gemeinsam mit dem <a title="Kulturmanagement Network" href="http://www.kulturmanagement.net/" target="_blank">Kulturmanagement Network</a> zu einer Blogparade zum Thema &#8220;<a title="Blogparade der START-Konferenz" href="http://www.startconference.org/2010/04/05/blogparade-sonderheft-kulturmanagement-network-startconference-geschaftsmodelle-im-web-20/" target="_blank">Gesch&#228;ftsmodelle im Web 2.0</a>&#8221; auf. Erst mal ein herzliches Dankesch&#246;n f&#252;r die gute Idee!</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.startconference.org/wp-content/uploads/2010/04/blogparade-geschaftsmodelle-startconference-1.jpg" alt="blogparade geschaftsmodelle startconference 1 Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="550" height="224" title="Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" /></p>
<p>In diesem Post m&#246;chte ich daf&#252;r anhand eines eigenen Projekts der Frage nachgehen, wie das Web2.0 von Kurzfilm-Produzenten genutzt werden kann, um f&#252;r ihren Film eine Distribution in Kinos zu erhalten &#8211; ein Ziel, das gesch&#228;tzte 95% der Produktionen nie erreichen. Warum Kurzfilm-Distribution als Thema? Weil eine Kinodistribution f&#252;r Kurzfilme noch viel schwieriger zu organisieren ist als f&#252;r &#8220;normale&#8221;, abendf&#252;llende Filme. Vor allem aber, weil wir mit unserem Projekt in dieser Hinsicht neue Wege mit Hilfe des Web2.0 gegangen sind, die vielleicht auch f&#252;r Projekte in anderen Kultursparten anregend sein k&#246;nnten.</p>
<h3>Vertrieb von Kurzfilmen aus Produzenten-Sicht:  altes Modell ohne &#8220;Gesch&#228;ft&#8221;&#8230;</h3>
<p><a title="3DTopper_HDK_01_18 von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4368733952/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2691/4368733952_44ef9c23bd.jpg" alt="3DTopper_HDK_01_18" width="500" height="377" title="Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" /></a><br />
Kurz zum Hintergrund: Neben diversen Produktionsfirmen sind es in Deutschland vor allem die Filmausbildungsst&#228;tten, an denen Kurzfilme produziert werden. Die meisten davon als &#220;bungen, Experiemente, Versuche. Oftmals entstehen dabei kompakte Werke von hoher k&#252;nstlerischer Qualit&#228;t. Die w&#228;hrend ihrer Studienzeit entstandenen (Kurz-)Filme sind die &#8220;Visitenkarte&#8221; der jungen Filmemacher, mit der sie sich sp&#228;ter auf einem hart umk&#228;mpften Markt bewerben m&#252;ssen &#8211; sei es, um eine Position als Kameramann-/frau, Regisseur, Produzent etc. zu ergattern oder um Filmf&#246;rdergelder f&#252;r ihre n&#228;chsten, gr&#246;&#223;eren Projekte einzuwerben.</p>
<p>Nun gibt es in Deutschland f&#252;nf staatliche Filmhochschulen plus diverse teils private und anderweitig finanzierte Akademien. An all diesen Institutionen werden jedes Jahr unz&#228;hlige Kurzfilme hergestellt, an der gr&#246;&#223;ten der f&#252;nf staatlichen Hochschulen, der <a title="HFF &quot;Konrad Wolf&quot;" href="http://www.hff-potsdam.de/" target="_blank">Hochschule f&#252;r Film und Fernsehen &#8220;Konrad Wolf&#8221;</a> in Babelsberg, beispielsweise sind dies &#252;ber 200 Produktionen jedes Jahr. Da konkurrieren also j&#228;hrlich mehrere hundert Kurzfilme darum, eine weitere Verbreitung zu finden. Mit &#8220;weitere Verbreitung&#8221; ist vor allem das Kino, eventuell noch Fernsehen gemeint. Die Filmbranche ist traditionell und noch immer dem Netz gegen&#252;ber sehr skeptisch und beharrt auf den althergebrachten Verwertungsmustern, die kostenloses Abspielen im Internet zumeist kategorisch ablehnen. H&#228;ufig sehen die Produktionsvertr&#228;ge der Hochschulen vor, dass die Studierenden ihren Film nicht online zur Verf&#252;gung stellen d&#252;rfen.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund erkl&#228;rt sich dann auch das &#8220;alte&#8221; oder klassische Vertriebsmodell f&#252;r Kurzfilme ganz fix: Die besten Kurzfilme eines Jahres werden an den Hochschulen ausgew&#228;hlt und deutschland- oder teils Europa-weit bei Filmfestivals eingereicht. Wird einer der Filme in der Kurzfilmsektion eines Festivals angenommen, ist das bereits ein immenser Erfolg (hier ein <a title="&quot;Our wonderful nature&quot; bei den Oscars" href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,628142,00.html" target="_blank">Beispiel eines HFF-Animationsfilms</a>). Gewinnt er gar einen Preis, kommt das einem Sechser im Lotto gleich, auch wenn einen das &#8211; zumindest hierzulande &#8211; <a title="1 Jahr danach: Kurzfilm-Oscar-Gewinner Freydank" href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,681670,00.html" target="_blank">nicht unbedingt reich oder ber&#252;hmt </a>machen muss. Wichtig f&#252;r die jungen Filmemacher ist, dass sie die Festivalbeteiligungen in ihrer Filmographie vermerken k&#246;nnen. Geld verdient damit niemand, in der Regel werden nicht einmal die Produktionskosten durch die Preisgelder gedeckt.</p>
<p>In einem Zeitalter, da Vorfilme gar nicht mehr und Kurzfilme au&#223;erhalb von Festivals kaum gezeigt werden, ist das alte Gesch&#228;ftsmodell also gar kein Gesch&#228;ftsmodell, sondern ein Gl&#252;cksspiel mit ein wenig PR und Reputation als Hauptgewinn. Wie k&#246;nnen da soziale Medien und das Web2.0 neue Ans&#228;tze bieten? Wie kann man also mit Hilfe der neuen Medien einen Erfolg (= Vorf&#252;hrung des Kurzfilms in Kinos au&#223;erhalb von spezialisierten Festivals) in einem &#252;ber hunderj&#228;hrigen Medium erreichen?</p>
<h3>Einblick: der erste Real-3D-Film einer deutschen Filmhochschule</h3>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 520px"><img title="Das offizielle Topper gibt nicht auf! Filmplakat" src="http://www.digitaleleinwand.de/wp-content/uploads/2010/04/Filmplakat-Topper-gibt-nicht-auf.jpg" alt="Das offizielle Topper gibt nicht auf! Filmplakat" width="510" height="721" /><p class="wp-caption-text">Das offizielle Topper gibt nicht auf! Filmplakat</p></div>
<p>Wie schon <a title="Topper Ank&#252;ndigung" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/02/17/der-erste-real-3d-film-einer-deutschen-filmhochschule/" target="_self">eins</a>, <a title="Topper-Artikel in der MAZ" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/03/06/mehr-3d-effekte-als-avatar/" target="_self">zwei</a>, <a title="Topper Screening &amp; Premierentickets" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/04/17/hff-3d-film-vorab-praesentation-2304-premierentickets-zu-gewinnen/" target="_self">drei </a>Mal berichtet, hat die HFF Babelsberg ihren ersten 3D-Film gedreht, f&#252;r den die Verfasserin dieses Artikels als Producerin verantwortlich zeichnet.  <a title="Topper Website" href="http://www.topper3.de" target="_blank">TOPPER GIBT NICHT AUF!</a> erz&#228;hlt die Geschichte von Axel, der Regie studiert und die m&#228;nnliche Hauptrolle seines aktuellen Films mit seinem Idol Til Topper besetzt. Beim Dreh entpuppt sich Topper als arroganter Exzentriker und droht, alles hinzuschmei&#223;en. Doch dann kommt Marleen. Sie spielt die weibliche Hauptrolle, weckt seinen Ehrgeiz und – sie ist Axels Freundin.</p>
<p>Selten wurde ein 25-Min&#252;ter mit einem derartigen Personalaufwand (etwa 100 Personen insgesamt in Stab und Besetzung) und so komplexer Technik an der HFF gedreht. Selten ist auch die Einbettung einer Kurzfilmproduktion in den gr&#246;&#223;eren Rahmen eines vom Bundeswirtschaftsministerium gef&#246;rderten <a title="PRIME 3D" href="http://www.prime3d.de" target="_blank">Forschungsprojekts</a> (www.prime3d.de). Selten gut war auch das Timing f&#252;r das Projekt: Drehbeginn war im November 2009, genau einen Monat vor der Europa-Premiere von AVATAR und so konnte unsere kleine 3D-Produktion auf der ganz gro&#223;en Cameron-3D-Welle mitreiten. Eine echte Ausnahme ist das Genre dieses Films: Bisher gab es in 3D nur Action, Thriller, Horror, Family-Entertainment, Sci-Fi etc. zu sehen, aber keine Tragikom&#246;die &#8211; und schon gar nicht eine &#252;ber einen alternden 80&#8242;er Jahre Actionstar gespielt von Claude-Oliver Rudolph. Au&#223;erdem gab es auch noch einen &#8220;Wir sind die ersten!&#8221;-Erfolg zu verbuchen. Bisher gab es von deutschen Filmhochschulen &#8220;nur&#8221; Animationsfilme in 3D, die mit wesentlich geringerem technischen Aufwand zu realisieren sind als sogenannte Realfilme mit echten Schauspielern, Sets etc., oder aber nur ganz kurze Real-3D-Film-Versuche. Da war Topper die erste gro&#223;e Produktion deutschlandweit! Bemerkenswert ist auch die hochkar&#228;tige Besetzung mit Bond-B&#246;sewicht Claude-Oliver Rudolph, Polizeiruf 110-Kommissarn Anna-Maria Sturm und Maximilian Vollmar, der schon an J&#252;rgen Vogels Seite in DIE WELLE gespielt hat. Und dann war da noch ein talentiertes und au&#223;ergew&#246;hnlich motiviertes studentisches Produktionsteam, das erkannte, dass es hier ein echtes Ausnahmeprodukt von Kurzfilm sein Eigen nennen durfte, mit dem es zwar ganz sicher nicht reich, aber in aller Bescheidenheit ein klitzekleinwenig ber&#252;hmt werden k&#246;nnte!</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><a title="3DTopper_HDK_01_09 von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4367983689/"><img title="Testaufnahmen mit dem 3D-Kamerarigg" src="http://farm5.static.flickr.com/4032/4367983689_40bb444e11.jpg" alt="3DTopper_HDK_01_09" width="500" height="377" /></a><p class="wp-caption-text">Testaufnahmen mit dem 3D-Kamerarigg mit Kameramann Benjamin Raeder (links) und Stereographer Michael Laakmann (Mitte)</p></div>
<h3>Marketing und Vertrieb mit Hilfe des Web2.0 f&#252;r einen 3D-Kurzfilm</h3>
<p>Mit einem Marketingbudget, das gerade so den Druck von einigen Flyern und Postern und das Mieten eines Kinos f&#252;r die Premiere in Berlin erlaubte, war von Anfang an klar, dass vor allem das Netz f&#252;r die Vermarktung genutzt werden sollte. Ziel war und ist es, eine m&#246;glichst gro&#223;e Fangemeinde f&#252;r diesen Film aufzubauen, um potentiellen Verleihern zu demonstrieren, dass es Leute gibt, die diese 3D-Tragikom&#246;die sehen m&#246;chten und daf&#252;r eine Kinokarte oder DVD/Bluray kaufen w&#252;rden. Die Alleinstellungsmerkmale lagen auf der Hand: Claude-Oliver Rudolph als Hauptdarsteller und eine rein deutsche, low-budget 3D-Produktion, die mit zwei &#8220;Firsts&#8221; (die erste 3D-Tragikom&#246;die und der erste Real-3D-Film einer deutschen Filmhochschule) aufzuwarten hatte.</p>
<h3>Kooperation mit Moviac</h3>
<p>Zentraler Dreh- und Angelpunkt der Kampagne ist die Kooperation mit der online Plattform <a title="moviac" href="http://www.moviac.de/" target="_blank">moviac &#8211; Deine Wunschfilme im Kino</a>! Seit 2009 ist Moviac bereits online und versteht sich als Angebot f&#252;r alle, die ihr lokales Kinoprogramm aktiv mitgestalten wollen. Dabei steht Moviac f&#252;r movie maniac &#8211; filmverr&#252;ckt. Filmfans k&#246;nnen sich mit Gleichgesinnten vernetzen und so ihren Wunschfilm in ein Kino in der N&#228;he bringen. Aus mehr als 2000 Filmen &#8211; Klassiker, Arthouse- und Independent-Produktionen oder eben 3D &#8211; kann die moviac-Gemeinde bereits w&#228;hlen, und mehr als 150 Partnerkinos wurden in Deutschland f&#252;r das Projekt gewonnen. Letztes Jahr wurde das Portal sogar mit dem Innovationspreis der Bundesregierung im Bereich Film geehrt. Der interaktive Dialog in der Kinobranche hat begonnen, der in einem <a title="Zeit online: Die Zukunft des Kinos?" href="http://www.zeit.de/kultur/film/2010-04/klick-und-film" target="_blank">Artikel bei Zeit online</a> vor wenigen Tagen beleuchtet wurde.</p>
<p><a title="F&#252;r Topper gibt nicht auf bei Moviac stimmen!" href="http://www.moviac.de/filme/Topper+gibt+nicht+auf/" target="_blank">Auch f&#252;r Topper kann nun auf Moviac per Mausklick gestimmt werden.</a> Stand Ende April: knapp 40 Stimmen [Nachtrag: Stand im Mai zur Filmpremiere: etwa 120 Stimmen]. Angesichts dessen, dass bisher etwa 3900 Filmw&#252;nsche bei Moviac insgesamt eingegangen sind, wir also etwa 1% der Gesamtstimmen auf der Plattform haben, finde ich das durchaus akzeptabel.<br />
<a title="Das Publikum war begeistert von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4560556646/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4047/4560556646_85407498a5.jpg" alt="Das Publikum war begeistert" width="500" height="333" title="Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" /></a></p>
<h3>Seitenblick</h3>
<p>Au&#223;erhalb Deutschlands gibt es bereits einige Beispiele f&#252;r Filme, die mit einer &#228;hnlichen Strategie erfolgreich vertrieben wurden. Am bekanntesten ist der Klimafilm <a title="Age of Stupid Website" href="http://www.ageofstupid.net/" target="_blank">AGE OF STUPID</a>, f&#252;r den extra die Plattform <a title="Indiescreenings" href="http://www.indiescreenings.net/" target="_blank">Indie Screenings</a> gegr&#252;ndet und programmiert wurde. Nach eigenen Angaben haben die beiden Filmemacherinnen mit den Vorf&#252;hrungen allein 110.000 GBP umgesetzt. Indie Screenings kann vor allem f&#252;r die Organisation von Vorf&#252;hrungen au&#223;erhalb von Kinos, also z.B. in Schulen, Kirchen, daheim oder sonst wo, genutzt werden. Im Katalog sind einige ausgew&#228;hlte Dokumentarfilme verzeichnet. Aufgrund eines Relaunches im Juni liegt die Seite allerdings gerade etwas brach. Ein weiteres Beispiel sind die finnischen Macher von <a title="Ironsky" href="http://www.ironsky.net/site/" target="_blank">IRONSKY,</a> &#252;ber deren <a title="IRON SKY Social Media Kampagne" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/02/26/fallstudie-filmmarketing-in-sozialen-netzwerken-teil-1-die-kommunikationskanaele-von-iron-sky/" target="_blank">Web2.0 Marketing-Kampagne</a> ich bereits berichtet habe. Sie haben auf &#228;hnliche Weise 7.500 Stimmen f&#252;r k&#252;nftige Vorf&#252;hrungen ihres noch in der Produktion befindlichen Films gesammelt.</p>
<p>Eine Kooperation mit Moviac zu vereinbaren ist schon eine feine Sache, doch hilft einem das gar nicht, wenn niemand f&#252;r den eigenen Film dort stimmt. Deshalb musste auch f&#252;r Topper eine kreative Marketing-Kampagne her. Angesichts des bereits erw&#228;hnten geringen Marketingbudgets und der Konzentration auf online Medien wollten wir aber noch einen Schritt &#252;ber die &#252;blichen Facebook-Fanpages, Produktionstweets etc. hinaus gehen. Statt dessen entschieden wir uns daf&#252;r, die Geschichte des Films im Web weiter zu f&#252;hren. In Neudeutsch hei&#223;t so was jetzt crossmediale Stoffentwicklung. Darin liegt meines Erachtens ein gro&#223;es kreatives Potential, das gerade von Kunst- und Kulturprojekten aller Coulour in Verbindung mit online und mobilen Medien noch viel zu wenig genutzt wird.</p>
<h3>Die Weiterf&#252;hrung der Topper-Geschichte im Netz&#8230;</h3>
<p>Til Topper lebt und ist echt! Das war das Credo unserer Kampagne. Daf&#252;r wurde unter <a title="Til Toppers Website" href="http://www.tiltopper.de" target="_blank">www.tiltopper.de</a> eine Website f&#252;r unseren Hauptprotagonisten kreiert, die Infos zu seinen fr&#252;heren Filmerfolgen enth&#228;lt. Topper hat ein <a title="Till Topper bei Facebook" href="http://www.facebook.com/#!/3DTopper" target="_blank">Facebook-Profil</a> und twittert t&#228;glich Geschichten von den Drehschaupl&#228;tzen der Welt. Auch haben wir bei Wikipedia eine Biographie f&#252;r ihn angelegt, doch die wurde mit dem Hinweis &#8220;Unsinn&#8221; innerhalb weniger Stunden gel&#246;scht. Schade eigentlich <img src='http://www.jenniferhoffmann.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' title="Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" />  Die Plots zu den fr&#252;heren Filmen, die wirklich gro&#223;artige Topper-Biographie (nachzulesen <a title="Til Topper Biographie" href="http://www.topper3.de/blog/cast-crew/biographie-til-topper/" target="_blank">hier</a>) und die t&#228;gliche Twitter-Dosis Wahnsinn von den Sets der Topper-Actionfilme werden von Drehbuchautor <a title="Florian Hawemann" href="http://www.florianhawemann.de/home/Florian_Hawemann___Autor.html" target="_blank">Florian Haweman</a> geschrieben. Den <a title="Til Topper Twitter" href="http://twitter.com/tiltopper" target="_blank">Toppertwitter</a> kann ich &#252;brigens nur w&#228;rmsten empfehlen, mir erhellt er regelm&#228;&#223;ig meinen manchmal etwas grauen Arbeitsalltag!</p>
<p>Der 3D-Dreh und die Postproduktionsphase wurden von einem kleinen Making-of-Team begleitet, das weit mehr gutes Material sammelte, als in dem 15-min&#252;tigen Making of verwendet werden konnte. Deshalb entschloss sich Produktions- und Marketingleiter <a title="Paul Andexel" href="http://www.paulandexel.com/" target="_blank">Paul Andexel</a>, daraus sogenannte Featurettes &#8211; oder auch gerne Topperettes genannt &#8211; zu bauen, die auf  <a title="Topper-Kanal auf Youtube" href="http://www.youtube.com/3DTopper" target="_blank">Youtube</a> und der <a title="Topper Website" href="http://www.topper3.de/blog/" target="_blank">Topper-Website</a> einen Blick hinter die Kulissen dieser Produktion erlauben. Mehrmals pro Woche werden Interviews oder Featurettes zu einem bestimmten Thema ver&#246;ffentlicht.</p>
<p><a title="Operation Kobra von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4355273443/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2677/4355273443_450cfa8523.jpg" alt="Operation Kobra" width="354" height="500" title="Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" /></a></p>
<p>Regisseur <a title="Félix Koch" href="http://www.feko.net" target="_blank">Félix Koch</a> hat vor seinem HFF-Studium u.a. das Merchandising f&#252;r Bernd das Brot gemacht und somit viel Erfahrung in der Gestaltung von Plakaten etc. So stammt das gesamte Artwork f&#252;r TOPPER GIBT NICHT AUF als auch f&#252;r die fr&#252;heren Actionfilme Til Toppers aus seiner Feder. Das Drehbuch sieht am Anfang des Films eine Montagesequenz alter Topper-Filmplakate vor. Sowohl der Regisseur als auch der Hauptdarsteller haben einen Faible f&#252;r alte Actionfilmplakate und so war es ein Leichtes f&#252;r Félix, Claude-Oliver Rudolph zu einer Fotosession vor Greenscreen f&#252;r diese Intro-Montagsequenz zu &#252;berreden. Daraus ist u.a. das &#8220;Operation Kobra&#8221;-Plakat entstanden, das wir alle so gut fanden, dass wir es im Zuge der &#8220;Topper ist wirklich echt&#8221;-Kampagne drucken lie&#223;en. Mit diesen Materialien wurde dann auch die <a title="Til Toppers Website" href="http://www.tiltopper.de" target="_blank">Til Topper Website</a> best&#252;ckt.</p>
<div id="attachment_383" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-383 " title="topper_website" src="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/topper_website.jpg" alt="www.topper3.de Screenshot" width="500" height="264" /><p class="wp-caption-text">www.topper3.de Screenshot</p></div>
<p>All diese Aktivit&#228;ten werden auf der <a title="Topper Website" href="www.topper3.de" target="_blank">www.topper3.de</a> Website zusammengef&#252;hrt. Hier gibt es Links zu allem zuvor genannten Content, regelm&#228;&#223;ige Blogeintr&#228;ge, <a title="Topper-Gewinnspiel" href="http://www.topper3.de/gewinnspiel/" target="_blank">Gewinnspiele</a>, aktuelle Informationen zum Fortgang der Produktion etc.</p>
<h3>&#8230; in Kombination mit klassischer Presse- und &#214;ffentlichkeitsarbeit</h3>
<p>Drei Pressemitteilungen wurden zu Topper ver&#246;ffentlicht und &#252;ber den Hochschul-Presseverteiler als auch einen eigenen Verteiler, den das Team aufgebaut hat, versendet. Die erste Mitteilung war eine Einladung zum Pressegespr&#228;ch am vorletzten Tag der Dreharbeiten mit Besuch des Sets, wo Darsteller und Crew zur Beantwortung von Fragen zur Verf&#252;gung standen und die 3D-Kameratechnik aufgebaut war. Die Resonanz war sehr positiv und etwa ein Dutzend Pressevertreter erschienen, darunter auch ein Journalist f&#252;r die ddp-Presseagentur. Dank der ddp-Meldung wurde in s&#228;mtlichen regionalen als auch vielen &#252;berregionalen Tageszeitungen und online Nachrichten-Portalen &#252;ber den Topper-Dreh berichtet. Urspr&#252;nglich war die Wahl des Drehtermins in der zweiten Novemberh&#228;lfte vor allem der Raumbelegung des gro&#223;en HFF-Studios geschuldet gewesen, wo dies der fast einzige freie Termin f&#252;r uns war. Aus Marketingsicht erwies sich dieser aber als perfektes Timing, da er &#8211; wie bereits erw&#228;hnt &#8211; nur wenige Wochen vor der AVATAR-Premiere lag und s&#228;mtliche Medien zu dem Zeitpunkt besonders sensibilisiert waren f&#252;r das 3D-Thema. Dies muss man ehrlicherweise einr&#228;umen angesichts der wirklich &#252;berw&#228;ltigenden Resonanz, die unser Projekt in den alten Medien fand &#8211; schlie&#223;lich ist Topper auch nur einer von hunderten studentischer Kurzfilme des Jahres 2009/2010.</p>
<p>Trotz dieser Einschr&#228;nkung haben wir aber auch vieles richtig gemacht bei der Pressearbeit: Wir haben ein professionelles Presskit mit allen Informationen und Bildern zusammengestellt, haben viel Arbeit in den Verteileraufbau gesteckt, hatten einen Standfotografen dabei, der die Dreharbeiten begleitet hat, so dass wir gutes Fotomaterial vom Film als auch den Filmarbeiten selbst anzubieten hatten, wir haben die Alleinstellungsmerkmale schl&#252;ssig und auch f&#252;r Laien nachvollziehbar kommuniziert.</p>
<p>Nicht unerw&#228;hnt lassen m&#246;chte ich, dass wir nat&#252;rlich nicht nur die Holzmedien mit Informationen versorgten, sondern bevorzugt auch Webseiten und Blogs, die sich auf das Thema Film spezialisiert haben. Besonders hervorzuheben ist die mittlerweile freundschaftliche Partnerschaft mit Gerold Marks von der <a title="Die Digitale Leinwand das Blog!" href="http://www.digitaleleinwand.de/" target="_blank">Digitalen Leinwand</a>, dem mit Abstand wichtigsten Blog zum Thema Kino, Digitalisierung des Kinos und 3D in Deutschland. Gerold hat uns den Kontakt zu Moviac vermittelt, hat regelm&#228;&#223;ig &#252;ber Topper berichtet &#8211; und das auch noch ausf&#252;hrlich und ohne sachliche Fehler in den Artikeln (im Gegensatz zu einigen haarstr&#228;ubenden Fehlern in der Berichterstattung mancher Tageszeitung). Mit &#252;ber 350.000 Besuchern im ersten Jahr des Blog-Bestehens ist die digitale Leinwand der wichtigste Multiplikator f&#252;r uns. Dort werden &#252;brigens anl&#228;&#223;lich des ersten Geburtstags der Digitalen Leinwand <a title="Die Digitale Leinwand das Blog!" href="http://www.digitaleleinwand.de/2010/04/29/digitaleleinwand-feiert-1-geburtstag-und-ihr-bekommt-die-3d-geschenke-3d-kino-flatrate-filmpremieren-tickets-kinogutscheine-toy-story-3d-poster-signierte-3d-dvd/" target="_blank">Karten f&#252;r die Topper-Premiere verlost</a>!</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a title="Félix Koch erkl&#228;rt die Welt von 3D von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4560557880/"><img title="Regisseur Félix Koch beim Werkstatt-Gespr&#228;ch beim Sehs&#252;chte Festival 2010" src="http://farm4.static.flickr.com/3050/4560557880_8beed67fdc.jpg" alt="Félix Koch erkl&#228;rt die Welt von 3D" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Regisseur Félix Koch beim Werkstatt-Gespr&#228;ch beim Sehs&#252;chte Festival 2010</p></div>
<p>Auch in Sachen &#214;ffentlichkeitsarbeit waren wir r&#252;hrig: Zur Berlinale 2010 gab es in einer 50-er Auflage DVDs mit einem ersten Trailer (in anaglyph 3D), &#8220;Operation Kobra&#8221; Flyer und Postkarten.  Mindestens einer vom Team war bei allen einschl&#228;gigen 3D-Veranstaltungen, die w&#228;hrend der Berlinale stattfanden, als auch bei Empf&#228;ngen, die von unseren Partnern veranstaltet wurden, anwesend und hat dort Netzwerkarbeit geleistet und das Marketingmaterial verteilt. Schon w&#228;hrend der Berlinale wurden Kontakte zu potentiellen Verleihern gesucht, der Presseverteiler erweitert etc. Auch bei allen anderen Veranstaltungen, die in der Hauptstadtregion seit Oktober letzten Jahres zu 3D stattgefunden haben, war immer mindestens einer von uns dabei. Dank der Kombination dieser Ma&#223;nahmen ist unsere Produktion mittlerweile in der Branche recht bekannt.</p>
<h3>Ausblick</h3>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a title="&amp;quot;Topper gibt nicht auf&amp;quot; 20 von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4322701925/"><img title="Setfoto mit den Hauptdarstellern Maximilian Vollmar, Anna-Maria Sturm, Claude-Oliver Rudolph" src="http://farm5.static.flickr.com/4037/4322701925_e46e27e5e4.jpg" alt="&amp;quot;Topper gibt nicht auf&amp;quot; 20" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Setfoto mit den Hauptdarstellern Maximilian Vollmar, Anna-Maria Sturm, Claude-Oliver Rudolph</p></div>
<p>Nun liegt die Deadline f&#252;r diese Blogparade vor dem Premierentermin. Deshalb kann jetzt f&#252;r Topper noch nicht berichtet werden, ob die neuen Medien erfolgreich eingesetzt werden konnten, um aus den Reihen der alten Medien einen Verleih f&#252;r Topper zu finden. Auf diesem Blog wird das Ergebnis unserer Bem&#252;hungen selbstverst&#228;ndlich nachgereicht werden! Angesichts der f&#252;r einen Kurzfilm sehr schwierigen L&#228;nge von 25 Minuten bin ich da eher pessimistisch. Da er als Vorfilm zu lang ist, w&#228;re die einzige M&#246;glichkeit eine Art &#8220;Packaging&#8221; mit anderen 3D-Kurzfilmen. Aber vielleicht schaffen wir es ja auf Moviac genug Stimmen zu erhalten, um neben der Premiere noch ein, zwei oder gar drei Vorf&#252;hrungen des Films in 3D f&#252;r ein Publikum au&#223;erhalb unserer eigenen Hochschule zu organisieren. Das w&#228;re dann tats&#228;chlich ein gro&#223;er Erfolg aus meiner Sicht! Topper ist ganz sicher ein Nischenprodukt, f&#252;r den eine Plattform wie Moviac auch nur begrenzt etwas erreichen kann. Hat man jedoch einen Film, der eine gr&#246;&#223;ere Publikumsnische bedient wie die genannten Beispiele AGE OF STUPID oder IRON SKY, dann l&#228;sst sich in Verbindung mit einer Web2.0-Kampagne und einem Portal wie Moviac sicherlich eine stattliche Anzahl von Vorf&#252;hrungen arrangieren.</p>
<p>&#196;hnliche Ans&#228;tze gibt es in der Musikbranche nat&#252;rlich schon viel l&#228;nger, aber f&#252;r Film und Kino ist das noch sehr neu und gerade im Experimentierstadium. Mir ist in Deutschland au&#223;er Topper kein anderer Film bekannt, der noch w&#228;hrend der Produktionszeit versucht hat, Stimmen f&#252;r eine Vorf&#252;hrung vor Ort in lokalen Kinos zu sammeln. F&#252;r die Mehrheit der Filmproduktionen wird das auch k&#252;nftig nicht der heilige Gral sein, aber f&#252;r spezielle Produktionen wie die unserige l&#228;sst sich damit sicherlich mehr erreichen, als in halb Berlin zu plakatieren. Von Gesch&#228;ftsmodell kann schon mal gar nicht die Rede sein. Doch fairerweise sollte man ber&#252;cksichtigen, dass das f&#252;r den Gro&#223;teil der deutschen Filmbranche gilt, die ohne massive staatliche Filmf&#246;rderung n&#228;mlich auch kein Gesch&#228;ftsmodell vorzuweisen h&#228;tte. Aber das ist eine ganz andere Geschichte&#8230; Ich f&#252;r meinen Teil w&#252;rde mich jedenfalls freuen, wenn man auf den Filmographien des Filmnachwuchses k&#252;nftig nicht nur die Festivalbeteiligungen verzeichnet finden w&#252;rde, sondern auch die durch online Voting initiierten Publikumsvorf&#252;hrungen!</p>
<p><em>Alle Bilder: Cristian Pirjol oder Benjamin Raeder f&#252;r HFF&#8221;Konrad Wolf&#8221;/ Topper gibt nicht auf! www.topper3.de<br />
</em></p>
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		<title>Topper 3D heute Abend beim Berliner Filmforum</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 09:29:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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Heute Abend werden Regisseur Félix Koch, Produktions- und Marketingleiter Paul Andexel, Postproduction Supervisor S&#246;nke Kirchhof und meine Wenigkeit beim Berliner Filmforum den 3D-Kurzfilm TOPPER GIBT NICHT AUF! vorstellen. Wer sich f&#252;r die Produktion von 3D-Filmen oder aber auch innovativer Vermarktung von Filmen mit Hilfe von social media interessiert, der ist herzlich willkommen an unserem Stand. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class=" aligncenter" title="Berliner Filmforum" src="http://api.ning.com/files/gQhmoXdeyHBi3nuuiVCvJAwJASfEeq6m4pbeGlr7evBqmHNkNLzgng7ZgQ*zNfoCGeOXZrG0T4i8JwJmwUThTmg3GeZX6J-E/BFF_Logo.jpg?width=475&amp;height=129&amp;xn_auth=no&amp;type=pjpeg" alt="Berliner Filmforum" width="475" height="129" /></p>
<p>Heute Abend werden Regisseur <a title="Felix Koch" href="http://www.feko.net" target="_blank">Félix Koch</a>, Produktions- und Marketingleiter <a title="Paul Andexel" href="http://www.paulandexel.com/blog/" target="_blank">Paul Andexel</a>, Postproduction Supervisor <a title="S&#246;nke Kirchhof" href="http://www.crew-united.com/index.asp?show=memberdetail&amp;ID=47667" target="_blank">S&#246;nke Kirchhof</a> und meine Wenigkeit beim <a title="Berliner Filmforum" href="http://club.berlinerfilmforum.de/" target="_blank">Berliner Filmforum</a> den 3D-Kurzfilm <a title="Topper gibt nicht auf!" href="http://www.topper3.de" target="_blank">TOPPER GIBT NICHT AUF!</a> vorstellen. Wer sich f&#252;r die Produktion von 3D-Filmen oder aber auch innovativer Vermarktung von Filmen mit Hilfe von social media interessiert, der ist herzlich willkommen an unserem Stand. Karten gibt es noch an der Abendkasse!</p>
<p>Was: <strong>Trailer und Ausschnitte von  <a title="Topper gibt nicht auf!" href="http://www.topper3.de" target="_blank">TOPPER GIBT NICHT AUF!</a> </strong>in der Anaglyph-Version und<strong> Gespr&#228;che mit den Machern dieses  3D-Films</strong></p>
<p>Wann: <strong>Dienstag, 27.04.2010, ab 19:00 Uhr</strong></p>
<p>Wo: <strong>Berliner Filmforum im <a title="Adagio" href="http://www.adagio.de" target="_blank">Adagio</a>,  Marlene-Dietrich-Platz 1 </strong>(am Potsdamer Platz), 10785 Berlin</p>
<p>Weitere Infos: <a title="Berliner Filmforum" href="http://club.berlinerfilmforum.de/" target="_blank">hier!</a></p>
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		<title>HFF 3D-Film vorab-Pr&#228;sentation 23.04. &amp; Premierentickets zu gewinnen</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 08:33:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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&#220;ber die erste Realfilm-3D-Produktion der HFF habe ich ja schon ein, zwei Mal berichtet. Wer interessiert ist, hat jetzt die Chance, den Film endlich zu sehen!
Im Rahmen des Studentenfilmfestivals Sehs&#252;chte, dass vom 20. bis 25. April an der HFF und im Thalia-Kino Potsdam wieder stattfindet, gibt es ein Werkstatt-Gespr&#228;ch zu 3D-Produktionen an Filmhochschulen, bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Topper 3D Fans" src="http://farm5.static.flickr.com/4008/4505735893_c1edb7b2bd.jpg" alt="4505735893 c1edb7b2bd HFF 3D Film vorab Präsentation 23.04. & Premierentickets zu gewinnen" width="600" /></p>
<p style="text-align: left;">&#220;ber die erste Realfilm-3D-Produktion der HFF habe ich ja schon <a title="Topper Ank&#252;ndigung" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/02/17/der-erste-real-3d-film-einer-deutschen-filmhochschule/" target="_self">ein</a>, <a title="Topper-Artikel in der MAZ" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/03/06/mehr-3d-effekte-als-avatar/" target="_self">zwei </a>Mal berichtet. Wer interessiert ist, hat jetzt die Chance, den Film endlich zu sehen!</p>
<p>Im Rahmen des Studentenfilmfestivals Sehs&#252;chte, dass vom 20. bis 25. April an der HFF und im Thalia-Kino Potsdam wieder stattfindet, gibt es ein Werkstatt-Gespr&#228;ch zu 3D-Produktionen an Filmhochschulen, bei der auch eine noch nicht ganz fertige Version von &#8220;Topper gibt nicht auf!&#8221; gezeigt wird (nicht ganz fertig hei&#223;t: die Farbkorrektur fehlt, das Intro ist noch nicht ganz final, der Abspann auch nicht) .</p>
<p>Was: <strong>3D-Screening &#8220;Topper gibt nicht auf!&#8221; und anschlie&#223;endes Werkstattgespr&#228;ch zur Produktion eines 3D-Films</strong></p>
<p>Wann: <strong>Freitag, 23.04.2010, 18:00 Uhr</strong></p>
<p>Wo: <strong>HFF &#8220;Konrad Wolf&#8221;, gro&#223;es Kino (Raum 1104), Marlene-Dietrich-Allee 11, 14482 Potsdam</strong></p>
<p>Weitere Infos: <a title="Sehs&#252;chte Werkstattgespr&#228;ch Topper 23.04.2010" href="http://2010.sehsuechte.de/rahmenprogramm.html#werkstattgespraech" target="_blank">hier!</a></p>
<p>Wer bei der Topper-Premiere mit Claude-Oliver Rudolph und dem gesamten Team dabei sein m&#246;chte, dem sei noch das <a title="Topper-Gewinnspiel" href="http://www.topper3.de/gewinnspiel/" target="_blank">Gewinnspiel</a> ans Herz gelegt. Da gibt es n&#228;mlich Premierenkarten zu gewinnen f&#252;r die 3D-Topper-Premiere Mitte Mai.</p>
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		<title>Neuer Filmcredit: Transmedia Producer</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 20:28:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun ist die Erkenntnis auch in Hollywood gereift: &#8220;It moves the concept of transmedia storytelling from a methodology to an art form, and will transform it from marketing tool to a conduit for realizing a creative vision,&#8221; so wird Jeff Gomez von Variety zitiert. Gomez ist einer der Gr&#252;nder von Starlight Runner Entertainment, die transmedia [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist die Erkenntnis auch in Hollywood gereift: &#8220;It moves the concept of transmedia storytelling from a methodology to an art form, and will transform it from marketing tool to a conduit for realizing a creative vision,&#8221; so wird Jeff Gomez von <a title="Artikel in Variety: &quot;Producer's new frontier - Transmedia Storygtelling to get its due&quot; 07/04/2010" href="http://www.variety.com/article/VR1118017309.html?categoryid=1009&amp;cs=1" target="_blank">Variety</a> zitiert. Gomez ist einer der Gr&#252;nder von Starlight Runner Entertainment, die transmedia oder auch crossmedia Kampagnen f&#252;r Avatar und Transformers durchgef&#252;hrt haben. Dar&#252;ber hinaus ist er Mitglied des New Media Councils der US-Produzentengilde (PGA _ Producers&#8217; Guild of America), die zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einen neuen Produktionscredit f&#252;r Ḱinofilme eingef&#252;hrt haben: n&#228;mlich eben jenen Transmedia Produzenten.</p>
<p>Auch wenn seitens der PGA und in dem Variety-Artikel die Erweiterung von Franchise-Produktionen (wie Star Wars, Bat Man, Transformers etc.) jenseits der Kinoleinwand und des &#252;blichen Merchandisings im Vordergrund steht &#8211; begr&#252;&#223;enswert ist dieser Credit durchaus! Er zeigt n&#228;mlich, dass es auch f&#252;r Produzenten ein spannendes Bet&#228;tigungsfeld jenseits von Produktion und Vertrieb von Filmen nur in den Kinos gibt, sondern dass sehr kreative M&#246;glichkeiten existieren, die Geschichten des Kinofilms in der online und mobilen Welt weiter zu erz&#228;hlen, den Filmcharakteren im Netz zus&#228;tzliches Tiefe zu geben, Erz&#228;hlstr&#228;nge, die im Hauptfilm nur eine untergeordnete Rolle spielen, auszubauen etc. pp.</p>
<p>Sch&#246;n also, dass es jetzt eine offiziel abgesegnete Berufsbezeichnung f&#252;r diese Leute gibt. Wollen wir also hoffen, dass wir demn&#228;chst mehr davon im Netz antreffen!</p>
<p>Quelle: Variety / Technology, 07.04.2010: <a title="Variety Article " href="http://www.variety.com/article/VR1118017309.html?categoryid=1009&amp;cs=1" target="_blank">Producer&#8217;s new frontier: Transmedia storytelling to get its due</a></p>
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		<title>Fallstudie Filmmarketing in sozialen Netzwerken, Teil 2: Die IRON SKY Fanpyramide</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 18:29:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[en]The second part of the analysis of the IRON SKY marketing. This blog post attempts a categorisation of the potential audience for a movie and how they interact with a film online and via social media.[de]&#8220;Nazis auf dem Mond &#8211; Space Nazis on the Moon!&#8221; Ein Zeitungsjunge in Tweedhose und mit Schieberm&#252;tze steht  vor dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bb-post-separator"><strong>[en]</strong></p><div class="other-excerpt" lang="en"><p class="oe-first-child">The second part of the analysis of the IRON SKY marketing. This blog post attempts a categorisation of the potential audience for a movie and how they interact with a film online and via social media.</p></div><p class="bb-post-separator"><strong>[de]</strong></p><p><a href="http://www.ironsky.net/thetruthtoday/"><img class="size-full wp-image-297 alignleft" title="The Truth Today online" src="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/truthtodayonline.jpg" alt="The Truth Today online" width="400" height="330" /></a>&#8220;Nazis auf dem Mond &#8211; Space Nazis on the Moon!&#8221; Ein Zeitungsjunge in Tweedhose und mit Schieberm&#252;tze steht  vor dem Martin-Gropius-Bau, wo der European Filmmarket abgehalten wird, und verteilt eine Zeitung namens &#8220;The Truth&#8221;. Ich lasse mir ein Exemplar von ihm geben und tats&#228;chlich, da steht was von Nazis auf dem Mond. Die Zeitung sieht ziemlich selbst gemacht aus, auf den vier Seiten finden sich lauter Artikel, an denen Leute offensichtlich viel Spa&#223; beim Schreiben hatten (z.B. &#8220;German Biologist killed in Freak Accident by Extinct Bird&#8221;). Wieder daheim, google ich sogleich nach den Spacenazis. Das war zur Berlinale 2009 und so habe ich zum ersten Mal von dem Filmprojekt <a title="IRON SKY" href="http://www.ironsky.net" target="_blank">IRON SKY</a> erfahren. Der Humor der Website trifft den meinen, die &#196;sthetik finde ich passend und sehr unterhaltsam. Insgesamt unterscheidet sich die Website deutlich von den g&#228;ngigen Filmseiten. So kaufe ich zwar keine Kriegsanleihen (f&#252;r 50€ bekommt man eine DVD von dem noch zu drehenden Film, Poster und einige andere Merchandise-Artikel und hilft gleichzeitig dem Team mit der Finanzierung der Produktion), recherchiere jedoch ein wenig den Hintergrund des Teams, wie in <a title="Filmmarketing IRON SKY" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/02/26/fallstudie-filmmarketing-in-sozialen-netzwerken-teil-1-die-kommunikationskanaele-von-iron-sky/">Teil 1 des Artikels &#252;ber das Marketing von IRON SKY</a> beschrieben.  Im ersten Teil des Artikels habe ich die verschiedenen Kommunikationskan&#228;le und wie diese vom IRON SKY-Team genutzt werden, beleuchtet. Heute soll es darum gehen, wie sich das nun aus der Sicht des Publikums darstellt.</p>
<h3>Aus Neugierigen werden Fans</h3>
<p>Eines der h&#228;ufig genutzten, aber grob vereinfachenden Modelle, um die Aktivit&#228;ten von Leuten in sozialen Netzwerken zu beschreiben, ist das Pyramidenmodell. Jeweils 10% der Nutzer von einer Ebene schaffen es auf die n&#228;chst h&#246;here. Je weiter man nach oben in die immer d&#252;nner werdende Spitze gelangt, desto h&#246;her die Aktivit&#228;t und das Engagement der Nutzer. Die breite Basis der Pyramide wird von rein passiven, nur mitlesende Menschen gebildet. So weit, so offensichtlich.</p>
<p>Gut dargestellt wurde das z.B. von den Damen und Herren bei <a title="Technology in the Arts Blog" href="http://technologyinthearts.org/" target="_blank">Technology in the Arts</a>, wie in einer k&#252;rzlich <a title="Technology in the Arts: Presentation Social Media in Theory and in the Field" href="http://www.slideshare.net/CAMT/social-media-in-theory-and-in-the-field-camt" target="_blank">ver&#246;ffentlichten Pr&#228;sentation</a> zu sehen ist. In Anlehnung an deren Modell und Darstellung habe ich versucht, deren Pyramide auf das Filmmarketing und den speziellen Fall von IRON SKY zu &#252;bertragen. Da Filmkritiken ja auch immer diese uns&#228;glichen 1 bis 5 Sterne Bewertungen haben, dachte ich, dass es ganz passend w&#228;re, die verschiedenen Fanebenen entsprechend einzuteilen und zu beschreiben. Die englischen Begriffe in Klammern weisen auf die von Technology in the Arts verwendeten Kategorien hin.</p>
<p>Also, mit der Ausgabe von &#8220;The Truth&#8221; in der Hand vor einem Jahr fing ich als 1-Sterne-Besucherin an.</p>
<div id="__ss_3427689" style="width: 425px;"><strong style="display:block;margin:12px 0 4px"><a title="Social Media Food Pyramid" href="http://www.slideshare.net/Jennifer_Hoffmann/social-media-food-pyramid">Social Media Food Pyramid</a></strong><object width="425" height="355" data="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=100307socialmediafoodpyramid-100314111155-phpapp02&amp;rel=0&amp;stripped_title=social-media-food-pyramid" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=100307socialmediafoodpyramid-100314111155-phpapp02&amp;rel=0&amp;stripped_title=social-media-food-pyramid" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<div style="padding:5px 0 12px">View more <a href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/Jennifer_Hoffmann">Jennifer_Hoffmann</a>.</div>
</div>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><strong>1 Stern &#8211;  einmalige Besucher </strong>(&#8220;Spectator&#8221;): </span></span><span class="status-body"><span class="entry-content">Irgendwie h&#246;rt man was von diesem Projekt &#8211; entweder, weil man in der Facebook-Status-Leiste sieht, das ein Freund jetzt Fan von IRON SKY ist, oder man erh&#228;lt den Link zur Website gemailt (so wie ich das dann sogleich nach dem ersten Googlen getan habe und damit auf die Ebenen 2 und 3 der Pyramide empor kletterte). Man schaut sich  vielleicht den Teaser an, schaut sich kurz auf der Website um und informiert  sich &#252;ber den geplanten Film. Alexa weist aus, dass etwa 20% der  Ironsky-Website-Besucher &#252;ber eine Suchmaschine dorthin gelangen  (Suchbegriffe ironsky oder moon nazis). Youtube weist &#252;ber eine Million  Views f&#252;r den Teaser aus, der Einfachheit halber &#8211; und damit extrem  niedrig angesetzt &#8211; nehmen wir diese Zahl als Basis f&#252;r die Pyramide:  1.000.000</span></span><strong>.</strong></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><strong>Der 2 Sterne  registrierte Fan</strong> (&#8220;Joiner): Von dieser Masse an Leuten werden 10% etwas  aktiver, indem sie beispielsweise Fan von Ironsky auf Facebook oder  Twitter werden. Diejenigen, die sich &#252;ber eines der sozialen Netzwerke  mit Ironsky verbinden, k&#246;nnen dann tats&#228;chlich schon als Fans bezeichnet  werden. Sie erhalten mindestens alle ein bis zwei Wochen Updates &#252;ber  die Entwicklung der Filmproduktion und werden, wenn der Film in die  Kinos kommt, bereits mit den Hauptcharakteren und dem Plot vertraut  sein. Wenn ich mich bewu&#223;t daf&#252;r entscheide, &#252;ber 6 Monate oder gar 2  Jahre die Entwicklung einer Filmproduktion zu verfolgen, ist die  Wahrscheinlichkeit doch sehr hoch, dass ich dann am Ende auch ins Kino  gehe, wenn der Film endlich distribuiert wird (geplanter Filmstart f&#252;r IRON SKY ist in 2011). Hier scheinen mir  die 10% allerdings sehr hoch gegriffen, da sich die Summe der  Abonnenten, Follower etc. auf den diversen Plattformen auf etwa 14.000 (ohne Flickr) bel&#228;uft, also eher 1-2% ausmacht. Wie die weiteren Zahlen zeigen werden, ist der Schwund vom 1-Sterne zum 2-Sterne-Fan am gr&#246;&#223;ten.</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><strong>Der 3 Sterne  bewertende &amp; kommentierende Fan </strong>(&#8220;Collectors &amp; Critics&#8221;): Von diesen registrierten Fans  werden wiederum ca. 10% mal einen Kommentar hinterlassen, f&#252;r ein  k&#252;nftiges  Screening in der eigenen Stadt abstimmen, eine Video-  oder  Fotobewertung auf Youtube/Flickr abgeben und ganz sicher auch  ihren Freunden von diesem neuen Filmprojekt berichten. Das geschieht dann, indem ein  Link zum Teaser, zur Website oder &#228;hnlichem verschickt wird. Auf der IRON SKY Website kann man f&#252;r eine Vorf&#252;hrung des Films in der eigenen Stadt stimmen, etwa 4.000 Leute haben das getan. Bei Facebook habe ich mir mal alle Profileintr&#228;ge angeschaut, die ohne weiter zu klicken zu sehen sind und ausgerechnet, wieviele Kommentare im Durchschnitt hinterlassen werden (11 Kommentare pro Eintrag bei knapp 9.000 Fans). Zwischen 22.12. und 05.03. wurde durchschnittlich alle 2,6 Tage ein neuer Post bei Facebook ver&#246;ffentlicht, dieser jeweils 11 mal kommentiert, macht auf&#8217;s Jahr gerechnet 1.500 Kommentare, aber eben nat&#252;rlich nicht von 1.500 verschiedene Leuten. Wenn man nun allerdings noch die &#8220;Find ich gut&#8221;-Bewertungen bei Facebook und s&#228;mtliche Bewertungen bei anderen Netzwerken, Abstimmungen f&#252;r Filmvorf&#252;hrungen etc. dazu addiert, liegen wir grob gesch&#228;tzt irgendwo zwischen 20% und 40%.</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><strong>Der 4 Sterne  Aktivfan </strong>(&#8220;Creator&#8221;): Hier wird meiner Meinung nach eine wichtige Schwelle  &#252;berschritten: aus einem passiven, &#8220;nur interessierten&#8221; Fan wird jemand,  der </span></span><span class="status-body"><span class="entry-content">irgendwie </span></span><span class="status-body"><span class="entry-content">aktiv  werden m&#246;chte und ein besonders hohes Interesse an dem Film hat. Das k&#246;nnen  diejenigen sein, die Kriegsanleihen oder Merchandise kaufen und/oder  regelm&#228;&#223;ig Tweets von Energia retweeten oder auf ihrem Blog immer mal  wieder dar&#252;ber berichten oder dorthin verlinken. Das sind diejenigen,  die auf jeden Fall selbst ein Kinoticket kaufen werden. Aber der 4 Sterne-Fan fungiert auch als Multiplikator, indem er aktiv andere auf den Film aufmerksam macht. </span></span><span class="status-body"><span class="entry-content">Letztlich kann  sich  eine Filmproduktion nur &#252;ber verkaufte Kinotickets und DVDs   refinanzieren, insofern ist der 4 Sterne Fan in zweifacher Hinsicht besonders wichtig: als potentieller Kinobesucher und als Multiplikator. </span></span><span class="status-body"><span class="entry-content">Bei der Google-Blog-Suche findet man derzeit etwa 15.000 Treffer f&#252;r Ironsky, davon sind etwa 30% nicht relevant, macht etwa 10.500 Blogeintr&#228;ge. Bisher habe ich noch keinen Weg gefunden, wie man die Anzahl von Tweets herausfinden kann zu bestimmten Themen / Hashtags (Nachhilfe ist gerne willkommen!). Aber auch ohne Tweets zeigen die 10.500 Blogeintr&#228;ge, dass das 10% Modell hier schon &#252;berhaupt nicht mehr zutrifft&#8230;<br />
</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><strong>Der 5 Sterne  Mitmachfan </strong>(&#8220;Collaborator&#8221;): die K&#246;nigsklasse, die besonders gepflegt werden sollte,  die aber auch zum harschen Kritiker werden kann. Das sind Menschen, die  sich nicht nur f&#252;r den Film interessieren, sondern sich auf irgendeine  Weise damit identifizieren und diesen aktiv mitgestalten m&#246;chten, so man  sie l&#228;sst. Im Nachgang zu ihrem ersten Film &#8220;Starwreck&#8221; haben die  Finnen die Plattform <a title="Wreck a movie" href="http://www.wreckamovie.com/" target="_blank">Wreckamovie </a>gemeinsam  mit einer Partner-Firma entwickelt. Wreckamovie versteht sich als kollaborative  Filmproduktionsplattform. Iron Sky ist einer der dort  eingetragenen Filme, und &#252;ber diese Plattform werden die Fans immer  wieder zum Mitmachen aufgefordert. Daf&#252;r werden Aufgaben / Tasks bei  Wreckamovie gepostet: Mal werden Statisten gesucht, mal gibt es  Recherche-Auftr&#228;ge aus dem Art Department: wie sehen die Einschlagl&#246;cher  von gew&#246;hnlicher Munition in Metall aus oder Anregungen und Bilder  werden gesucht, wie die Explosion eines mit &#8220;Helium 3&#8243; (einem fiktiven  Antriebsmittel) betriebenen Raumschiffs aussehen k&#246;nnte. Auch die eingangs erw&#228;hnte  Zeitschrift &#8220;The Truth&#8221; wurde &#252;ber Wreckamovie entwickelt. Titel und  Logo der Zeitung waren von den Fans gestaltet worden, ebenso schrieben  sie diverse Artikel. Wreckamovie weist 1.400 Mitglieder f&#252;r die IRON SKY Produktion aus (auch da liegen wir also deutlich &#252;ber den 10%). Eine andere beliebte Variante, um Fans einzubinden und auch ihnen etwas zur&#252;ck zu geben sind Remixe. Man stellt Musik- oder Videomaterial bereit und bittet die Fans darum, daraus etwas neues zu bauen. Vom IRON SKY Trailer finden sich immerhin 44 Remixe in der entsprechenden Playlist von <a title="IRON SKY Youtube Kanal" href="http://www.youtube.com/user/energiaproductions#" target="_blank">Energia Productions</a>.<br />
</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content">Noch ein Wort  zu den 5-Sterne-Fans aus denen manchmal Kritiker werden: Bei Starwreck  haben mehrere Tausend Leute Raumschiffmodelle entworfen, CGI-Effekte  gebastelt, 30 Sprachversionen &#252;bersetzt usw. Vor allem als Tribut und  Dank an die &#252;berw&#228;ltigende Unterst&#252;tzung der Fans wurde Starwreck  kostenlos zum Download ins Netz gestellt und wurde so zum meist  gesehenen finnischen Film aller Zeiten. Doch f&#252;r Ironsky hatten die  Macher andere Ambitionen. Dieses Mal wollten sie eine gro&#223;e  Filmproduktion auf die Beine stellen. Zur Finanzierung dieses vier bis  f&#252;nf Millionen Euro Unterfangens wurden Produzenten an Board geholt,  Filmf&#246;rderung beantragt usw. Deshalb ist klar, dass Ironsky nicht zum  kostenlosen Download angeboten werden wird. Dar&#252;ber sind eine ganze  Reihe von Starwreck-Fans nicht besonders gl&#252;cklich, der Begriff vom  &#8220;Sellout&#8221; machte die Runde. Gerade die kollaborative Filmproduktion und  die kostenlose Verbreitung hatten Starwreck zu einem ganz besonderen  Projekt gemacht. Die Macher begegneten dieser Kritik mit Verst&#228;ndnis,  aber auch einem klaren eigenen Standpunkt: Wir wollen als Filmemacher  jetzt einen anderen Film machen, haben einen anderen qualitativen und  &#228;sthetischen Anspruch an die neue Produktion. Deshalb sind die  kollaborativen Aspekte der Ironsky-Produkion deutlich kleiner, hier sind  erfahrene Filmleute am Werk, die daf&#252;r auch bezahlt werden. Deshalb ist  dies eben auch ein Artikel &#252;ber Filmmarketing und nicht &#252;ber  kollaborative Filmproduktion.</span></span></p>
<h3>Die gr&#246;&#223;te Herausforderung: Wie werden beil&#228;ufig Interessierte zu Fans?</h3>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content">Zu allererst gilt es festzustellen, dass diese Annahme, dass etwa 10% der Leute von einer Stufe zur n&#228;chsten wechseln, v&#246;lliger Quatsch ist. Wie die Analyse der Zahlen gezeigt hat, scheint die h&#246;chste H&#252;rde die zu sein, die Leute von Stufe 1 zu Stufe 2 zu bekommen. All jene, die zum ersten Mal auf der Filmwebsite, dem Film-Facebook-Profil, beim Filmtrailer auf Youtube landen, dazu zu bewegen, sich l&#228;nger als nur f&#252;r wenige Sekunden f&#252;r den Film zu interessieren. Wie die Analyse im <a title="Filmmarketing IRON SKY" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/02/26/fallstudie-filmmarketing-in-sozialen-netzwerken-teil-1-die-kommunikationskanaele-von-iron-sky/" target="_blank">ersten Teil dieser Fallstudie</a> gezeigt hat, sind auf der Website die Links zu den Pr&#228;senzen bei sozialen Netzwerken prominent platziert, bei Facebook, Twitter und Co. ist es ohnehin einfach, gleich Fan zu werden. Diese Lehre ist also so simpel wie wesentlich: Den Interessierten muss es leicht gemacht werden, sich mit dem Film in irgendeiner Form zu verlinken (und ich muss wohl auch noch mal an das Design f&#252;r dieses Blog ran *Haare rauf*).<br />
</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content">Das ist f&#252;r mich die erstaunlichste Erkenntnis dieser Analyse: Wie viele Menschen bereit sind, Zeit, Hirnschmalz, Kreativit&#228;t f&#252;r einen Film anderer Leute aufzuwenden. </span></span><span class="status-body"><span class="entry-content">Wenn man sie einmal f&#252;r das eigenen Projekt gewonnen hat, dann sollte man ihnen so viele  verschiedene M&#246;glichkeiten, wie einem nur einfallen, bieten, um in irgendeiner Form aktiv zu werden.  Der eigenen Kreativit&#228;t und der der Fans sind dabei keine Grenzen  gesetzt!</span></span></p>
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		<title>&#8220;Mehr 3D-Effekte als Avatar&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 15:08:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie berichtet, arbeiten Studierende der Hochschule f&#252;r Film und Fernsehen &#8220;Konrad Wolf&#8221; Babelsberg am ersten Real-3D-Film einer deutschen Filmhochschule. &#8220;Topper gibt nicht auf!&#8221; ist derzeit in den letzten Z&#252;gen der Postproduktion und wird am 26.03. seine Erstauff&#252;hrung bei der internationalen Fachkonferenz INSIGHT OUT / HFF Academy haben. Die Premiere gibt es dann im April in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Topper-Plakat" src="http://farm3.static.flickr.com/2751/4368783542_cd5c9d2bcc.jpg" alt="4368783542 cd5c9d2bcc Mehr 3D Effekte als Avatar" width="300" height="400" />Wie <a title="Topper Ank&#252;ndigung" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/02/17/der-erste-real-3d-film-einer-deutschen-filmhochschule/">berichtet</a>, arbeiten Studierende der Hochschule f&#252;r Film und Fernsehen &#8220;Konrad Wolf&#8221; Babelsberg am ersten Real-3D-Film einer deutschen Filmhochschule. &#8220;Topper gibt nicht auf!&#8221; ist derzeit in den letzten Z&#252;gen der Postproduktion und wird am 26.03. seine Erstauff&#252;hrung bei der internationalen Fachkonferenz INSIGHT OUT / HFF Academy haben. Die Premiere gibt es dann im April in Berlin, genauere Infos dazu folgen.</p>
<p>Das Brancheninteresse und die Resonanz der Medien ist erstaunlich hoch f&#252;r eine studentische Kurzfilmproduktion. Gestern erschien bereits der zweite Artikel zu Topper in der <a title="MAZ Artikel zu Topper" href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11746396/60709/Im-April-hat-Till-Topper-gibt-nicht-auf.html" target="_blank">M&#228;rkischen Allgemeinen Zeitung</a>. Um nicht als komplett gro&#223;spurig dazu stehen: das &#8220;Mehr&#8221; an 3D-Effekten bezieht sich nat&#252;rlich auf den Anteil an Realfilm-3D-Aufnahmen. Avatar war ja eben zum allergr&#246;&#223;ten Teil doch aus dem Computer mit der vollst&#228;ndig in CGI-Technik erstellten blauen Welt auf Pandora. Einzig die Aufnahmen in dem Menschen-Raumschiff-Camp waren stereoskopischer Realfilm. Da hat Topper tats&#228;chlich mehr Realfilm-3D-Anteile aufzuweisen <img src='http://www.jenniferhoffmann.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' title="Mehr 3D Effekte als Avatar" /> </p>
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		<title>Fallstudie Filmmarketing in sozialen Netzwerken Teil 1: Die Kommunikationskan&#228;le von IRON SKY</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 12:49:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fallstudien]]></category>
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		<description><![CDATA[[en]A look at the marketing of IRON SKY, a Finnish sci-fi comedy scheduled for release in 2011. The IRON SKY team decided on focusing their marketing efforts on social media and online tools, aiming to build a significant awareness about the film before shooting starts in summer 2010. This blog post analyses their use of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bb-post-separator"><strong>[en]</strong></p><div class="other-excerpt" lang="en"><p class="oe-first-child">A look at the marketing of IRON SKY, a Finnish sci-fi comedy scheduled for release in 2011. The IRON SKY team decided on focusing their marketing efforts on social media and online tools, aiming to build a significant awareness about the film before shooting starts in summer 2010. This blog post analyses their use of various communication channels and how this can serve as an inspiration for other filmmakers.</p></div><p class="bb-post-separator"><strong>[de]</strong></p><p><object width="560" height="340" data="http://www.youtube.com/v/4KEueJnsu80&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/4KEueJnsu80&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object><br />
Vor zwei Wochen hatte ich das Gl&#252;ck, einen Vortrag von Jarmo Puskala rund um das Community-Management f&#252;r <a title="Ironsky" href="http://www.ironsky.net" target="_blank">IRON SKY </a>zu h&#246;ren. Da die Finnen wirklich alles richtig machen, was das online Marketing ihres noch in der Preproduction befindlichen Filmes angeht, m&#246;chte ich das hier als Fallstudie vorstellen. Wie k&#246;nnen Filmemacher schon lange vor Drehbeginn anfangen, sich eine Fanbasis, ein Publikum f&#252;r ihren Film aufzubauen? Ein finnisches Beispiel.</p>
<h3>Entscheidung gegen klassische Werbung und f&#252;r online Marketing</h3>
<p>Der Film wird voraussichtlich in 2011 in europ&#228;ische Kinos kommen. Zu Beginn der Planung vor etwa 2 Jahren bereits hat sich das Team daf&#252;r entschieden, ihre Marketingaktivit&#228;ten auf das Web zu konzentrieren. Die Rechnung war einfach: &#8220;Anstatt eines TV-Spots oder einer Plakatkampagne an Bushaltestellen besch&#228;ftigen wir lieber zwei Leute, die sich um die Community und die online Aktivit&#228;ten k&#252;mmern. Das ist vom Preis her etwa dasselbe&#8221;, so Jarmo Puskala Community Manager, Teil des Drehbuchteams und derjenige, der die urspr&#252;ngliche Idee f&#252;r einen Film &#252;ber Nazis auf dem Mond hatte.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 269px"><img class="  " src="http://www.starwreck.com/gallery/bridge.jpg" alt="Starwreck" width="259" height="111" title="Fallstudie Filmmarketing in sozialen Netzwerken Teil 1: Die Kommunikationskanäle von IRON SKY" /><p class="wp-caption-text">Starwreck</p></div>
<p>Doch jedes Mal, wenn ich hier das Wort &#8220;Marketing&#8221; tippe, verkrampfen meine Finger. Denn das Ironsky-Team war anno 1997 eine finnische Gruppe von Startrek-Fans, die kurze Parodie-Videos &#252;ber ihre Lieblingsserie produzierten. Daraus wurde irgendwann der Spielfilm <a title="Starwreck" href="http://www.starwreck.com/" target="_blank">STARWRECK</a>, der mit Hilfe von 3000 Freiwilligen entstand &#8211; und mit 8 Millionen Downloads und mehreren 10.000 verkauften DVDs der meist gesehene finnische Film aller Zeiten ist. Die Jungs kommen also nicht aus der Film-/Fernsehbranche, sondern sind Quereinsteiger, die seit Starwreck das Internet nutzen, um gemeinsam mit der Community einen Film zu realisieren.</p>
<h3>Die Kommunikationskan&#228;le</h3>
<p>Noch immer haben viele Filme nur eine Website mit den wichtigsten Infos. H&#228;ufig h&#252;bsch gestaltet und voller Flash, vielleicht sogar noch die M&#246;glichkeit bietend, einen Newsletter zu abonnieren oder einige Bildchen runterzuladen. Doch mehr gibt&#8217;s nicht. Bei IRON SKY reicht die Bandbreite von allen wichtigen Informationen, die es auf der Website zu finden gibt, &#252;ber Pr&#228;senzen in allen wichtigen sozialen Netzwerken, bis hin zur M&#246;glichkeit, sich an der Produktion mit Geld &#8211; sogenannten Kriegsanleihen &#8211; oder Zeit und den eigenen F&#228;higkeiten einzubringen. Jarmo Puskala erl&#228;uterte die Wertigkeit der verschiedenen Plattformen und wie diese vom IRON SKY-Team genutzt werden, um eine Community f&#252;r ihren Film, der derzeit noch in der Preproduction  ist, aufzubauen.</p>
<p><strong>Website &#8211; passives Pushmedium mit Aufforderung aktiver zu werden, h&#246;chster Grad an Seriosit&#228;t</strong>: schlichte, informative Seite, die mit viel und regelm&#228;&#223;ig aktualisiertem Content punktet.  Die Links zu Facebook, Twitter und Co. sind un&#252;bersehbar eingebunden. Mir pers&#246;nlich gef&#228;llt die ironische und zum Film passende &#196;sthetik der Grafik sehr gut. Prominent platziert sind diverse Buttons, die die Besucher zum Aktiv-Werden auffordern: &#220;ber eine Google-Maps-Karte kann man sein Interesse bekunden, in der eigenen Stadt den Film zu sehen (und kann damit potentiellen Verleihern beweisen, dass es ein Publikum f&#252;r den Film gibt). Man kann &#8220;Kriegsanleihen&#8221; kaufen, sprich die Produktion mit 50€ unterst&#252;tzen, f&#252;r die man dann einiges an Bonusmaterial (DVD, Zertifikat etc.) erh&#228;lt.</p>
<p><strong>Twitter &#8211; der informellste Kanal</strong>: Der <a title="Iron Sky Twitter Feed" href="http://twitter.com/Energia" target="_blank">Twitter-Feed</a>, der unter dem Namen der finnischen Filmproduktionsfirma Energia l&#228;uft, wird mehrmals t&#228;glich in recht umgangssprachlichem Tonfall aktualisiert. Dazu geh&#246;ren unterhaltsame Infos zu den Produktionsvorbereitungen (Tweets vom Casting in Berlin), unterhaltsame Videos, &#252;ber die das Ironsky-Team im Netz gestolpert ist, oder auch Allt&#228;gliches (&#8220;<span class="status-body"><span class="entry-content">The retards  upstairs flooded their toilet. Water coming in through our hallway  ceiling LIGHT SOCKET.&#8221;) oder auch Kommentare zu den Themen, die dem Team am Herzen liegen (&#8220;</span></span><span class="status-body"><span class="entry-content">Two years in a  federal pound-in-the-ass-prison for pirating movies? <a class="tweet-url web" rel="nofollow" href="http://bit.ly/bUtF1X" target="_blank">http://bit.ly/bUtF1X</a> In Oz that guy would be dead  within 2 episodes.&#8221;)</span></span><span class="status-body"><span class="entry-content">. Knapp 1.300 Follower.<br />
</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><strong>Facebook &#8211; etwas formeller</strong>: Auf der <a title="Iron Sky Facebook Page" href="http://www.facebook.com/ironsky" target="_blank">Facebook-Seite</a> werden ein bis zwei Mal pro Woche Updates gepostet, die vom Ton und Informationsgehalt wesentlich formeller sind als der Twitter-Kanal. Hier werden vor allem Links zu neuen Videos ver&#246;ffentlicht, Anfragen an die Community zur Unterst&#252;tzung (siehe dazu auch unten wreckamovie.com) oder auch eine gelegentliche Umfrage (<a title="Iron Sky: wie oft sollte man auf Facebook Updates posten?" href="http://blog.starwreck.com/2010/02/23/how-often-should-you-post-on-facebook/" target="_blank">Wie h&#228;ufig wollt Ihr hier Updates erhalten?</a>). Zurzeit gut 8.500 Fans, bis zum Produktionsbeginn im Sommer werden 10.000 angestrebt.</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><strong>MySpace</strong>: <a title="Ironsky Myspace Profil" href="http://www.myspace.com/ironskyfilm" target="_blank">&#228;hnlich </a>wie die Facebook-Seite, allerdings mit deutlich weniger Fans (gut 2.000). </span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><strong>Youtube &#8211; gelegentliche Video-Updates</strong>: In gr&#246;&#223;eren Abst&#228;nden &#8211; mal einige Wochen, mal einige Monate &#8211; werden auf einem eigenen <a title="Ironsky Youtube Kanal" href="http://www.youtube.com/energiaproductions#p/a" target="_blank">Youtube-Kanal</a> Vidoes ver&#246;ffentlicht unter dem Namen &#8220;Signal No. XX&#8221;. Dort findet man auch den Teaser, Videos vom Team beim Cannes Filmfestival etc. Die &#8220;Signal-Videos sind zwischen 3 und 5 Minuten lang, haben eine eigene Hostess und sind an den Look des Films angepasst (die Hostess im Space-Nazi-Kost&#252;m in einem irgendwie 30&#8242;er Jahre angehauchten Studio, die Nachrichten &#252;ber die Filmproduktion vortr&#228;gt). Der Kanal hat &#252;ber 2.200 Abonennten, wobei der Filmteaser mit &#252;ber 1 Million Views absolut top ist.  Sch&#246;n auch die Playlist mit den Fanremix-Versionen des Teasers.</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><strong>Flickr &#8211; Fotostream als Blick hinter die Kulissen</strong>: Sortiert in verschiedene Alben (Cast, Location Scouting &amp; Casting in Deutschland, Making of, Concept Art etc.) finden sich &#252;ber 200 Fotos, die durchg&#228;ngig auch gut beschriftet sind und so schon einen ersten Blick in die Filmproduktion vermitteln. Beispielsweise von der Suche nach einer passenden Location f&#252;r das Nazi-Raumschiff auf dem Mond, gefunden in Frankfurt a.M.</span></span></p>
<p><strong>Wreckamovie &#8211; kollaborative Filmproduktion</strong>: <span class="status-body"><span class="entry-content">Im Nachgang zu  ihrem ersten Film STARWRECK, haben die  Finnen die Plattform <a title="Wreck a movie" href="http://www.wreckamovie.com/" target="_blank">Wreckamovie </a>gemeinsam   mit einer Partner-Firma entwickelt, die sich als kollaborative   Filmproduktionsplattform versteht. IRON SKY ist einer der dort   eingetragenen Filme, und &#252;ber diese Plattform werden die Fans immer   wieder zum Mitmachen aufgefordert. Daf&#252;r werden Aufgaben / Tasks bei   Wreckamovie gepostet: Mal werden Statisten gesucht, mal gibt es   Recherche-Auftr&#228;ge aus dem Art Department: wie sehen die Einschlagl&#246;cher   von gew&#246;hnlicher Munition in Metall aus oder Anregungen und Bilder   werden gesucht, wie die Explosion eines mit &#8220;Helium 3&#8243; (einem fiktiven   Antriebsmittel) betriebenen Raumschiffs aussehen k&#246;nnte. Besonders   gelungen fand ich auch das Guerilla-Marketing bei den Filmfestspielen in   Berlin und Cannes, wo ein Zeitungsjunge im Stil der 20&#8242;er Jahre die   Zeitschrift &#8220;The Truth&#8221; verteilte (Schlagzeile: &#8220;Nazis auf dem Mond!&#8221;),   in der lauter fiktive Berichte &#252;ber die Spacenazis erschienen. Titel  und  Logo der Zeitung waren von den Fans gestaltet worden, ebenso  schrieben  sie diverse Artikel. Wreckamovie weist 1400 Mitglieder der  IRON SKY Produktion aus.</span></span></p>
<h3>Soziale Netzwerke als Marketinginstrumente f&#252;r einen Film</h3>
<p>Bemerkenswert ist die klare Strategie f&#252;r den Aufbau einer Community und wie diese konsequent umgesetzt wird. Das habe ich bisher selten bei europ&#228;ischen Filmproduktionen gesehen und mir scheinen die Geh&#228;lter f&#252;r die beiden Community-Manager bestens angelegt zu sein. Ein &#8220;Gegen&#8221;-Argument, welchem ich immer wieder in der Filmbranche begegne, lautet etwa so: &#8220;Ja, f&#252;r so Sci-Fi- und Horrorstreifen mag das ja funktionieren, aber doch nicht f&#252;r ein Arthouse-Drama oder Dokumentarfilme.&#8221; Ich halte das f&#252;r Bl&#246;dsinn. Gerade aus dem Dokumentarfilmbereich gibt es einige sehr erfolgreiche Beispiele, die zeigen, wie &#252;ber das Netz und ein geschicktes Community-Management (online und offline) ein Publikum f&#252;r einen Film gefunden werden konnte, der ausschlie&#223;lich auf DVD erschien und keinen Kinoverleiher fand, trotzdem mehr als die Produktionskosten f&#252;r die Macher wieder eingespielt hat. Der Schl&#252;ssel zum Erfolg lag hier darin, sich mit <span class="status-body"><span class="entry-content">Communities zu  verbinden, die </span></span>an dem Thema des Films interessiert sind.</p>
<p>Ein gutes Beispiel daf&#252;r ist <a title="Weizenbaum-Rebel at work Film" href="http://www.ilmarefilm.org/W_D_1.htm" target="_blank">WEIZENBAUM &#8211; REBEL AT WORK</a> von Sylvia Holzinger und Peter Haas &#252;ber einen der V&#228;ter des Internets und Helden f&#252;r viele in der IT-Branche. Der Film hatte weder einen Kinoverleih, noch konnte er an einen Fernsehsender verkauft werden. Die beiden Filmemacher konnten jedoch &#252;ber DVD-Verk&#228;ufe, Vortr&#228;ge und vor allem durch Vorf&#252;hrungen in Universit&#228;ten, viel Pressearbeit etc. &#252;ber einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren ihre bescheidenen Lebensunterhaltskosten bestreiten, die Produktionskosten einspielen und auch noch das n&#246;tige Startkapital f&#252;r ihren n&#228;chsten Film erwirtschaften.</p>
<p>Ein Spielfilm, der mir noch als Gegenbeispiel <span class="status-body"><span class="entry-content">einf&#228;llt</span></span>, ist Andreas Dresens WOLKE 9, ein Film &#252;ber die Liebe und Sexualit&#228;t im Alter. In einem Gespr&#228;ch &#252;ber seine Filme berichtete Dresen, dass er mit WOLKE 9 offensichtlich ein ganz wichtiges, aber wenig in der &#214;ffentlichkeit behandeltes Thema gefunden hatte, wie ihm die vielen Einladungen zu Filmgespr&#228;chen zeigten, die er gerade f&#252;r WOLKE 9 erhielt. Jedes Mal fanden sich dort zahlreiche Zuschauer im Alter der Filmprotagonisten ein, die angeregt &#252;ber das Thema nach der Filmvorf&#252;hrung diskutierten und immer wieder feststellten, wie froh und dankbar sie seien, dass sich Dresen auf diese einf&#252;hlsame und doch offene Art und Weise des Themas angenommen hatte. Zwar hat der Film auch ohne gr&#246;&#223;ere Anstrengungen des Verleihers in Sachen Vermarktung an bestimmte Communities sein Publikum gefunden, doch die meisten Filmemacher in Deutschland haben nicht die Reputation eines Andreas Dresen und h&#228;tten &#252;ber online und offline Kan&#228;le einen Film zum gleichen Thema sicherlich auch gut platzieren k&#246;nnen.</p>
<p>Mit anderen Worten: Ja, IRON SKY ist zwar eine ziemlich durchgeknallte Sci-Fi-Kom&#246;die von einem Haufen schwarz-humoriger Finnen, doch ihr kluger und konsequenter Einsatz von Web2.0 kann auch als Vorbild f&#252;r andere Filmproduktionen dienen, schon vor Drehbeginn sich eine Gemeinde aufzubauen. Ich denke, dass dies gerade auch f&#252;r kleinere Produktionen ein guter Weg sein kann, fr&#252;hzeitig das Publikum einzubeziehen, um dann mit Hilfe einer prallen Kontaktdatenbank potenziellen Verleihern und Fernsehsendern zu belegen, dass es tats&#228;chlich ein Publikum f&#252;r diesen Film gibt.</p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content">Im n&#228;chsten Blogbeitrag, der in einigen Tagen erscheinen wird, m&#246;chte ich dann noch auf die verschiedenen Aktivit&#228;tslevels der am Film interessierten und der echten Fans eingehen. W&#228;hrend ich in diesem Beitrag eher die Perspektive der Macher gew&#228;hlt habe und wie diese die verschiedenen Kan&#228;le nutzen, soll im n&#228;chsten Beitrag der Blickwinkel des potentiellen Kinobesuchers von IRON SKY im Vordergrund stehen.</span></span></p>
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		<title>Kultursponsoring im Wirtschaftskrisenjahr: In jedem Sessel ein potentieller Kunde?</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 16:38:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sponsoring]]></category>
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		<description><![CDATA[VW hat zwei wichtige, millionen-schwere Kultursponsoringvertr&#228;ge nicht verl&#228;ngert in diesem Jahr: mit der Berlinale, wo VW einer von 3 Hauptsponsoren war, und mit der Deutschen Oper Berlin. Von VW ist dazu wenig zu vernehmen. „In jedem Sessel sitzt ein potentieller VW-Kunde“ – so lautete noch die Sponsoringvision anno 2004. Sehen die Wolfsburger das mittlerweile grundlegend anders? Dieser Artikel analysiert die Kultursponsoring-Strategie von VW im Jahr der Wirtschaftskrise.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>VW hat zwei wichtige, millionen-schwere Kultursponsoringvertr&#228;ge nicht verl&#228;ngert in diesem Jahr: <a title="VW beendet Berlinale-Sponsoring" href="http://www.welt.de/die-welt/article3644065/Berlinale-verliert-Hauptsponsor-VW.html" target="_blank">mit der Berlinale</a>, wo VW einer von 3 Hauptsponsoren war, und <a title="VW beendet Deutsche Oper Sponsoring" href="http://www.welt.de/die-welt/article3644065/Berlinale-verliert-Hauptsponsor-VW.html " target="_blank">mit der Deutschen Oper Berlin</a>. Von VW ist dazu wenig zu vernehmen. „<a title="VW-Sponsoring anno 2004" href="http://www.welt.de/print-welt/article292928/In_jedem_Sessel_sitzt_ein_potenzieller_VW_Kunde.html " target="_blank">In jedem Sessel sitzt ein potentieller VW-Kunde</a>“ – so lautete noch die Sponsoringvision anno 2004. Sehen die Wolfsburger das mittlerweile grundlegend anders? Offizielle Antworten gibt es nicht. Aber ein Blick auf die VW-Pressemeldungen der letzten Monate zeigt, dass Kultur weiterhin gef&#246;rdert wird.</p>
<ul>
<li>+ Das &#8220;<a title="VW-Sponsoring Berliner Philharmoniker" href="https://www.volkswagen-media-services.com/medias_publish/ms/content/de/pressemitteilungen/2009/04/30/volkswagen_unterstuetzt.standard.gid-oeffentlichkeit.html" target="_blank">Europakonzert&#8221; der Berliner Philharmoniker</a>, das immer am 1. Mai an wechselnden Orten in Europa stattfindet und „weltweit von Rundfunk- und Fernsehanstalten &#252;bertragen“ wird, wie es bei VW hei&#223;t, wird zum vierten Mal in Folge von VW unterst&#252;tzt.</li>
<li>+ Der <a title="VW-Sponsoring lolas" href="https://www.volkswagen-media-services.com/medias_publish/ms/content/de/pressemitteilungen/2009/04/24/deutscher_filmpreis.standard.gid-oeffentlichkeit.html" target="_blank">deutsche Filmpreis</a>, der ironischerweise wenige Tage bevor der R&#252;ckzug vom Berlinale-Sponsoring bekannt wurde, stattfand.</li>
<li>+ Die <a title="VW-Sponsoring Musiknachwuchs" href="https://www.volkswagen-media-services.com/medias_publish/ms/content/de/pressemitteilungen/2009/03/31/karrierechancen_durch.standard.gid-oeffentlichkeit.html" target="_self">Volkswagen Soundfoundation</a> f&#246;rdert junge Bands &#8230;</li>
<li>+ und VW <a title="VW stiftet Fotografien" href="https://www.volkswagen-media-services.com/medias_publish/ms/content/de/pressemitteilungen/2009/03/13/volkswagen_ueberreicht.standard.gid-oeffentlichkeit.html" target="_blank">stiftet Fotografien</a> f&#252;r ein Kunstmuseum in Wolfsburg.</li>
</ul>
<p>Lassen sich am Beispiel VWs irgendwelche Trends zum Kultursponsoring in der Wirtschaftskrise ablesen? Ich denke schon. Jedoch muss ich einschr&#228;nken, dass ich &#252;ber die Sponsoringstrategie VWs nur spekulieren kann, da diese nat&#252;rlich nicht ver&#246;ffentlicht ist. Bei n&#228;herer Analyse zeigt sich, dass solche Vertr&#228;ge nicht verl&#228;ngert wurden, die m.E. nicht zum Image der Marke passten. VW ist weder glamour&#246;s (=&gt; Berlinale) noch bildungsb&#252;rgerlich-elit&#228;r (=&gt; Deutsche Oper Berlin). Oder wie es VW selbst formuliert in der Pressemeldung zum Sponsoring der Lolas: „Das Engagement Volkswagens beim Deutschen Filmpreis reicht weit &#252;ber den Fahrservice hinaus. Die Volkswagen Sound Foundation l&#228;dt zur Aftershow Party [...]. Zudem wird es am Abend die legend&#228;re Volkswagen Currywurst aus Wolfsburg geben.“ Abwrackpr&#228;mie, Tatortkommissare, ein paar deutsche Filmsternchen und Currywurst – das passt besser zum Golf als die Berlinale People’s Night, laut des Filmbranchenblatts Variety „<a title="Variety zum Ende des VW-Sponsorings der Berlinale" href="http://www.variety.com/index.asp?layout=festivals&amp;jump=story&amp;id=2476&amp;articleid=VR1118003019&amp;cs=1 " target="_blank">one of the fest’s hottest parties</a>“, die in diesem Jahr kurzfristig abgesagt wurde, da VW seine Unterst&#252;tzung daf&#252;r zur&#252;ckzog.</p>
<p>Was lernen wir daraus? <span id="more-94"></span>Es kommt wie immer drauf an. Passen Image des Sponsoren und der Kulturveranstaltung/-institution zueinander, wird auch weiterhin unterst&#252;tzt werden. L’Oreal hat beispielsweise seinen <a title="L'Oreal verl&#228;ngert Berlinale-Sponsoring" href="http://www.welt.de/berlin/article3189982/Sponsoring-L-Oreal-macht-weiter-und-VW-zoegert.html" target="_blank">Vertrag mit der Berlinale verl&#228;ngert</a>: „Film und    Make-up geh&#246;ren einfach zusammen, vor der Kamera ist der richtige Look    entscheidend.“   Ein Artikel mit anschaulichen <a title="Kultursponsoring im S&#252;dwesten" href="http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/kultur/mittel-gegen-die-sinnkrise--14446008.html" target="_blank">Kultursponsoring-Beispielen aus Baden </a>verdeutlicht dies ebenso. Die Kernschmelze des Finanzsystems wird also nicht automatisch zum abrupten Ende jeglichen Kultursponsorings f&#252;hren. Aber Sponsoren werden genauer pr&#252;fen, werden vermutlich mehr f&#252;r ihr Geld verlangen. Auch bei der <a title="INSIGHT OUT / HFF Academy" href="http://www.insightout-training.net" target="_blank">von mir organisierten Veranstaltung</a> war das in diesem Jahr schon zu sp&#252;ren. Es wurde nicht mehr grunds&#228;tzlich unterst&#252;tzt, weil es eine gute Veranstaltung ist und zum Produkt/Unternehmen passt. Da wurde dezidiert nach den M&#246;glichkeiten f&#252;r Verkaufsgespr&#228;che gefragt, der konkrete Gegenwert f&#252;r die Sponsoringleistung musste genauer als zuvor dargelegt werden.</p>
<p>Auch wenn das vollst&#228;ndige Versiegen der Sponsoringgelder voraussichtlich ausbleiben wird, werden es h&#228;rtere Zeiten f&#252;r alle Kulturschaffenden werden. Die &#246;ffentliche Hand wird weniger zu verteilen haben und das Beispiel VW zeigt, dass die Kultur von der Wirtschaft zwar weiterhin unterst&#252;tzt werden wird, aber nicht mehr im selben Umfang wie zuvor. Dieter Kosslick und seinem Berlinale-Team dr&#252;cke ich die Daumen, dass sie einen neuen Unterst&#252;tzer f&#252;r den Fahrservice finden werden. Welcher Autohersteller es auch sein wird, er sollte eher nach Champagner denn Currywurst schmecken&#8230;</p>
<p>Fu&#223;note: wen das Thema Berlinale-Sponsoring interessiert, der sei auch auf meinen <a title="Sternstunden des Kultursponsorings" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2008/04/05/sternstunden-des-kultursponsorings/" target="_blank">Artikel zur Berlinale 2008</a> hingewiesen&#8230;</p>
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		<title>&#8220;Bits wollen frei sein!&#8221; Nr. 2: Digital Film Camp</title>
		<link>http://www.jenniferhoffmann.com/2009/04/28/bits-wollen-frei-sein-nr-2-digital-film-camp/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 21:07:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
				<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[film]]></category>
		<category><![CDATA[kulturmarketing]]></category>
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		<description><![CDATA[Ganz anders als bei der Republica ging es beim ersten digitalen Film Camp in Berlin zu, dass am 17.04. in der Homebase stattfand. Statt des wohligen Wir-aufrechten-K&#228;mpfer-f&#252;r-Creative-Commons-und-weltweite-Redefreiheit-Gef&#252;hls, plagten die Runde Zweifel und Unsicherheit. Woher soll das Geld f&#252;r die n&#228;chste Produktion kommen, wenn der aktuelle Film kostenlos im Netz zu haben ist? Welche Vorbilder gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img title="Digital Film Camp" src="http://digitalfilmcamp.de/wp/wp-content/themes/cutline/images/logo.png" alt="  " width="300" height="90" /><p class="wp-caption-text">  </p></div>
<p>Ganz anders als bei der <a title="R&#252;ckblick Republica" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2009/04/23/bits-wollen-frei-sein-nr-1-republica-09/http://" target="_blank">Republica </a>ging es beim ersten <a title="Digital Film Camp" href="http://www.digitalfilmcamp.de" target="_blank">digitalen Film Camp</a> in Berlin zu, dass am 17.04. in der Homebase stattfand. Statt des wohligen Wir-aufrechten-K&#228;mpfer-f&#252;r-Creative-Commons-und-weltweite-Redefreiheit-Gef&#252;hls, plagten die Runde Zweifel und Unsicherheit. Woher soll das Geld f&#252;r die n&#228;chste Produktion kommen, wenn der aktuelle Film kostenlos im Netz zu haben ist? Welche Vorbilder gibt es f&#252;r den kreativen Einsatz von online Marketing f&#252;r Europ&#228;ische low-budget Filme?</p>
<p>Konkrete Antworten gab es nicht beim Digital Film Camp. Doch erhielt man ein sehr gutes Stimmungsbild, was die Filmbranche gerade bewegt. Alle wissen, dass sie sich wohl irgendwie mit dem Internetz auseinander setzen m&#252;ssen, dass es mindestens als Marketing- und Vertriebsplattform viele Chancen bieten kann. Aber wie diese genau genutzt werden k&#246;nnen oder wie man das Netz gar kreativ einsetzen kann, um mit filmischen Mitteln eine Geschichte zu erz&#228;hlen, dar&#252;ber herrschte gro&#223;e Ratlosigkeit.</p>
<p>Die Themenbandbreite war spannend:</p>
<p>//Marketing und Distribution f&#252;r Filme &#252;ber das Internet<br />
//Produktion f&#252;r das digitale 3D-Kino<br />
//Schrecklich erfolgreiche Videos auf Youtube<br />
//Live Cinema (non-lineare Filme performed von VJs)<br />
//Filmvermarktung in der virtuellen 3D-Welt Twinity</p>
<p>Richtig hitzig wurde die Debatte erst bei der von <a title="Tillmann Allmer" href="http://www.tillmannallmer.de/" target="_blank">Tillmann Allmer</a>, <a title="Sven Assmanns Blog" href="http://www.sven-assmann.de/blog/index.html" target="_blank">Sven Assmann</a> und meiner Wenigkeit moderierten Diskussion zu Vermarktungsstrategien f&#252;r Filme im Netz. Die Position „Unter keinen Umst&#228;nden irgendwelche Rechte am filmischen Werk zur Verf&#252;gung stellen“ traf auf „Bits wollen frei sein!“ und „Embrace it or die!“ Statements. Die k&#252;nftigen Verh&#228;ltnisse werden sich wohl irgendwo zwischen diesen Polen einpendeln.<span id="more-168"></span></p>
<p>Wer sich daf&#252;r interessiert, dem sei die Aufnahme einer Paneldiskussion beim diesj&#228;hrigen Sundance-Festival ans Herz gelegt, in der konkrete Beispiele f&#252;r erfolgreiche Strategie genannt und konstruktiv diskutiert werden: Klick f&#252;r <a title="Video Sundance Panel new models of Distribution" href="http://www.youtube.com/watch?v=gC8wtpSQ_Yk&amp;eurl=http%3A%2F%2Fcinematech.blogspot.com%2F2009_01_01_archive.html&amp;feature=player_embedded" target="_blank">Video von Teil 1</a> und von <a title="Video Sundance Panel new models of Distribution" href="http://www.youtube.com/watch?v=zJptX1IwHks&amp;eurl=http%3A%2F%2Fcinematech.blogspot.com%2F2009_01_01_archive.html&amp;feature=player_embedded" target="_blank">Teil 2</a>.  Am pointiertesten stellte eine Filmemacherin die derzeitige Situation dar, die ich, da ich den Podcast geh&#246;rt habe und die Redner ihre Namen nicht nannten, leider nicht identifizieren kann:</p>
<blockquote><p>„We hope to be pirated. It’s the sincerest form of flattery. Any way to spread the word about your movie is great PR. Somebody gets a hold of your movie on Bit-Torrent and they tell someone else and maybe they buy it or tell someone else again and that’s what we want.“</p></blockquote>
<p>Von dieser Haltung war die in der Homebase versammelte Runde sehr weit entfernt. Leider hatte beim Berliner Digital Film Camp noch niemand konkrete eigene Erfahrungen vorzuweisen, welche Strategie funktioniert, was man alles falsch bzw. richtig machen kann. Schade, so wurden vor allem US-Beispiele zitiert und Tim Baumann, ein Informatikstudent, der sich an die Produktion eines <a title="Valkaama Website" href="http://www.valkaama.com" target="_blank">Open Source Films</a> gewagt hat, fehlte die Erfahrung in der Filmbranche, um Potentiale und Bedrohungen einsch&#228;tzen zu k&#246;nnen. Hoffentlich ist das bis zum n&#228;chsten Camp am 6. November im Rahmen des <a title="Interfilm Berlin" href="http://www.interfilm.de/" target="_blank">Interfilm </a>Kurzfilmfestivals anders!</p>
<p>Ich hatte noch eine kleine Sammlung von aus meiner Sicht hilfreichen Links zum Thema f&#252;r das Digital Film Camp vorbereitet. Diese Links finden sich teilweise in meiner Blogrolle und eine etwas ausf&#252;hrlichere Liste in der nachfolgende Pr&#228;sentation mit kurzen Kommentaren dazu.</p>
<div id="__ss_1316342" style="width: 425px; text-align: left;"><a style="font:14px Helvetica,Arial,Sans-serif;display:block;margin:12px 0 3px 0;text-decoration:underline;" title="Ressourcen Digitaler Film" href="http://www.slideshare.net/Jennifer_Hoffmann/ressourcen-digitaler-film?type=powerpoint">Ressourcen Digitaler Film</a><object width="425" height="355" data="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=ressourcendigitalerfilm-090420104039-phpapp02&amp;stripped_title=ressourcen-digitaler-film" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=ressourcendigitalerfilm-090420104039-phpapp02&amp;stripped_title=ressourcen-digitaler-film" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<div style="font-size: 11px; font-family: tahoma,arial; height: 26px; padding-top: 2px;">View more <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/Jennifer_Hoffmann">Jennifer_Hoffmann</a>.</div>
</div>
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		<title>Konsequenzen der Bankenkrise im Kultursektor</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 08:34:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sponsoring]]></category>
		<category><![CDATA[kulturmarketing]]></category>
		<category><![CDATA[kultursponsoring]]></category>

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		<description><![CDATA[In meinen Google Alerts ist der Artikel erst heute aufgetaucht, doch halte ich ihn f&#252;r so wichtig, dass ich darauf trotzdem hinweisen m&#246;chte: Die Investmentbanken der Wall Street haben Millionen f&#252;r das Kultursponsoring ausgegeben, nicht nur in New York, sondern auch in Europa. Nach dem Kollaps von Lehman Brothers und dem Verkauf von Merril Lynch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinen Google Alerts ist der Artikel erst heute aufgetaucht, doch halte ich ihn f&#252;r so wichtig, dass ich darauf trotzdem hinweisen m&#246;chte: Die <a title="Kultursponsoring nach der Bankenkrise" href="http://www.welt.de/kultur/article2468359/Die-Bankenkrise-trifft-auch-Amerikas-Kultur.html#reqRSS" target="_blank">Investmentbanken der Wall Street</a> haben Millionen f&#252;r das Kultursponsoring ausgegeben, nicht nur in New York, sondern auch in Europa. Nach dem Kollaps von Lehman Brothers und dem Verkauf von Merril Lynch ist es v&#246;llig unklar, ob die zugesagten Verpflichtungen eingehalten werden k&#246;nnen. Ein erster Vorgeschmack auf die Konsequenzen dieser Krise, die uns in den n&#228;chsten Monaten noch bevorstehen werden&#8230;</p>
<p>Und noch eine kurze Anmerkung in eigener Sache: Nach dem Umzug vor 3 Wochen bin ich noch immer ohne Internet daheim. Wann uns welcher Anbieter einen Zugang schneller als ein Analogmodem liefern kann, ist noch v&#246;llig unklar. <img src='http://www.jenniferhoffmann.com/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' title="Konsequenzen der Bankenkrise im Kultursektor" />  So ohne Internetz bloggt es sich auch nicht so gut&#8230;</p>
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