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	<title>Kultur // Film // Marketing im Internetz &#187; Sponsoring</title>
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	<description>Kulturmarketing und Film im digitalen Zeitalter // Ein Blog von Jennifer Hoffmann</description>
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		<title>Kultursponsoring im Wirtschaftskrisenjahr: In jedem Sessel ein potentieller Kunde?</title>
		<link>http://www.jenniferhoffmann.com/2009/05/13/kultursponsoring-im-wirtschaftskrisenjahr-in-jedem-sessel-ein-potentieller-kunde/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 16:38:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sponsoring]]></category>
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		<description><![CDATA[VW hat zwei wichtige, millionen-schwere Kultursponsoringvertr&#228;ge nicht verl&#228;ngert in diesem Jahr: mit der Berlinale, wo VW einer von 3 Hauptsponsoren war, und mit der Deutschen Oper Berlin. Von VW ist dazu wenig zu vernehmen. „In jedem Sessel sitzt ein potentieller VW-Kunde“ – so lautete noch die Sponsoringvision anno 2004. Sehen die Wolfsburger das mittlerweile grundlegend anders? Dieser Artikel analysiert die Kultursponsoring-Strategie von VW im Jahr der Wirtschaftskrise.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>VW hat zwei wichtige, millionen-schwere Kultursponsoringvertr&#228;ge nicht verl&#228;ngert in diesem Jahr: <a title="VW beendet Berlinale-Sponsoring" href="http://www.welt.de/die-welt/article3644065/Berlinale-verliert-Hauptsponsor-VW.html" target="_blank">mit der Berlinale</a>, wo VW einer von 3 Hauptsponsoren war, und <a title="VW beendet Deutsche Oper Sponsoring" href="http://www.welt.de/die-welt/article3644065/Berlinale-verliert-Hauptsponsor-VW.html " target="_blank">mit der Deutschen Oper Berlin</a>. Von VW ist dazu wenig zu vernehmen. „<a title="VW-Sponsoring anno 2004" href="http://www.welt.de/print-welt/article292928/In_jedem_Sessel_sitzt_ein_potenzieller_VW_Kunde.html " target="_blank">In jedem Sessel sitzt ein potentieller VW-Kunde</a>“ – so lautete noch die Sponsoringvision anno 2004. Sehen die Wolfsburger das mittlerweile grundlegend anders? Offizielle Antworten gibt es nicht. Aber ein Blick auf die VW-Pressemeldungen der letzten Monate zeigt, dass Kultur weiterhin gef&#246;rdert wird.</p>
<ul>
<li>+ Das &#8220;<a title="VW-Sponsoring Berliner Philharmoniker" href="https://www.volkswagen-media-services.com/medias_publish/ms/content/de/pressemitteilungen/2009/04/30/volkswagen_unterstuetzt.standard.gid-oeffentlichkeit.html" target="_blank">Europakonzert&#8221; der Berliner Philharmoniker</a>, das immer am 1. Mai an wechselnden Orten in Europa stattfindet und „weltweit von Rundfunk- und Fernsehanstalten &#252;bertragen“ wird, wie es bei VW hei&#223;t, wird zum vierten Mal in Folge von VW unterst&#252;tzt.</li>
<li>+ Der <a title="VW-Sponsoring lolas" href="https://www.volkswagen-media-services.com/medias_publish/ms/content/de/pressemitteilungen/2009/04/24/deutscher_filmpreis.standard.gid-oeffentlichkeit.html" target="_blank">deutsche Filmpreis</a>, der ironischerweise wenige Tage bevor der R&#252;ckzug vom Berlinale-Sponsoring bekannt wurde, stattfand.</li>
<li>+ Die <a title="VW-Sponsoring Musiknachwuchs" href="https://www.volkswagen-media-services.com/medias_publish/ms/content/de/pressemitteilungen/2009/03/31/karrierechancen_durch.standard.gid-oeffentlichkeit.html" target="_self">Volkswagen Soundfoundation</a> f&#246;rdert junge Bands &#8230;</li>
<li>+ und VW <a title="VW stiftet Fotografien" href="https://www.volkswagen-media-services.com/medias_publish/ms/content/de/pressemitteilungen/2009/03/13/volkswagen_ueberreicht.standard.gid-oeffentlichkeit.html" target="_blank">stiftet Fotografien</a> f&#252;r ein Kunstmuseum in Wolfsburg.</li>
</ul>
<p>Lassen sich am Beispiel VWs irgendwelche Trends zum Kultursponsoring in der Wirtschaftskrise ablesen? Ich denke schon. Jedoch muss ich einschr&#228;nken, dass ich &#252;ber die Sponsoringstrategie VWs nur spekulieren kann, da diese nat&#252;rlich nicht ver&#246;ffentlicht ist. Bei n&#228;herer Analyse zeigt sich, dass solche Vertr&#228;ge nicht verl&#228;ngert wurden, die m.E. nicht zum Image der Marke passten. VW ist weder glamour&#246;s (=&gt; Berlinale) noch bildungsb&#252;rgerlich-elit&#228;r (=&gt; Deutsche Oper Berlin). Oder wie es VW selbst formuliert in der Pressemeldung zum Sponsoring der Lolas: „Das Engagement Volkswagens beim Deutschen Filmpreis reicht weit &#252;ber den Fahrservice hinaus. Die Volkswagen Sound Foundation l&#228;dt zur Aftershow Party [...]. Zudem wird es am Abend die legend&#228;re Volkswagen Currywurst aus Wolfsburg geben.“ Abwrackpr&#228;mie, Tatortkommissare, ein paar deutsche Filmsternchen und Currywurst – das passt besser zum Golf als die Berlinale People’s Night, laut des Filmbranchenblatts Variety „<a title="Variety zum Ende des VW-Sponsorings der Berlinale" href="http://www.variety.com/index.asp?layout=festivals&amp;jump=story&amp;id=2476&amp;articleid=VR1118003019&amp;cs=1 " target="_blank">one of the fest’s hottest parties</a>“, die in diesem Jahr kurzfristig abgesagt wurde, da VW seine Unterst&#252;tzung daf&#252;r zur&#252;ckzog.</p>
<p>Was lernen wir daraus? <span id="more-94"></span>Es kommt wie immer drauf an. Passen Image des Sponsoren und der Kulturveranstaltung/-institution zueinander, wird auch weiterhin unterst&#252;tzt werden. L’Oreal hat beispielsweise seinen <a title="L'Oreal verl&#228;ngert Berlinale-Sponsoring" href="http://www.welt.de/berlin/article3189982/Sponsoring-L-Oreal-macht-weiter-und-VW-zoegert.html" target="_blank">Vertrag mit der Berlinale verl&#228;ngert</a>: „Film und    Make-up geh&#246;ren einfach zusammen, vor der Kamera ist der richtige Look    entscheidend.“   Ein Artikel mit anschaulichen <a title="Kultursponsoring im S&#252;dwesten" href="http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/kultur/mittel-gegen-die-sinnkrise--14446008.html" target="_blank">Kultursponsoring-Beispielen aus Baden </a>verdeutlicht dies ebenso. Die Kernschmelze des Finanzsystems wird also nicht automatisch zum abrupten Ende jeglichen Kultursponsorings f&#252;hren. Aber Sponsoren werden genauer pr&#252;fen, werden vermutlich mehr f&#252;r ihr Geld verlangen. Auch bei der <a title="INSIGHT OUT / HFF Academy" href="http://www.insightout-training.net" target="_blank">von mir organisierten Veranstaltung</a> war das in diesem Jahr schon zu sp&#252;ren. Es wurde nicht mehr grunds&#228;tzlich unterst&#252;tzt, weil es eine gute Veranstaltung ist und zum Produkt/Unternehmen passt. Da wurde dezidiert nach den M&#246;glichkeiten f&#252;r Verkaufsgespr&#228;che gefragt, der konkrete Gegenwert f&#252;r die Sponsoringleistung musste genauer als zuvor dargelegt werden.</p>
<p>Auch wenn das vollst&#228;ndige Versiegen der Sponsoringgelder voraussichtlich ausbleiben wird, werden es h&#228;rtere Zeiten f&#252;r alle Kulturschaffenden werden. Die &#246;ffentliche Hand wird weniger zu verteilen haben und das Beispiel VW zeigt, dass die Kultur von der Wirtschaft zwar weiterhin unterst&#252;tzt werden wird, aber nicht mehr im selben Umfang wie zuvor. Dieter Kosslick und seinem Berlinale-Team dr&#252;cke ich die Daumen, dass sie einen neuen Unterst&#252;tzer f&#252;r den Fahrservice finden werden. Welcher Autohersteller es auch sein wird, er sollte eher nach Champagner denn Currywurst schmecken&#8230;</p>
<p>Fu&#223;note: wen das Thema Berlinale-Sponsoring interessiert, der sei auch auf meinen <a title="Sternstunden des Kultursponsorings" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2008/04/05/sternstunden-des-kultursponsorings/" target="_blank">Artikel zur Berlinale 2008</a> hingewiesen&#8230;</p>
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		<title>Konsequenzen der Bankenkrise im Kultursektor</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 08:34:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In meinen Google Alerts ist der Artikel erst heute aufgetaucht, doch halte ich ihn f&#252;r so wichtig, dass ich darauf trotzdem hinweisen m&#246;chte: Die Investmentbanken der Wall Street haben Millionen f&#252;r das Kultursponsoring ausgegeben, nicht nur in New York, sondern auch in Europa. Nach dem Kollaps von Lehman Brothers und dem Verkauf von Merril Lynch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinen Google Alerts ist der Artikel erst heute aufgetaucht, doch halte ich ihn f&#252;r so wichtig, dass ich darauf trotzdem hinweisen m&#246;chte: Die <a title="Kultursponsoring nach der Bankenkrise" href="http://www.welt.de/kultur/article2468359/Die-Bankenkrise-trifft-auch-Amerikas-Kultur.html#reqRSS" target="_blank">Investmentbanken der Wall Street</a> haben Millionen f&#252;r das Kultursponsoring ausgegeben, nicht nur in New York, sondern auch in Europa. Nach dem Kollaps von Lehman Brothers und dem Verkauf von Merril Lynch ist es v&#246;llig unklar, ob die zugesagten Verpflichtungen eingehalten werden k&#246;nnen. Ein erster Vorgeschmack auf die Konsequenzen dieser Krise, die uns in den n&#228;chsten Monaten noch bevorstehen werden&#8230;</p>
<p>Und noch eine kurze Anmerkung in eigener Sache: Nach dem Umzug vor 3 Wochen bin ich noch immer ohne Internet daheim. Wann uns welcher Anbieter einen Zugang schneller als ein Analogmodem liefern kann, ist noch v&#246;llig unklar. <img src='http://www.jenniferhoffmann.com/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' title="Konsequenzen der Bankenkrise im Kultursektor" />  So ohne Internetz bloggt es sich auch nicht so gut&#8230;</p>
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		<title>Sternstunden des Kultursponsorings</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Apr 2008 23:40:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch wenn ich partout keinen aktuellen Aufh&#228;nger mehr finden kann, so m&#246;chte ich doch die Ergebnisse meiner Recherchen nicht in den M&#252;lleimer werfen und sie statt dessen hier versp&#228;tet zum Thema Kultursponsoring am Beispiel der Berlinale posten.
Noch mal zur Rekapitulation aus dem Sponsoringleitfaden (s&#228;mtliche Quellenangaben finden sich am Ende des Beitrags) und weil’s so ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn ich partout keinen aktuellen Aufh&#228;nger mehr finden kann, so m&#246;chte ich doch die Ergebnisse meiner Recherchen nicht in den M&#252;lleimer werfen und sie statt dessen hier versp&#228;tet zum Thema Kultursponsoring am Beispiel der Berlinale posten.</p>
<p>Noch mal zur Rekapitulation aus dem Sponsoringleitfaden (s&#228;mtliche Quellenangaben finden sich am Ende des Beitrags) und weil’s so ein feines Zitat f&#252;r diesen Artikel ist:<br />
<strong>„Sponsoren sind es, die den Gesponserten die Erreichung ihrer Ziele erm&#246;glichen. Sie verlangen als Gegenleistung den Image-Transfer. Bildlich ausgedr&#252;ckt: Wer mit aufs Bild will, der muss daf&#252;r bezahlen.“</strong></p>
<h3>Medien, Autos, Haarspray</h3>
<p><a title="Berlinale B&#228;r" href="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/berlinalelogo.jpg" rel="lightbox[61]"><img src="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/berlinalelogo.jpg" alt="Berlinale B&#228;r" align="left" title="Sternstunden des Kultursponsorings" /></a>Die Berlinale hatte in 2008 drei Hauptsponsoren: das ZDF, Volkswagen und L’Oréal Paris. Das ZDF als Medienpartner, in VW-Fahrzeugen wurden die Promis chauffiert und L’Oréal? Den Plakaten am Potsdamer Platz konnte niemand entgehen: Ein Foto von Penelope Cruz mit – diese Anmerkung sei erlaubt – einem schlimmen, ums Gesicht drapierten Lockenkorb, dazu eine goldene Haarspray-Dose. Alles in einem edlen schwarzen Design, betitelt als „Sternstunden der Sch&#246;nheit“.</p>
<h3>Vorbild Berlinale</h3>
<p>Die Partnerschaft zwischen der Berlinale und L’Oréal hat aus meiner Sicht, allein an den Zahlen gemessen, echten Vorbild-Charakter in Sachen Kultursponsoring:</p>
<p>Die Sponsoringeinnahmen deutscher Kulturinstitutionen belaufen sich derzeit auf 6,7% des Gesamtetats (Studie der Agentur Causales), der zu 51% aus &#246;ffentlichen T&#246;pfen finanziert wird. Meinen Berechnungen zufolge, kommen in 2008 etwa 27% der Berlinale-Einnahmen aus Sponsoring (Details: siehe Quellen am Ende). Damit sind bei der Berlinale die Einnahmen aus Sponsoring vier Mal h&#246;her als sonst im Kulturbereich &#252;blich.<br />
<a title="Estimated Berlinale Budget 2008" href="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/berlinale2008-budget.jpg" rel="lightbox[61]"><img src="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/berlinale2008-budget.jpg" alt="Estimated Berlinale Budget 2008" align="middle" title="Sternstunden des Kultursponsorings" /></a></p>
<p>Eine andere Studie (Agentur Pleon) zeigt, dass der Sponsor die mit dem Engagement verbundenen Ausgaben zu 74% direkt an den Sponsoren zahlt und 26% f&#252;r die Umsetzung ausgibt. Angesichts des ungew&#246;hnlich umfangreichen Ma&#223;nahmen-Pakets, das L’Oréal um die Berlinale 2008 herum geschn&#252;rt hat, w&#252;rde ich spekulieren, dass sich das Verh&#228;ltnis in diesem Fall eher umgekehrt verh&#228;lt.</p>
<h3>Was hat das Sponsoring-Paket umfasst?</h3>
<p>Was die Sponsoring-Pakete genau enthalten und wie viel sie gekostet haben– das wird nat&#252;rlich nie ver&#246;ffentlicht. Um jedoch ein Gef&#252;hl f&#252;r die Gr&#246;&#223;enordnung zu erhalten, habe ich „r&#252;ckw&#228;rts gerechnet“. Die Berlinale hat einen Gesamtetat von 17 Millionen Euro. Nach ausf&#252;hrlicher Recherche habe ich errechnet, dass die Berlinale 2008 aus Sponsoring 4,6 Millionen Euro eingenommen hat. Ich tippe, dass ich plus/minus 1 Million daneben liege. 3 Hauptsponsoren + 60 andere Sponsoren =&gt; vermutlich hat L’Oréal 1 Million Euro f&#252;r das Privileg gezahlt, Sponsor der 58. Berlinale sein zu d&#252;rfen.<span id="more-61"></span></p>
<p>Dieses Privileg beinhaltet mindestens:<br />
•	Nennung auf diversen Druckmaterialien<br />
•	Abdruck des Logos auf den Festivaltaschen &amp; -ausweisen, Lenyards.<br />
•	Zugang zu Festivalteilnehmern &amp; Besuchern: Auf der Berlinale-Website hei&#223;t es so sch&#246;n: „Der monet&#228;re und kreative Beitrag der privatwirtschaftlichen Partner erm&#246;glicht der Berlinale Jahr f&#252;r Jahr, […] den Aufenthalt der nahezu zwanzigtausend internationalen G&#228;ste w&#228;hrend des Festivals so angenehm wie m&#246;glich zu gestalten.“<br />
-&gt; F&#252;r L’Oréal hie&#223; das konkret, dass Goodie-Bags bei der Er&#246;ffnung und den Preisverleihungen verteilt wurden.<br />
-&gt; Hostessen verteilten au&#223;erdem in ausgew&#228;hlten Vorstellungen einzelne Produkte an das Publikum.<br />
-&gt; Die 20.000 verteilten Berlinale-Taschen enthielten wohl auch L’Oréal-Produkte (ich fand sie h&#228;&#223;lich und hab meine gar nicht erst angenommen).<br />
-&gt; Visagisten schminkten die Promis im VIP-Club und beim ZDF Schminkservice mit L’Oréal-Produkten. Dazu gibt es bei der <a title="Blog der Schminktante" href="http://schminktante.blogspot.com/2008/02/berlinale-2008-ein-blick-hinter-die.html">Schminktante</a> einen unterhaltsamen Beitrag, wie Jeanne Moreau keinen Abdeckstift wollte, Moritz Bleibtreu aber doch.<br />
•	Anzeigen (Au&#223;enwerbung, Berlinale-Kataloge etc.) sind hier &#252;brigens nicht enthalten. Diese wurden extra bezahlt.</p>
<h3>Welche flankierenden Ma&#223;nahmen hat der Sponsor durchgef&#252;hrt?</h3>
<p><a title="L'Oréal Schminkkubus" href="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/berlinale2008_03.jpg" rel="lightbox[61]"><img src="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/berlinale2008_03.jpg" alt="L'Oréal Schminkkubus" align="middle" title="Sternstunden des Kultursponsorings" /></a>Es wurde eine spezielle Kampagne entwickelt: „Sternstunden der Sch&#246;nheit“. Neben den tiefen Taschen der Media-Planer fiel vor allem der Schminkkubus auf dem Potsdamer Platz auf. Eigens gebaut anl&#228;sslich des Jubil&#228;ums des Berlinale-Sponsorings. Hier konnten sich Frauen wie sie und ich in einem der „Berlinale-Looks“ schminken lassen.</p>
<p>Noch nie habe ich eine Kampagne gesehen, die mit einem derma&#223;en &#252;ppigen Etat so um das Sponsoring-Engagement entwickelt wurde. Es gab:<br />
•	Eine d&#252;rftige <a title="Sternstunden der Sch&#246;nheit" href="https://www.loreal-sternstunden.de/">Website</a>.<br />
•	Gewinnspiele (um einen Diamanten und in Kooperationen mit anderen Berlinale-Sponsoren, z.B. Vanity Fair und TV Movie, f&#252;r einen Berlinale-Besuch).<br />
•	Anzeigen-Kampagnen in Print, TV und Au&#223;enwerbung von Januar bis M&#228;rz.<br />
•	Extra Presseveranstaltungen, z.B. f&#252;r Redakteurinnen von Frauenzeitschriften, die sich ebenfalls in den „Berlinale-Looks“ schminken lassen konnten.<br />
•	Verst&#228;rkt wurde die Kampagne noch dadurch, dass das „L’Oréal-Gesicht“ Penelope Cruz <a title="Penelope Cruz im Welt-Interview" href="http://www.welt.de/kultur/article1660533/Schoenheit_hat_mir_nicht_immer_geholfen.html">pers&#246;nlich anwesend</a> war und sie Darstellerin in einem Wettbewerbs-Film war ()</p>
<p>Nur eine Frage konnte ich mir nicht beantworten: Warum Haarspray, warum Elnett als das Produkt, das auf allen Anzeigen zu sehen war? Das einzige, was mir eingefallen ist: Wenn die Auswahl Wimperntusche, Cremetiegel, Lipgloss und Haarspray umfasst, dann ist die hohe, goldene Dose vielleicht noch das am „glamour&#246;sesten“ aussehende Objekt. Erinnert irgendwie an den Oscar (oder die Siegess&#228;ule wie Berlinale-Direktor Dieter Kosslick scherzte).</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>1.	<strong>„Wer mit aufs Bild will, …“ – der Imagetransfer:</strong> ein A-Klasse Filmfestival und eine internationale Kosmetikmarke – ein perfektes Paar. Vor allem der Schminkkubus symbolisiert aus meiner Sicht wie die Kampagne geschickt jeder Frau das Gef&#252;hl vermittelte, so glamour&#246;s und sch&#246;n sein zu k&#246;nnen wie Penelope Cruz.<br />
2.	<strong>Langfristige</strong> Partnerschaft. Bei der 58. Berlinale feierte man den 10. Geburtstag dieser Sponsoring-Partnerschaft. Die Kommunikationsziele des Sponsors &#228;ndern sich, genauso wie die Ziele des Kulturprojekts. Da muss jedes Jahr wieder neu ausgehandelt werden, wer was wie erreichen m&#246;chte und wie man das gemeinsam erreichen kann. Bei der 55. Berlinale hatte L’Oréal beispielsweise die VIP-Lounge gesponsert, daf&#252;r war in diesem Jahr Vanity Fair zust&#228;ndig. L’Oréal hat dort dieses Mal „nur“ geschminkt.<br />
3.	Das Wichtigste zum Schluss: Angesichts des millionenschweren Engagements von L’Oréal, den Ressourcen, die das Unternehmen in die Entwicklung einer Kampagne rund um das Berlinale-Sponsoring gesteckt hat, aber auch aus den Statements der <a title="Sponsoring Berlinale" href="http://www.berlinale.de/de/das_festival/business_to_business/sponsoring/index.html">Berlinale-Organisatoren </a>selbst l&#228;sst sich klar ablesen, dass Sponsoring von beiden Seiten als <strong>echte Partnerschaft</strong> verstanden wird. So soll das Schlusswort nochmals Dieter Kosslick geh&#246;ren, der sich mit folgenden Worten bei der Er&#246;ffnungs-Gala bei den &#252;ber 60 Sponsoren bedankte: „Sie k&#246;nnen sich in den n&#228;chsten Tagen hier bei der Berlinale als Mitgastgeber f&#252;hlen, denn mit Ihnen zusammen haben wir das hier aus dem Boden gestampft.“</p>
<h3>Quellen</h3>
<p>•	Bortoluzzi Dubach, Elisa; Frey, Hansrudolf: Sponsoring – der Leitfaden f&#252;r die Praxis. Bern, Stuttgart, Wien: Verlag Paul Haupt, 2002. ISBN: 3-258-06496-2. S. 19.<br />
•	Causales: <a title="Studie Agentur Causales" href="http://www.kulturmarken.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=361&amp;Itemid=31">Studie</a> zum Kultursponsoringmarkt Deutschland 2007 von der Agentur Causales.<br />
•	Sch&#228;tzung Berlinale Budget 2008: <a title="Estimate Berlinale 2008 Budget" href="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/berlinalebudget.pdf">Hier</a> im Detail.<br />
•	Pleon: <a title="Studie Agentur Pleon" href="http://www.pleon.de/Studien.1166.0.html#c4451">Studie</a> Sponsoringtrends 2006 von der Agentur Pleon.</p>
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