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	<title>Kultur // Film // Marketing im Internetz &#187; berlinale</title>
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	<description>Kulturmarketing und Film im digitalen Zeitalter // Ein Blog von Jennifer Hoffmann</description>
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		<title>R&#252;ckblick: Berlinale Streetdance 3D Podium 15.02.2010</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 09:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war ein kalter, frostiger Montagmorgen nach dem ersten Festivalwochenende und doch kamen etwa 100 Leute zur Preview und Diskussion &#252;ber Streetdance 3D in das Cubix am Alexanderplatz. Die Zeit war knapp: in 80 Minuten zeigten wir Filmausschnitte und sollten einen &#220;berblick &#252;ber die 3D-Produktion f&#252;r das anwesende Fachpublikum aus Filmemachern, Produzenten, Regisseuren, Kameraleuten usw. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war ein kalter, frostiger Montagmorgen nach dem ersten Festivalwochenende und doch kamen etwa 100 Leute zur <a title="Berlinale Diskussion 2010" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/02/12/berlinale-diskussion-zum-3d-kino-am-montag-1502/">Preview und Diskussion &#252;ber Streetdance 3D</a> in das Cubix am Alexanderplatz. Die Zeit war knapp: in 80 Minuten zeigten wir Filmausschnitte und sollten einen &#220;berblick &#252;ber die 3D-Produktion f&#252;r das anwesende Fachpublikum aus Filmemachern, Produzenten, Regisseuren, Kameraleuten usw. geben. Keine einfache Aufgabe! Als Moderatorin hat man nat&#252;rlich eine ziemlich verzerrte Wahrnehmung von so einer Veranstaltung, doch ich hoffe, dass es uns auf dem Podium gelungen ist, den Filmschaffenden ein wenig die Angst vor 3D zu nehmen. Von Max Penner, einem unendlich erfahrenen Veteran des 3D-Kinos, mal abgesehen, war es f&#252;r das Team von Streetdance 3D auch der erste Film, den sie in 3D gedreht haben &#8211; und das mit einem vergleichsweise niedrigen Budget unter 5 Millionen Euro. Die Bilder des Films, die gezeigt wurden, waren jedoch so &#252;berzeugend, dass sich  in Zukunft hoffentlich mehr Leute trauen, einen 3D-Film zu machen. Es w&#228;re doch zu sch&#246;n, au&#223;er Horror und Family-Entertainment auch andere Genres zu sehen!</p>
<p>Hier noch ein paar Links zu Artikeln &#252;ber die Veranstaltung bzw. wo sie erw&#228;hnt wird:</p>
<ul>
<li><a title="Blog Talent Campus" href="http://berlinale-talentcampus.de/story/99/3399" target="_blank">Blog Talent Campus<br />
</a> &#8211; auch wenn dieser Artikel leider einige Fehler aufweist. Max Penner ist der Stereographer und nicht Regisseur des Films.</li>
<li><a title="English Xinhua News" href="http://news.xinhuanet.com/english2010/sci/2010-02/17/c_13177691.htm" target="_blank">English Xinhua News</a> &#8211; erstaunlicherweise auf der Englisch-sprachigen Seite der offiziellen volksrepublikanischen Nachrichtenagentur.</li>
</ul>
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		<title>Berlinale-Diskussion zum 3D-Kino am Montag, 15.02.</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 17:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[en]I am happy to announce the discussion at Berlinale and Berlinale Talent Campus about 3D-filmmaking, which I will host on Monday, 15/02, 11am at Cubix 7. A preview of Streetdance 3D, Europe's first feature-length live action 3D movie, will be followed by a discussion with the stereographer, producer, post-production supervisor and a specialist from Dolby.[de] [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bb-post-separator"><strong>[en]</strong></p><div class="other-excerpt" lang="en"><p class="oe-first-child">I am happy to announce the discussion at Berlinale and Berlinale Talent Campus about 3D-filmmaking, which I will host on Monday, 15/02, 11am at Cubix 7.
A preview of Streetdance 3D, Europe's first feature-length live action 3D movie, will be followed by a discussion with the stereographer, producer, post-production supervisor and a specialist from Dolby.</p></div><p class="bb-post-separator"><strong>[de]</strong></p><p><object width="560" height="340" data="http://www.youtube.com/v/dOW1hFbOod8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/dOW1hFbOod8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Ich freue mich, auch hier die Berlinale-Diskussion zur ersten gro&#223;en europ&#228;ischen Realfilm-3D-Produktion ank&#252;ndigen zu k&#246;nnen, die von meiner Wenigkeit moderiert werden wird:</p>
<h3>Streetdance 3D</h3>
<p><strong>Wann</strong>: Montag, 15.02.2010, 11:00Uhr<br />
<strong>Wo</strong>: Cubix 7<br />
<strong>Mit</strong>: Max H. Penner, Julian Pinn, Michael Reuter, James Spencer<br />
<strong>Moderation</strong>: Jennifer Hoffmann<br />
<strong>Karten</strong>: akkreditierte Besucher k&#246;nnen diese direkt bei der <a title="Bestellung Karten 3D-Diskussion" href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20106875" target="_blank">Berlinale </a>bestellen.</p>
<p>Meines Wissens ist es die einzige Veranstaltung der Berlinale zum Thema 3D, die vom <a title="Berlinale Talent Campus" href="http://berlinale-talentcampus.de/campus/eventpool/index?date=2010-02-15" target="_blank">Berlinale Talent Campus</a> organisiert wurde. Und nat&#252;rlich wird es das Filmmaterial und auch einiges an Making-of-Bildern in 3D zu sehen geben!</p>
<p>F&#252;r das Podium wurde eine spannende und erfahrende Runde zusammengestellt:</p>
<ul>
<li>Max H. Penner, Stereographer wird &#252;ber die stereoskopische Aufnahme f&#252;r 3D mit zwei Kameras berichten.</li>
<li>James Spencer aus der Sicht eines Produzenten &#252;ber die Unterschiede zwischen 2D- und 3D-Filmen referieren.</li>
<li>Michael Reuter von der Post Republic Berlin wird die 3D-Postproduktion beschreiben.</li>
<li>Julian Pinn von Dolby wird &#252;ber Mastering und Distribution eines 3D-Film sprechen.</li>
</ul>
<p><a title="Streetdance 3D" href="http://www.streetdancethemovie.co.uk/" target="_blank">Streetdance 3D</a> ist eine deutsch-britische Koproduktion von Vertigo-Films, die im Mai diesen Jahres in die Kinos kommen wird. Eine Gruppe junger Streetdancer, die f&#252;r die britischen Meisterschaften trainiert, trifft auf Ballettt&#228;nzer. Britischer Klassenkampf beim Pas de Deux: die lower class der Streetdance Kids trifft auf die upper class in Strumpfhosen. Doch nur gemeinsam haben sie eine Chance bei den Meisterschaften. Die T&#228;nzer sind zumindest den Briten allesamt aus diversen TV-Castingshows bekannt. Die Ballettlehrerin wird von Charlotte Rampling gespielt.</p>
<p>Ich hatte das Privileg, bereits bei der Post Republic l&#228;ngere Ausschnitte aus dem Film in 3D sehen zu d&#252;rfen: diese waren wirklich mitrei&#223;end und sahen fantastisch aus. Tanz hat auf der B&#252;hne schon von jeher in 3 Dimensionen stattgefunden und so ist ein 3D-Tanzfilm ein Fest f&#252;r das Kinopublikum. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf den Film und nat&#252;rlich die Diskussion am Montag&#8230;</p>
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		<title>Kultursponsoring im Wirtschaftskrisenjahr: In jedem Sessel ein potentieller Kunde?</title>
		<link>http://www.jenniferhoffmann.com/2009/05/13/kultursponsoring-im-wirtschaftskrisenjahr-in-jedem-sessel-ein-potentieller-kunde/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 16:38:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Kulturmarketing]]></category>
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		<category><![CDATA[kultursponsoring]]></category>

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		<description><![CDATA[VW hat zwei wichtige, millionen-schwere Kultursponsoringvertr&#228;ge nicht verl&#228;ngert in diesem Jahr: mit der Berlinale, wo VW einer von 3 Hauptsponsoren war, und mit der Deutschen Oper Berlin. Von VW ist dazu wenig zu vernehmen. „In jedem Sessel sitzt ein potentieller VW-Kunde“ – so lautete noch die Sponsoringvision anno 2004. Sehen die Wolfsburger das mittlerweile grundlegend anders? Dieser Artikel analysiert die Kultursponsoring-Strategie von VW im Jahr der Wirtschaftskrise.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>VW hat zwei wichtige, millionen-schwere Kultursponsoringvertr&#228;ge nicht verl&#228;ngert in diesem Jahr: <a title="VW beendet Berlinale-Sponsoring" href="http://www.welt.de/die-welt/article3644065/Berlinale-verliert-Hauptsponsor-VW.html" target="_blank">mit der Berlinale</a>, wo VW einer von 3 Hauptsponsoren war, und <a title="VW beendet Deutsche Oper Sponsoring" href="http://www.welt.de/die-welt/article3644065/Berlinale-verliert-Hauptsponsor-VW.html " target="_blank">mit der Deutschen Oper Berlin</a>. Von VW ist dazu wenig zu vernehmen. „<a title="VW-Sponsoring anno 2004" href="http://www.welt.de/print-welt/article292928/In_jedem_Sessel_sitzt_ein_potenzieller_VW_Kunde.html " target="_blank">In jedem Sessel sitzt ein potentieller VW-Kunde</a>“ – so lautete noch die Sponsoringvision anno 2004. Sehen die Wolfsburger das mittlerweile grundlegend anders? Offizielle Antworten gibt es nicht. Aber ein Blick auf die VW-Pressemeldungen der letzten Monate zeigt, dass Kultur weiterhin gef&#246;rdert wird.</p>
<ul>
<li>+ Das &#8220;<a title="VW-Sponsoring Berliner Philharmoniker" href="https://www.volkswagen-media-services.com/medias_publish/ms/content/de/pressemitteilungen/2009/04/30/volkswagen_unterstuetzt.standard.gid-oeffentlichkeit.html" target="_blank">Europakonzert&#8221; der Berliner Philharmoniker</a>, das immer am 1. Mai an wechselnden Orten in Europa stattfindet und „weltweit von Rundfunk- und Fernsehanstalten &#252;bertragen“ wird, wie es bei VW hei&#223;t, wird zum vierten Mal in Folge von VW unterst&#252;tzt.</li>
<li>+ Der <a title="VW-Sponsoring lolas" href="https://www.volkswagen-media-services.com/medias_publish/ms/content/de/pressemitteilungen/2009/04/24/deutscher_filmpreis.standard.gid-oeffentlichkeit.html" target="_blank">deutsche Filmpreis</a>, der ironischerweise wenige Tage bevor der R&#252;ckzug vom Berlinale-Sponsoring bekannt wurde, stattfand.</li>
<li>+ Die <a title="VW-Sponsoring Musiknachwuchs" href="https://www.volkswagen-media-services.com/medias_publish/ms/content/de/pressemitteilungen/2009/03/31/karrierechancen_durch.standard.gid-oeffentlichkeit.html" target="_self">Volkswagen Soundfoundation</a> f&#246;rdert junge Bands &#8230;</li>
<li>+ und VW <a title="VW stiftet Fotografien" href="https://www.volkswagen-media-services.com/medias_publish/ms/content/de/pressemitteilungen/2009/03/13/volkswagen_ueberreicht.standard.gid-oeffentlichkeit.html" target="_blank">stiftet Fotografien</a> f&#252;r ein Kunstmuseum in Wolfsburg.</li>
</ul>
<p>Lassen sich am Beispiel VWs irgendwelche Trends zum Kultursponsoring in der Wirtschaftskrise ablesen? Ich denke schon. Jedoch muss ich einschr&#228;nken, dass ich &#252;ber die Sponsoringstrategie VWs nur spekulieren kann, da diese nat&#252;rlich nicht ver&#246;ffentlicht ist. Bei n&#228;herer Analyse zeigt sich, dass solche Vertr&#228;ge nicht verl&#228;ngert wurden, die m.E. nicht zum Image der Marke passten. VW ist weder glamour&#246;s (=&gt; Berlinale) noch bildungsb&#252;rgerlich-elit&#228;r (=&gt; Deutsche Oper Berlin). Oder wie es VW selbst formuliert in der Pressemeldung zum Sponsoring der Lolas: „Das Engagement Volkswagens beim Deutschen Filmpreis reicht weit &#252;ber den Fahrservice hinaus. Die Volkswagen Sound Foundation l&#228;dt zur Aftershow Party [...]. Zudem wird es am Abend die legend&#228;re Volkswagen Currywurst aus Wolfsburg geben.“ Abwrackpr&#228;mie, Tatortkommissare, ein paar deutsche Filmsternchen und Currywurst – das passt besser zum Golf als die Berlinale People’s Night, laut des Filmbranchenblatts Variety „<a title="Variety zum Ende des VW-Sponsorings der Berlinale" href="http://www.variety.com/index.asp?layout=festivals&amp;jump=story&amp;id=2476&amp;articleid=VR1118003019&amp;cs=1 " target="_blank">one of the fest’s hottest parties</a>“, die in diesem Jahr kurzfristig abgesagt wurde, da VW seine Unterst&#252;tzung daf&#252;r zur&#252;ckzog.</p>
<p>Was lernen wir daraus? <span id="more-94"></span>Es kommt wie immer drauf an. Passen Image des Sponsoren und der Kulturveranstaltung/-institution zueinander, wird auch weiterhin unterst&#252;tzt werden. L’Oreal hat beispielsweise seinen <a title="L'Oreal verl&#228;ngert Berlinale-Sponsoring" href="http://www.welt.de/berlin/article3189982/Sponsoring-L-Oreal-macht-weiter-und-VW-zoegert.html" target="_blank">Vertrag mit der Berlinale verl&#228;ngert</a>: „Film und    Make-up geh&#246;ren einfach zusammen, vor der Kamera ist der richtige Look    entscheidend.“   Ein Artikel mit anschaulichen <a title="Kultursponsoring im S&#252;dwesten" href="http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/kultur/mittel-gegen-die-sinnkrise--14446008.html" target="_blank">Kultursponsoring-Beispielen aus Baden </a>verdeutlicht dies ebenso. Die Kernschmelze des Finanzsystems wird also nicht automatisch zum abrupten Ende jeglichen Kultursponsorings f&#252;hren. Aber Sponsoren werden genauer pr&#252;fen, werden vermutlich mehr f&#252;r ihr Geld verlangen. Auch bei der <a title="INSIGHT OUT / HFF Academy" href="http://www.insightout-training.net" target="_blank">von mir organisierten Veranstaltung</a> war das in diesem Jahr schon zu sp&#252;ren. Es wurde nicht mehr grunds&#228;tzlich unterst&#252;tzt, weil es eine gute Veranstaltung ist und zum Produkt/Unternehmen passt. Da wurde dezidiert nach den M&#246;glichkeiten f&#252;r Verkaufsgespr&#228;che gefragt, der konkrete Gegenwert f&#252;r die Sponsoringleistung musste genauer als zuvor dargelegt werden.</p>
<p>Auch wenn das vollst&#228;ndige Versiegen der Sponsoringgelder voraussichtlich ausbleiben wird, werden es h&#228;rtere Zeiten f&#252;r alle Kulturschaffenden werden. Die &#246;ffentliche Hand wird weniger zu verteilen haben und das Beispiel VW zeigt, dass die Kultur von der Wirtschaft zwar weiterhin unterst&#252;tzt werden wird, aber nicht mehr im selben Umfang wie zuvor. Dieter Kosslick und seinem Berlinale-Team dr&#252;cke ich die Daumen, dass sie einen neuen Unterst&#252;tzer f&#252;r den Fahrservice finden werden. Welcher Autohersteller es auch sein wird, er sollte eher nach Champagner denn Currywurst schmecken&#8230;</p>
<p>Fu&#223;note: wen das Thema Berlinale-Sponsoring interessiert, der sei auch auf meinen <a title="Sternstunden des Kultursponsorings" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2008/04/05/sternstunden-des-kultursponsorings/" target="_blank">Artikel zur Berlinale 2008</a> hingewiesen&#8230;</p>
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		<title>Sternstunden des Kultursponsorings</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Apr 2008 23:40:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch wenn ich partout keinen aktuellen Aufh&#228;nger mehr finden kann, so m&#246;chte ich doch die Ergebnisse meiner Recherchen nicht in den M&#252;lleimer werfen und sie statt dessen hier versp&#228;tet zum Thema Kultursponsoring am Beispiel der Berlinale posten. Noch mal zur Rekapitulation aus dem Sponsoringleitfaden (s&#228;mtliche Quellenangaben finden sich am Ende des Beitrags) und weil’s so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn ich partout keinen aktuellen Aufh&#228;nger mehr finden kann, so m&#246;chte ich doch die Ergebnisse meiner Recherchen nicht in den M&#252;lleimer werfen und sie statt dessen hier versp&#228;tet zum Thema Kultursponsoring am Beispiel der Berlinale posten.</p>
<p>Noch mal zur Rekapitulation aus dem Sponsoringleitfaden (s&#228;mtliche Quellenangaben finden sich am Ende des Beitrags) und weil’s so ein feines Zitat f&#252;r diesen Artikel ist:<br />
<strong>„Sponsoren sind es, die den Gesponserten die Erreichung ihrer Ziele erm&#246;glichen. Sie verlangen als Gegenleistung den Image-Transfer. Bildlich ausgedr&#252;ckt: Wer mit aufs Bild will, der muss daf&#252;r bezahlen.“</strong></p>
<h3>Medien, Autos, Haarspray</h3>
<p><a title="Berlinale B&#228;r" href="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/berlinalelogo.jpg" rel="lightbox[61]"><img src="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/berlinalelogo.jpg" alt="berlinalelogo Sternstunden des Kultursponsorings" align="left" title="Sternstunden des Kultursponsorings" /></a>Die Berlinale hatte in 2008 drei Hauptsponsoren: das ZDF, Volkswagen und L’Oréal Paris. Das ZDF als Medienpartner, in VW-Fahrzeugen wurden die Promis chauffiert und L’Oréal? Den Plakaten am Potsdamer Platz konnte niemand entgehen: Ein Foto von Penelope Cruz mit – diese Anmerkung sei erlaubt – einem schlimmen, ums Gesicht drapierten Lockenkorb, dazu eine goldene Haarspray-Dose. Alles in einem edlen schwarzen Design, betitelt als „Sternstunden der Sch&#246;nheit“.</p>
<h3>Vorbild Berlinale</h3>
<p>Die Partnerschaft zwischen der Berlinale und L’Oréal hat aus meiner Sicht, allein an den Zahlen gemessen, echten Vorbild-Charakter in Sachen Kultursponsoring:</p>
<p>Die Sponsoringeinnahmen deutscher Kulturinstitutionen belaufen sich derzeit auf 6,7% des Gesamtetats (Studie der Agentur Causales), der zu 51% aus &#246;ffentlichen T&#246;pfen finanziert wird. Meinen Berechnungen zufolge, kommen in 2008 etwa 27% der Berlinale-Einnahmen aus Sponsoring (Details: siehe Quellen am Ende). Damit sind bei der Berlinale die Einnahmen aus Sponsoring vier Mal h&#246;her als sonst im Kulturbereich &#252;blich.<br />
<a title="Estimated Berlinale Budget 2008" href="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/berlinale2008-budget.jpg" rel="lightbox[61]"><img src="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/berlinale2008-budget.jpg" alt="berlinale2008 budget Sternstunden des Kultursponsorings" align="middle" title="Sternstunden des Kultursponsorings" /></a></p>
<p>Eine andere Studie (Agentur Pleon) zeigt, dass der Sponsor die mit dem Engagement verbundenen Ausgaben zu 74% direkt an den Sponsoren zahlt und 26% f&#252;r die Umsetzung ausgibt. Angesichts des ungew&#246;hnlich umfangreichen Ma&#223;nahmen-Pakets, das L’Oréal um die Berlinale 2008 herum geschn&#252;rt hat, w&#252;rde ich spekulieren, dass sich das Verh&#228;ltnis in diesem Fall eher umgekehrt verh&#228;lt.</p>
<h3>Was hat das Sponsoring-Paket umfasst?</h3>
<p>Was die Sponsoring-Pakete genau enthalten und wie viel sie gekostet haben– das wird nat&#252;rlich nie ver&#246;ffentlicht. Um jedoch ein Gef&#252;hl f&#252;r die Gr&#246;&#223;enordnung zu erhalten, habe ich „r&#252;ckw&#228;rts gerechnet“. Die Berlinale hat einen Gesamtetat von 17 Millionen Euro. Nach ausf&#252;hrlicher Recherche habe ich errechnet, dass die Berlinale 2008 aus Sponsoring 4,6 Millionen Euro eingenommen hat. Ich tippe, dass ich plus/minus 1 Million daneben liege. 3 Hauptsponsoren + 60 andere Sponsoren =&gt; vermutlich hat L’Oréal 1 Million Euro f&#252;r das Privileg gezahlt, Sponsor der 58. Berlinale sein zu d&#252;rfen.<span id="more-61"></span></p>
<p>Dieses Privileg beinhaltet mindestens:<br />
•	Nennung auf diversen Druckmaterialien<br />
•	Abdruck des Logos auf den Festivaltaschen &amp; -ausweisen, Lenyards.<br />
•	Zugang zu Festivalteilnehmern &amp; Besuchern: Auf der Berlinale-Website hei&#223;t es so sch&#246;n: „Der monet&#228;re und kreative Beitrag der privatwirtschaftlichen Partner erm&#246;glicht der Berlinale Jahr f&#252;r Jahr, […] den Aufenthalt der nahezu zwanzigtausend internationalen G&#228;ste w&#228;hrend des Festivals so angenehm wie m&#246;glich zu gestalten.“<br />
-&gt; F&#252;r L’Oréal hie&#223; das konkret, dass Goodie-Bags bei der Er&#246;ffnung und den Preisverleihungen verteilt wurden.<br />
-&gt; Hostessen verteilten au&#223;erdem in ausgew&#228;hlten Vorstellungen einzelne Produkte an das Publikum.<br />
-&gt; Die 20.000 verteilten Berlinale-Taschen enthielten wohl auch L’Oréal-Produkte (ich fand sie h&#228;&#223;lich und hab meine gar nicht erst angenommen).<br />
-&gt; Visagisten schminkten die Promis im VIP-Club und beim ZDF Schminkservice mit L’Oréal-Produkten. Dazu gibt es bei der <a title="Blog der Schminktante" href="http://schminktante.blogspot.com/2008/02/berlinale-2008-ein-blick-hinter-die.html">Schminktante</a> einen unterhaltsamen Beitrag, wie Jeanne Moreau keinen Abdeckstift wollte, Moritz Bleibtreu aber doch.<br />
•	Anzeigen (Au&#223;enwerbung, Berlinale-Kataloge etc.) sind hier &#252;brigens nicht enthalten. Diese wurden extra bezahlt.</p>
<h3>Welche flankierenden Ma&#223;nahmen hat der Sponsor durchgef&#252;hrt?</h3>
<p><a title="L'Oréal Schminkkubus" href="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/berlinale2008_03.jpg" rel="lightbox[61]"><img src="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/berlinale2008_03.jpg" alt="berlinale2008 03 Sternstunden des Kultursponsorings" align="middle" title="Sternstunden des Kultursponsorings" /></a>Es wurde eine spezielle Kampagne entwickelt: „Sternstunden der Sch&#246;nheit“. Neben den tiefen Taschen der Media-Planer fiel vor allem der Schminkkubus auf dem Potsdamer Platz auf. Eigens gebaut anl&#228;sslich des Jubil&#228;ums des Berlinale-Sponsorings. Hier konnten sich Frauen wie sie und ich in einem der „Berlinale-Looks“ schminken lassen.</p>
<p>Noch nie habe ich eine Kampagne gesehen, die mit einem derma&#223;en &#252;ppigen Etat so um das Sponsoring-Engagement entwickelt wurde. Es gab:<br />
•	Eine d&#252;rftige <a title="Sternstunden der Sch&#246;nheit" href="https://www.loreal-sternstunden.de/">Website</a>.<br />
•	Gewinnspiele (um einen Diamanten und in Kooperationen mit anderen Berlinale-Sponsoren, z.B. Vanity Fair und TV Movie, f&#252;r einen Berlinale-Besuch).<br />
•	Anzeigen-Kampagnen in Print, TV und Au&#223;enwerbung von Januar bis M&#228;rz.<br />
•	Extra Presseveranstaltungen, z.B. f&#252;r Redakteurinnen von Frauenzeitschriften, die sich ebenfalls in den „Berlinale-Looks“ schminken lassen konnten.<br />
•	Verst&#228;rkt wurde die Kampagne noch dadurch, dass das „L’Oréal-Gesicht“ Penelope Cruz <a title="Penelope Cruz im Welt-Interview" href="http://www.welt.de/kultur/article1660533/Schoenheit_hat_mir_nicht_immer_geholfen.html">pers&#246;nlich anwesend</a> war und sie Darstellerin in einem Wettbewerbs-Film war ()</p>
<p>Nur eine Frage konnte ich mir nicht beantworten: Warum Haarspray, warum Elnett als das Produkt, das auf allen Anzeigen zu sehen war? Das einzige, was mir eingefallen ist: Wenn die Auswahl Wimperntusche, Cremetiegel, Lipgloss und Haarspray umfasst, dann ist die hohe, goldene Dose vielleicht noch das am „glamour&#246;sesten“ aussehende Objekt. Erinnert irgendwie an den Oscar (oder die Siegess&#228;ule wie Berlinale-Direktor Dieter Kosslick scherzte).</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>1.	<strong>„Wer mit aufs Bild will, …“ – der Imagetransfer:</strong> ein A-Klasse Filmfestival und eine internationale Kosmetikmarke – ein perfektes Paar. Vor allem der Schminkkubus symbolisiert aus meiner Sicht wie die Kampagne geschickt jeder Frau das Gef&#252;hl vermittelte, so glamour&#246;s und sch&#246;n sein zu k&#246;nnen wie Penelope Cruz.<br />
2.	<strong>Langfristige</strong> Partnerschaft. Bei der 58. Berlinale feierte man den 10. Geburtstag dieser Sponsoring-Partnerschaft. Die Kommunikationsziele des Sponsors &#228;ndern sich, genauso wie die Ziele des Kulturprojekts. Da muss jedes Jahr wieder neu ausgehandelt werden, wer was wie erreichen m&#246;chte und wie man das gemeinsam erreichen kann. Bei der 55. Berlinale hatte L’Oréal beispielsweise die VIP-Lounge gesponsert, daf&#252;r war in diesem Jahr Vanity Fair zust&#228;ndig. L’Oréal hat dort dieses Mal „nur“ geschminkt.<br />
3.	Das Wichtigste zum Schluss: Angesichts des millionenschweren Engagements von L’Oréal, den Ressourcen, die das Unternehmen in die Entwicklung einer Kampagne rund um das Berlinale-Sponsoring gesteckt hat, aber auch aus den Statements der <a title="Sponsoring Berlinale" href="http://www.berlinale.de/de/das_festival/business_to_business/sponsoring/index.html">Berlinale-Organisatoren </a>selbst l&#228;sst sich klar ablesen, dass Sponsoring von beiden Seiten als <strong>echte Partnerschaft</strong> verstanden wird. So soll das Schlusswort nochmals Dieter Kosslick geh&#246;ren, der sich mit folgenden Worten bei der Er&#246;ffnungs-Gala bei den &#252;ber 60 Sponsoren bedankte: „Sie k&#246;nnen sich in den n&#228;chsten Tagen hier bei der Berlinale als Mitgastgeber f&#252;hlen, denn mit Ihnen zusammen haben wir das hier aus dem Boden gestampft.“</p>
<h3>Quellen</h3>
<p>•	Bortoluzzi Dubach, Elisa; Frey, Hansrudolf: Sponsoring – der Leitfaden f&#252;r die Praxis. Bern, Stuttgart, Wien: Verlag Paul Haupt, 2002. ISBN: 3-258-06496-2. S. 19.<br />
•	Causales: <a title="Studie Agentur Causales" href="http://www.kulturmarken.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=361&amp;Itemid=31">Studie</a> zum Kultursponsoringmarkt Deutschland 2007 von der Agentur Causales.<br />
•	Sch&#228;tzung Berlinale Budget 2008: <a title="Estimate Berlinale 2008 Budget" href="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/berlinalebudget.pdf">Hier</a> im Detail.<br />
•	Pleon: <a title="Studie Agentur Pleon" href="http://www.pleon.de/Studien.1166.0.html#c4451">Studie</a> Sponsoringtrends 2006 von der Agentur Pleon.</p>
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