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	<title>Kultur // Film // Marketing im Internetz &#187; kurzfilm</title>
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	<description>Kulturmarketing und Film im digitalen Zeitalter // Ein Blog von Jennifer Hoffmann</description>
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		<title>Premiere des ersten Real-3D-Films einer deutschen Filmhochschule am 11. Mai in Berlin</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 19:52:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 11. Mai 2010 um 17 Uhr feiert die 23-min&#252;tige Tragikom&#246;die TOPPER GIBT NICHT AUF! in der Astor Filmlounge Berlin in Anwesenheit der Hauptdarsteller Claude-Oliver Rudolph, Maximilian Vollmar und Anna-Maria Sturm ihre Premiere. Studierende der Hochschule f&#252;r Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam haben mit „Topper gibt nicht auf“ den ersten Real-3D-Film einer deutschen Filmhochschule [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 11. Mai 2010 um 17 Uhr feiert die 23-min&#252;tige Tragikom&#246;die TOPPER GIBT NICHT AUF! in der Astor Filmlounge Berlin in Anwesenheit der Hauptdarsteller Claude-Oliver Rudolph, Maximilian Vollmar und Anna-Maria Sturm ihre Premiere.</p>
<p><img class="size-full wp-image-391  alignleft" title="Filmplakat TOPPER GIBT NICHT AUF!" src="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/filmplakat-topper-gibt-nicht-auf.jpg" alt="filmplakat topper gibt nicht auf Premiere des ersten Real 3D Films einer deutschen Filmhochschule am 11. Mai in Berlin" width="510" height="721" /></p>
<p>Studierende der Hochschule f&#252;r Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam haben mit „Topper gibt nicht auf“ den ersten Real-3D-Film einer deutschen Filmhochschule produziert. Regie f&#252;hrte Félix Koch, das Drehbuch schrieb Florian Hawemann, die Produktionsleitung hatte Paul Andexel, f&#252;r die Bildgestaltung mit dem stereoskopischen Kamerapaar zeichnete Benjamin Raeder verantwortlich, den 3D-Schnitt &#252;bernahm Phillip Schindler und S&#246;nke Kirchhof war der Supervisor f&#252;r die aufwendige 3D-Postproduktion. Neben den genannten HFF-Studierenden waren viele weitere Teil des insgesamt 70 Personen umfassenden Stabs. Dar&#252;ber hinaus konnten prominente Schauspielerinnen und Schauspieler gewonnen werden wie Claude-Oliver Rudolph („Das Boot“, „James Bond 007: Die Welt ist nicht genug“), Maximilian Vollmar („Die Welle“, „Nancy and Frank – A Manhattan Love Story“) und Anna-Maria Sturm („Beste Zeit“, „Beste Gegend“). Sowohl die Schauspieler als auch das gesamte Team werden bei der Premiere anwesend sein.</p>
<p>TOPPER GIBT NICHT AUF! erz&#228;hlt die Geschichte von Axel, der Regie studiert und die m&#228;nnliche Hauptrolle seines aktuellen Films mit seinem Idol Til Topper besetzt. Beim Dreh entpuppt sich Topper als arroganter Exzentriker und droht, alles hinzuschmei&#223;en. Doch dann kommt Marleen. Sie spielt die weibliche Hauptrolle, weckt seinen Ehrgeiz und – sie ist Axels Freundin.</p>
<p>Regisseur Félix Koch erl&#228;utert die Herangehensweise zum Einsatz der 3D-Technik: „<em>Eigentlich erz&#228;hlen wir eine g&#228;nzlich untypische 3D-Geschichte: In &#8220;Topper&#8221; gibt es keine spitzen Gegenst&#228;nde, die aus der Leinwand ragen, keine Verfolgungsjagden durch interstellare Asteroidenfelder, keinen Ritt auf dem R&#252;cken eines Flugdrachen durch das Bl&#228;tterwerk eines fernen Dschungelplaneten. Wir erz&#228;hlen eine verzwickte Dreiecksgeschichte zwischen einem in die Jahre gekommenen Actionstar, einem &#252;berambitionierten Filmstudenten und seiner Freundin. Uns war es wichtig, die 3D-Technik nicht als effekthascherisches Bonbon einzusetzen, sondern als unterst&#252;tzendes Gestaltungselement der Dramaturgie f&#252;r unsere Geschichte zu nutzen. F&#252;r mich pers&#246;nlich war die Arbeit an &#8220;Topper&#8221; in jeder Hinsicht eine Bereicherung: Wir sind als Filmstudenten nun auf dem neusten Stand von Forschung und Technik und konnten dank des Drehs eine Menge &#252;ber die Arbeit an einem 3D-Set und den Umgang mit der dritten Dimension in der Postproduktion lernen.</em>“</p>
<p>Topper gibt nicht auf! wurde im Rahmen des 3D-Forschungsprojektes <a title="PRIME 3D" href="http://www.prime3d.de" target="_blank">PRIME </a>realisiert. PRIME ist die Abk&#252;rzung f&#252;r Produktions- und Projektionstechniken Immersiver Medien und wird vom Bundesministerium f&#252;r Wirtschaft und Technologie gef&#246;rdert. Acht f&#252;hrende deutsche Unternehmen und Forschungsinstitute schlossen sich zu einem Konsortium zusammen, um f&#252;r die Einf&#252;hrung des dreidimensionalen Medienkonsums in Kino, TV und Spielen zukunftsweisende Technik und tragf&#228;hige Gesch&#228;ftsmodelle zu entwickeln.</p>
<p>Wer bei der Premiere am 11. Mai dabei sein m&#246;chte, dem sei die Teilnahme an einem der Gewinnspiele bei unseren Partnern f&#252;r Premierentickets empfohlen:</p>
<ul>
<li>bis 08.05. bei der <a title="Digitale Leinwand Geburtstagsgewinnspiel" href="http://www.digitaleleinwand.de/2010/04/29/digitaleleinwand-feiert-1-geburtstag-und-ihr-bekommt-die-3d-geschenke-3d-kino-flatrate-filmpremieren-tickets-kinogutscheine-toy-story-3d-poster-signierte-3d-dvd/" target="_blank">Digitalen Geburtstags-Leinwand</a></li>
<li>bis 09.05. auf der <a title="Topper Website Gewinnspiel" href="http://www.topper3.de/blog/allgemein/die-grose-premieren-gewinnaktion/" target="_blank">Topper-Website</a></li>
<li>auch bis 09.05. bei <a title="Moviac Gewinnspiel f&#252;r Topper-Premiere" href="http://www.moviac.de/vorstellungen/143/" target="_blank">Moviac</a></li>
</ul>
<p>Weitere Infos zum Film gibt es unter:</p>
<ul>
<li><a title="Topper Website" href="http://www.topper3.de/">www.topper3.de</a>: Die prall gef&#252;llte Topper-Website</li>
<li><a title="Topper auf Facebook" href="http://www.facebook.com/3DTopper">www.facebook.com/3DTopper</a>: Werdet unser Freund und Fan!</li>
<li><a title="der Till Topper Twitter" href="http://www.twitter.com/tiltopper">www.twitter.com/tiltopper</a>: Sehr unterhaltsames und sehr zu empfehlendes Gezwitscher aus dem Leben eines Actionstars!</li>
<li><a title="Topper-Making of Material of Youtube" href="http://www.youtube.com/3DTopper">www.youtube.com/3DTopper</a>: Haufenweise kurze Features &amp; Interviews mit den Machern, die einen Blick hinter die Kulissen des Filmemachens in der dritten Dimension gew&#228;hren!</li>
<li><a title="Topper bei Moviac" href="http://www.moviac.de/filme/Topper+gibt+nicht+auf/">www.moviac.de/filme/Topper+gibt+nicht+auf/</a> F&#252;r eine Topper-Vorstellung auf Moviac stimmen!</li>
</ul>
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		<title>Gesch&#228;ftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 19:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fallstudien]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Organisatoren der stART-Konferenz, die Kunst und Kultur mit den sozialen Medien zusammenbringen m&#246;chten, rufen im Vorfeld der diesj&#228;hrigen Konferenz gemeinsam mit dem Kulturmanagement Network zu einer Blogparade zum Thema &#8220;Gesch&#228;ftsmodelle im Web 2.0&#8221; auf. Erst mal ein herzliches Dankesch&#246;n f&#252;r die gute Idee! In diesem Post m&#246;chte ich daf&#252;r anhand eines eigenen Projekts der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Organisatoren der <a title="stART-Konferenz" href="http://www.startconference.org" target="_blank">stART-Konferenz</a>, die Kunst und Kultur mit den sozialen Medien zusammenbringen m&#246;chten, rufen im Vorfeld der diesj&#228;hrigen Konferenz gemeinsam mit dem <a title="Kulturmanagement Network" href="http://www.kulturmanagement.net/" target="_blank">Kulturmanagement Network</a> zu einer Blogparade zum Thema &#8220;<a title="Blogparade der START-Konferenz" href="http://www.startconference.org/2010/04/05/blogparade-sonderheft-kulturmanagement-network-startconference-geschaftsmodelle-im-web-20/" target="_blank">Gesch&#228;ftsmodelle im Web 2.0</a>&#8221; auf. Erst mal ein herzliches Dankesch&#246;n f&#252;r die gute Idee!</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.startconference.org/wp-content/uploads/2010/04/blogparade-geschaftsmodelle-startconference-1.jpg" alt="blogparade geschaftsmodelle startconference 1 Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="550" height="224" title="Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" /></p>
<p>In diesem Post m&#246;chte ich daf&#252;r anhand eines eigenen Projekts der Frage nachgehen, wie das Web2.0 von Kurzfilm-Produzenten genutzt werden kann, um f&#252;r ihren Film eine Distribution in Kinos zu erhalten &#8211; ein Ziel, das gesch&#228;tzte 95% der Produktionen nie erreichen. Warum Kurzfilm-Distribution als Thema? Weil eine Kinodistribution f&#252;r Kurzfilme noch viel schwieriger zu organisieren ist als f&#252;r &#8220;normale&#8221;, abendf&#252;llende Filme. Vor allem aber, weil wir mit unserem Projekt in dieser Hinsicht neue Wege mit Hilfe des Web2.0 gegangen sind, die vielleicht auch f&#252;r Projekte in anderen Kultursparten anregend sein k&#246;nnten.</p>
<h3>Vertrieb von Kurzfilmen aus Produzenten-Sicht:  altes Modell ohne &#8220;Gesch&#228;ft&#8221;&#8230;</h3>
<p><a title="3DTopper_HDK_01_18 von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4368733952/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2691/4368733952_44ef9c23bd.jpg" alt="4368733952 44ef9c23bd Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="500" height="377" title="Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" /></a><br />
Kurz zum Hintergrund: Neben diversen Produktionsfirmen sind es in Deutschland vor allem die Filmausbildungsst&#228;tten, an denen Kurzfilme produziert werden. Die meisten davon als &#220;bungen, Experiemente, Versuche. Oftmals entstehen dabei kompakte Werke von hoher k&#252;nstlerischer Qualit&#228;t. Die w&#228;hrend ihrer Studienzeit entstandenen (Kurz-)Filme sind die &#8220;Visitenkarte&#8221; der jungen Filmemacher, mit der sie sich sp&#228;ter auf einem hart umk&#228;mpften Markt bewerben m&#252;ssen &#8211; sei es, um eine Position als Kameramann-/frau, Regisseur, Produzent etc. zu ergattern oder um Filmf&#246;rdergelder f&#252;r ihre n&#228;chsten, gr&#246;&#223;eren Projekte einzuwerben.</p>
<p>Nun gibt es in Deutschland f&#252;nf staatliche Filmhochschulen plus diverse teils private und anderweitig finanzierte Akademien. An all diesen Institutionen werden jedes Jahr unz&#228;hlige Kurzfilme hergestellt, an der gr&#246;&#223;ten der f&#252;nf staatlichen Hochschulen, der <a title="HFF &quot;Konrad Wolf&quot;" href="http://www.hff-potsdam.de/" target="_blank">Hochschule f&#252;r Film und Fernsehen &#8220;Konrad Wolf&#8221;</a> in Babelsberg, beispielsweise sind dies &#252;ber 200 Produktionen jedes Jahr. Da konkurrieren also j&#228;hrlich mehrere hundert Kurzfilme darum, eine weitere Verbreitung zu finden. Mit &#8220;weitere Verbreitung&#8221; ist vor allem das Kino, eventuell noch Fernsehen gemeint. Die Filmbranche ist traditionell und noch immer dem Netz gegen&#252;ber sehr skeptisch und beharrt auf den althergebrachten Verwertungsmustern, die kostenloses Abspielen im Internet zumeist kategorisch ablehnen. H&#228;ufig sehen die Produktionsvertr&#228;ge der Hochschulen vor, dass die Studierenden ihren Film nicht online zur Verf&#252;gung stellen d&#252;rfen.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund erkl&#228;rt sich dann auch das &#8220;alte&#8221; oder klassische Vertriebsmodell f&#252;r Kurzfilme ganz fix: Die besten Kurzfilme eines Jahres werden an den Hochschulen ausgew&#228;hlt und deutschland- oder teils Europa-weit bei Filmfestivals eingereicht. Wird einer der Filme in der Kurzfilmsektion eines Festivals angenommen, ist das bereits ein immenser Erfolg (hier ein <a title="&quot;Our wonderful nature&quot; bei den Oscars" href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,628142,00.html" target="_blank">Beispiel eines HFF-Animationsfilms</a>). Gewinnt er gar einen Preis, kommt das einem Sechser im Lotto gleich, auch wenn einen das &#8211; zumindest hierzulande &#8211; <a title="1 Jahr danach: Kurzfilm-Oscar-Gewinner Freydank" href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,681670,00.html" target="_blank">nicht unbedingt reich oder ber&#252;hmt </a>machen muss. Wichtig f&#252;r die jungen Filmemacher ist, dass sie die Festivalbeteiligungen in ihrer Filmographie vermerken k&#246;nnen. Geld verdient damit niemand, in der Regel werden nicht einmal die Produktionskosten durch die Preisgelder gedeckt.</p>
<p>In einem Zeitalter, da Vorfilme gar nicht mehr und Kurzfilme au&#223;erhalb von Festivals kaum gezeigt werden, ist das alte Gesch&#228;ftsmodell also gar kein Gesch&#228;ftsmodell, sondern ein Gl&#252;cksspiel mit ein wenig PR und Reputation als Hauptgewinn. Wie k&#246;nnen da soziale Medien und das Web2.0 neue Ans&#228;tze bieten? Wie kann man also mit Hilfe der neuen Medien einen Erfolg (= Vorf&#252;hrung des Kurzfilms in Kinos au&#223;erhalb von spezialisierten Festivals) in einem &#252;ber hunderj&#228;hrigen Medium erreichen?</p>
<h3>Einblick: der erste Real-3D-Film einer deutschen Filmhochschule</h3>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 520px"><img title="Das offizielle Topper gibt nicht auf! Filmplakat" src="http://www.digitaleleinwand.de/wp-content/uploads/2010/04/Filmplakat-Topper-gibt-nicht-auf.jpg" alt="Filmplakat Topper gibt nicht auf Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="510" height="721" /><p class="wp-caption-text">Das offizielle Topper gibt nicht auf! Filmplakat</p></div>
<p>Wie schon <a title="Topper Ank&#252;ndigung" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/02/17/der-erste-real-3d-film-einer-deutschen-filmhochschule/" target="_self">eins</a>, <a title="Topper-Artikel in der MAZ" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/03/06/mehr-3d-effekte-als-avatar/" target="_self">zwei</a>, <a title="Topper Screening &amp; Premierentickets" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/04/17/hff-3d-film-vorab-praesentation-2304-premierentickets-zu-gewinnen/" target="_self">drei </a>Mal berichtet, hat die HFF Babelsberg ihren ersten 3D-Film gedreht, f&#252;r den die Verfasserin dieses Artikels als Producerin verantwortlich zeichnet.  <a title="Topper Website" href="http://www.topper3.de" target="_blank">TOPPER GIBT NICHT AUF!</a> erz&#228;hlt die Geschichte von Axel, der Regie studiert und die m&#228;nnliche Hauptrolle seines aktuellen Films mit seinem Idol Til Topper besetzt. Beim Dreh entpuppt sich Topper als arroganter Exzentriker und droht, alles hinzuschmei&#223;en. Doch dann kommt Marleen. Sie spielt die weibliche Hauptrolle, weckt seinen Ehrgeiz und – sie ist Axels Freundin.</p>
<p>Selten wurde ein 25-Min&#252;ter mit einem derartigen Personalaufwand (etwa 100 Personen insgesamt in Stab und Besetzung) und so komplexer Technik an der HFF gedreht. Selten ist auch die Einbettung einer Kurzfilmproduktion in den gr&#246;&#223;eren Rahmen eines vom Bundeswirtschaftsministerium gef&#246;rderten <a title="PRIME 3D" href="http://www.prime3d.de" target="_blank">Forschungsprojekts</a> (www.prime3d.de). Selten gut war auch das Timing f&#252;r das Projekt: Drehbeginn war im November 2009, genau einen Monat vor der Europa-Premiere von AVATAR und so konnte unsere kleine 3D-Produktion auf der ganz gro&#223;en Cameron-3D-Welle mitreiten. Eine echte Ausnahme ist das Genre dieses Films: Bisher gab es in 3D nur Action, Thriller, Horror, Family-Entertainment, Sci-Fi etc. zu sehen, aber keine Tragikom&#246;die &#8211; und schon gar nicht eine &#252;ber einen alternden 80&#8242;er Jahre Actionstar gespielt von Claude-Oliver Rudolph. Au&#223;erdem gab es auch noch einen &#8220;Wir sind die ersten!&#8221;-Erfolg zu verbuchen. Bisher gab es von deutschen Filmhochschulen &#8220;nur&#8221; Animationsfilme in 3D, die mit wesentlich geringerem technischen Aufwand zu realisieren sind als sogenannte Realfilme mit echten Schauspielern, Sets etc., oder aber nur ganz kurze Real-3D-Film-Versuche. Da war Topper die erste gro&#223;e Produktion deutschlandweit! Bemerkenswert ist auch die hochkar&#228;tige Besetzung mit Bond-B&#246;sewicht Claude-Oliver Rudolph, Polizeiruf 110-Kommissarn Anna-Maria Sturm und Maximilian Vollmar, der schon an J&#252;rgen Vogels Seite in DIE WELLE gespielt hat. Und dann war da noch ein talentiertes und au&#223;ergew&#246;hnlich motiviertes studentisches Produktionsteam, das erkannte, dass es hier ein echtes Ausnahmeprodukt von Kurzfilm sein Eigen nennen durfte, mit dem es zwar ganz sicher nicht reich, aber in aller Bescheidenheit ein klitzekleinwenig ber&#252;hmt werden k&#246;nnte!</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><a title="3DTopper_HDK_01_09 von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4367983689/"><img title="Testaufnahmen mit dem 3D-Kamerarigg" src="http://farm5.static.flickr.com/4032/4367983689_40bb444e11.jpg" alt="4367983689 40bb444e11 Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="500" height="377" /></a><p class="wp-caption-text">Testaufnahmen mit dem 3D-Kamerarigg mit Kameramann Benjamin Raeder (links) und Stereographer Michael Laakmann (Mitte)</p></div>
<h3>Marketing und Vertrieb mit Hilfe des Web2.0 f&#252;r einen 3D-Kurzfilm</h3>
<p>Mit einem Marketingbudget, das gerade so den Druck von einigen Flyern und Postern und das Mieten eines Kinos f&#252;r die Premiere in Berlin erlaubte, war von Anfang an klar, dass vor allem das Netz f&#252;r die Vermarktung genutzt werden sollte. Ziel war und ist es, eine m&#246;glichst gro&#223;e Fangemeinde f&#252;r diesen Film aufzubauen, um potentiellen Verleihern zu demonstrieren, dass es Leute gibt, die diese 3D-Tragikom&#246;die sehen m&#246;chten und daf&#252;r eine Kinokarte oder DVD/Bluray kaufen w&#252;rden. Die Alleinstellungsmerkmale lagen auf der Hand: Claude-Oliver Rudolph als Hauptdarsteller und eine rein deutsche, low-budget 3D-Produktion, die mit zwei &#8220;Firsts&#8221; (die erste 3D-Tragikom&#246;die und der erste Real-3D-Film einer deutschen Filmhochschule) aufzuwarten hatte.</p>
<h3>Kooperation mit Moviac</h3>
<p>Zentraler Dreh- und Angelpunkt der Kampagne ist die Kooperation mit der online Plattform <a title="moviac" href="http://www.moviac.de/" target="_blank">moviac &#8211; Deine Wunschfilme im Kino</a>! Seit 2009 ist Moviac bereits online und versteht sich als Angebot f&#252;r alle, die ihr lokales Kinoprogramm aktiv mitgestalten wollen. Dabei steht Moviac f&#252;r movie maniac &#8211; filmverr&#252;ckt. Filmfans k&#246;nnen sich mit Gleichgesinnten vernetzen und so ihren Wunschfilm in ein Kino in der N&#228;he bringen. Aus mehr als 2000 Filmen &#8211; Klassiker, Arthouse- und Independent-Produktionen oder eben 3D &#8211; kann die moviac-Gemeinde bereits w&#228;hlen, und mehr als 150 Partnerkinos wurden in Deutschland f&#252;r das Projekt gewonnen. Letztes Jahr wurde das Portal sogar mit dem Innovationspreis der Bundesregierung im Bereich Film geehrt. Der interaktive Dialog in der Kinobranche hat begonnen, der in einem <a title="Zeit online: Die Zukunft des Kinos?" href="http://www.zeit.de/kultur/film/2010-04/klick-und-film" target="_blank">Artikel bei Zeit online</a> vor wenigen Tagen beleuchtet wurde.</p>
<p><a title="F&#252;r Topper gibt nicht auf bei Moviac stimmen!" href="http://www.moviac.de/filme/Topper+gibt+nicht+auf/" target="_blank">Auch f&#252;r Topper kann nun auf Moviac per Mausklick gestimmt werden.</a> Stand Ende April: knapp 40 Stimmen [Nachtrag: Stand im Mai zur Filmpremiere: etwa 120 Stimmen]. Angesichts dessen, dass bisher etwa 3900 Filmw&#252;nsche bei Moviac insgesamt eingegangen sind, wir also etwa 1% der Gesamtstimmen auf der Plattform haben, finde ich das durchaus akzeptabel.<br />
<a title="Das Publikum war begeistert von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4560556646/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4047/4560556646_85407498a5.jpg" alt="4560556646 85407498a5 Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="500" height="333" title="Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" /></a></p>
<h3>Seitenblick</h3>
<p>Au&#223;erhalb Deutschlands gibt es bereits einige Beispiele f&#252;r Filme, die mit einer &#228;hnlichen Strategie erfolgreich vertrieben wurden. Am bekanntesten ist der Klimafilm <a title="Age of Stupid Website" href="http://www.ageofstupid.net/" target="_blank">AGE OF STUPID</a>, f&#252;r den extra die Plattform <a title="Indiescreenings" href="http://www.indiescreenings.net/" target="_blank">Indie Screenings</a> gegr&#252;ndet und programmiert wurde. Nach eigenen Angaben haben die beiden Filmemacherinnen mit den Vorf&#252;hrungen allein 110.000 GBP umgesetzt. Indie Screenings kann vor allem f&#252;r die Organisation von Vorf&#252;hrungen au&#223;erhalb von Kinos, also z.B. in Schulen, Kirchen, daheim oder sonst wo, genutzt werden. Im Katalog sind einige ausgew&#228;hlte Dokumentarfilme verzeichnet. Aufgrund eines Relaunches im Juni liegt die Seite allerdings gerade etwas brach. Ein weiteres Beispiel sind die finnischen Macher von <a title="Ironsky" href="http://www.ironsky.net/site/" target="_blank">IRONSKY,</a> &#252;ber deren <a title="IRON SKY Social Media Kampagne" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/02/26/fallstudie-filmmarketing-in-sozialen-netzwerken-teil-1-die-kommunikationskanaele-von-iron-sky/" target="_blank">Web2.0 Marketing-Kampagne</a> ich bereits berichtet habe. Sie haben auf &#228;hnliche Weise 7.500 Stimmen f&#252;r k&#252;nftige Vorf&#252;hrungen ihres noch in der Produktion befindlichen Films gesammelt.</p>
<p>Eine Kooperation mit Moviac zu vereinbaren ist schon eine feine Sache, doch hilft einem das gar nicht, wenn niemand f&#252;r den eigenen Film dort stimmt. Deshalb musste auch f&#252;r Topper eine kreative Marketing-Kampagne her. Angesichts des bereits erw&#228;hnten geringen Marketingbudgets und der Konzentration auf online Medien wollten wir aber noch einen Schritt &#252;ber die &#252;blichen Facebook-Fanpages, Produktionstweets etc. hinaus gehen. Statt dessen entschieden wir uns daf&#252;r, die Geschichte des Films im Web weiter zu f&#252;hren. In Neudeutsch hei&#223;t so was jetzt crossmediale Stoffentwicklung. Darin liegt meines Erachtens ein gro&#223;es kreatives Potential, das gerade von Kunst- und Kulturprojekten aller Coulour in Verbindung mit online und mobilen Medien noch viel zu wenig genutzt wird.</p>
<h3>Die Weiterf&#252;hrung der Topper-Geschichte im Netz&#8230;</h3>
<p>Til Topper lebt und ist echt! Das war das Credo unserer Kampagne. Daf&#252;r wurde unter <a title="Til Toppers Website" href="http://www.tiltopper.de" target="_blank">www.tiltopper.de</a> eine Website f&#252;r unseren Hauptprotagonisten kreiert, die Infos zu seinen fr&#252;heren Filmerfolgen enth&#228;lt. Topper hat ein <a title="Till Topper bei Facebook" href="http://www.facebook.com/#!/3DTopper" target="_blank">Facebook-Profil</a> und twittert t&#228;glich Geschichten von den Drehschaupl&#228;tzen der Welt. Auch haben wir bei Wikipedia eine Biographie f&#252;r ihn angelegt, doch die wurde mit dem Hinweis &#8220;Unsinn&#8221; innerhalb weniger Stunden gel&#246;scht. Schade eigentlich <img src='http://www.jenniferhoffmann.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="icon wink Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" class='wp-smiley' title="Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" />  Die Plots zu den fr&#252;heren Filmen, die wirklich gro&#223;artige Topper-Biographie (nachzulesen <a title="Til Topper Biographie" href="http://www.topper3.de/blog/cast-crew/biographie-til-topper/" target="_blank">hier</a>) und die t&#228;gliche Twitter-Dosis Wahnsinn von den Sets der Topper-Actionfilme werden von Drehbuchautor <a title="Florian Hawemann" href="http://www.florianhawemann.de/home/Florian_Hawemann___Autor.html" target="_blank">Florian Haweman</a> geschrieben. Den <a title="Til Topper Twitter" href="http://twitter.com/tiltopper" target="_blank">Toppertwitter</a> kann ich &#252;brigens nur w&#228;rmsten empfehlen, mir erhellt er regelm&#228;&#223;ig meinen manchmal etwas grauen Arbeitsalltag!</p>
<p>Der 3D-Dreh und die Postproduktionsphase wurden von einem kleinen Making-of-Team begleitet, das weit mehr gutes Material sammelte, als in dem 15-min&#252;tigen Making of verwendet werden konnte. Deshalb entschloss sich Produktions- und Marketingleiter <a title="Paul Andexel" href="http://www.paulandexel.com/" target="_blank">Paul Andexel</a>, daraus sogenannte Featurettes &#8211; oder auch gerne Topperettes genannt &#8211; zu bauen, die auf  <a title="Topper-Kanal auf Youtube" href="http://www.youtube.com/3DTopper" target="_blank">Youtube</a> und der <a title="Topper Website" href="http://www.topper3.de/blog/" target="_blank">Topper-Website</a> einen Blick hinter die Kulissen dieser Produktion erlauben. Mehrmals pro Woche werden Interviews oder Featurettes zu einem bestimmten Thema ver&#246;ffentlicht.</p>
<p><a title="Operation Kobra von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4355273443/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2677/4355273443_450cfa8523.jpg" alt="4355273443 450cfa8523 Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="354" height="500" title="Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" /></a></p>
<p>Regisseur <a title="Félix Koch" href="http://www.feko.net" target="_blank">Félix Koch</a> hat vor seinem HFF-Studium u.a. das Merchandising f&#252;r Bernd das Brot gemacht und somit viel Erfahrung in der Gestaltung von Plakaten etc. So stammt das gesamte Artwork f&#252;r TOPPER GIBT NICHT AUF als auch f&#252;r die fr&#252;heren Actionfilme Til Toppers aus seiner Feder. Das Drehbuch sieht am Anfang des Films eine Montagesequenz alter Topper-Filmplakate vor. Sowohl der Regisseur als auch der Hauptdarsteller haben einen Faible f&#252;r alte Actionfilmplakate und so war es ein Leichtes f&#252;r Félix, Claude-Oliver Rudolph zu einer Fotosession vor Greenscreen f&#252;r diese Intro-Montagsequenz zu &#252;berreden. Daraus ist u.a. das &#8220;Operation Kobra&#8221;-Plakat entstanden, das wir alle so gut fanden, dass wir es im Zuge der &#8220;Topper ist wirklich echt&#8221;-Kampagne drucken lie&#223;en. Mit diesen Materialien wurde dann auch die <a title="Til Toppers Website" href="http://www.tiltopper.de" target="_blank">Til Topper Website</a> best&#252;ckt.</p>
<div id="attachment_383" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-383 " title="topper_website" src="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/topper_website.jpg" alt="topper website Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="500" height="264" /><p class="wp-caption-text">www.topper3.de Screenshot</p></div>
<p>All diese Aktivit&#228;ten werden auf der <a title="Topper Website" href="www.topper3.de" target="_blank">www.topper3.de</a> Website zusammengef&#252;hrt. Hier gibt es Links zu allem zuvor genannten Content, regelm&#228;&#223;ige Blogeintr&#228;ge, <a title="Topper-Gewinnspiel" href="http://www.topper3.de/gewinnspiel/" target="_blank">Gewinnspiele</a>, aktuelle Informationen zum Fortgang der Produktion etc.</p>
<h3>&#8230; in Kombination mit klassischer Presse- und &#214;ffentlichkeitsarbeit</h3>
<p>Drei Pressemitteilungen wurden zu Topper ver&#246;ffentlicht und &#252;ber den Hochschul-Presseverteiler als auch einen eigenen Verteiler, den das Team aufgebaut hat, versendet. Die erste Mitteilung war eine Einladung zum Pressegespr&#228;ch am vorletzten Tag der Dreharbeiten mit Besuch des Sets, wo Darsteller und Crew zur Beantwortung von Fragen zur Verf&#252;gung standen und die 3D-Kameratechnik aufgebaut war. Die Resonanz war sehr positiv und etwa ein Dutzend Pressevertreter erschienen, darunter auch ein Journalist f&#252;r die ddp-Presseagentur. Dank der ddp-Meldung wurde in s&#228;mtlichen regionalen als auch vielen &#252;berregionalen Tageszeitungen und online Nachrichten-Portalen &#252;ber den Topper-Dreh berichtet. Urspr&#252;nglich war die Wahl des Drehtermins in der zweiten Novemberh&#228;lfte vor allem der Raumbelegung des gro&#223;en HFF-Studios geschuldet gewesen, wo dies der fast einzige freie Termin f&#252;r uns war. Aus Marketingsicht erwies sich dieser aber als perfektes Timing, da er &#8211; wie bereits erw&#228;hnt &#8211; nur wenige Wochen vor der AVATAR-Premiere lag und s&#228;mtliche Medien zu dem Zeitpunkt besonders sensibilisiert waren f&#252;r das 3D-Thema. Dies muss man ehrlicherweise einr&#228;umen angesichts der wirklich &#252;berw&#228;ltigenden Resonanz, die unser Projekt in den alten Medien fand &#8211; schlie&#223;lich ist Topper auch nur einer von hunderten studentischer Kurzfilme des Jahres 2009/2010.</p>
<p>Trotz dieser Einschr&#228;nkung haben wir aber auch vieles richtig gemacht bei der Pressearbeit: Wir haben ein professionelles Presskit mit allen Informationen und Bildern zusammengestellt, haben viel Arbeit in den Verteileraufbau gesteckt, hatten einen Standfotografen dabei, der die Dreharbeiten begleitet hat, so dass wir gutes Fotomaterial vom Film als auch den Filmarbeiten selbst anzubieten hatten, wir haben die Alleinstellungsmerkmale schl&#252;ssig und auch f&#252;r Laien nachvollziehbar kommuniziert.</p>
<p>Nicht unerw&#228;hnt lassen m&#246;chte ich, dass wir nat&#252;rlich nicht nur die Holzmedien mit Informationen versorgten, sondern bevorzugt auch Webseiten und Blogs, die sich auf das Thema Film spezialisiert haben. Besonders hervorzuheben ist die mittlerweile freundschaftliche Partnerschaft mit Gerold Marks von der <a title="Die Digitale Leinwand das Blog!" href="http://www.digitaleleinwand.de/" target="_blank">Digitalen Leinwand</a>, dem mit Abstand wichtigsten Blog zum Thema Kino, Digitalisierung des Kinos und 3D in Deutschland. Gerold hat uns den Kontakt zu Moviac vermittelt, hat regelm&#228;&#223;ig &#252;ber Topper berichtet &#8211; und das auch noch ausf&#252;hrlich und ohne sachliche Fehler in den Artikeln (im Gegensatz zu einigen haarstr&#228;ubenden Fehlern in der Berichterstattung mancher Tageszeitung). Mit &#252;ber 350.000 Besuchern im ersten Jahr des Blog-Bestehens ist die digitale Leinwand der wichtigste Multiplikator f&#252;r uns. Dort werden &#252;brigens anl&#228;&#223;lich des ersten Geburtstags der Digitalen Leinwand <a title="Die Digitale Leinwand das Blog!" href="http://www.digitaleleinwand.de/2010/04/29/digitaleleinwand-feiert-1-geburtstag-und-ihr-bekommt-die-3d-geschenke-3d-kino-flatrate-filmpremieren-tickets-kinogutscheine-toy-story-3d-poster-signierte-3d-dvd/" target="_blank">Karten f&#252;r die Topper-Premiere verlost</a>!</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a title="Félix Koch erkl&#228;rt die Welt von 3D von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4560557880/"><img title="Regisseur Félix Koch beim Werkstatt-Gespr&#228;ch beim Sehs&#252;chte Festival 2010" src="http://farm4.static.flickr.com/3050/4560557880_8beed67fdc.jpg" alt="4560557880 8beed67fdc Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Regisseur Félix Koch beim Werkstatt-Gespr&#228;ch beim Sehs&#252;chte Festival 2010</p></div>
<p>Auch in Sachen &#214;ffentlichkeitsarbeit waren wir r&#252;hrig: Zur Berlinale 2010 gab es in einer 50-er Auflage DVDs mit einem ersten Trailer (in anaglyph 3D), &#8220;Operation Kobra&#8221; Flyer und Postkarten.  Mindestens einer vom Team war bei allen einschl&#228;gigen 3D-Veranstaltungen, die w&#228;hrend der Berlinale stattfanden, als auch bei Empf&#228;ngen, die von unseren Partnern veranstaltet wurden, anwesend und hat dort Netzwerkarbeit geleistet und das Marketingmaterial verteilt. Schon w&#228;hrend der Berlinale wurden Kontakte zu potentiellen Verleihern gesucht, der Presseverteiler erweitert etc. Auch bei allen anderen Veranstaltungen, die in der Hauptstadtregion seit Oktober letzten Jahres zu 3D stattgefunden haben, war immer mindestens einer von uns dabei. Dank der Kombination dieser Ma&#223;nahmen ist unsere Produktion mittlerweile in der Branche recht bekannt.</p>
<h3>Ausblick</h3>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a title="&amp;quot;Topper gibt nicht auf&amp;quot; 20 von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4322701925/"><img title="Setfoto mit den Hauptdarstellern Maximilian Vollmar, Anna-Maria Sturm, Claude-Oliver Rudolph" src="http://farm5.static.flickr.com/4037/4322701925_e46e27e5e4.jpg" alt="4322701925 e46e27e5e4 Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Setfoto mit den Hauptdarstellern Maximilian Vollmar, Anna-Maria Sturm, Claude-Oliver Rudolph</p></div>
<p>Nun liegt die Deadline f&#252;r diese Blogparade vor dem Premierentermin. Deshalb kann jetzt f&#252;r Topper noch nicht berichtet werden, ob die neuen Medien erfolgreich eingesetzt werden konnten, um aus den Reihen der alten Medien einen Verleih f&#252;r Topper zu finden. Auf diesem Blog wird das Ergebnis unserer Bem&#252;hungen selbstverst&#228;ndlich nachgereicht werden! Angesichts der f&#252;r einen Kurzfilm sehr schwierigen L&#228;nge von 25 Minuten bin ich da eher pessimistisch. Da er als Vorfilm zu lang ist, w&#228;re die einzige M&#246;glichkeit eine Art &#8220;Packaging&#8221; mit anderen 3D-Kurzfilmen. Aber vielleicht schaffen wir es ja auf Moviac genug Stimmen zu erhalten, um neben der Premiere noch ein, zwei oder gar drei Vorf&#252;hrungen des Films in 3D f&#252;r ein Publikum au&#223;erhalb unserer eigenen Hochschule zu organisieren. Das w&#228;re dann tats&#228;chlich ein gro&#223;er Erfolg aus meiner Sicht! Topper ist ganz sicher ein Nischenprodukt, f&#252;r den eine Plattform wie Moviac auch nur begrenzt etwas erreichen kann. Hat man jedoch einen Film, der eine gr&#246;&#223;ere Publikumsnische bedient wie die genannten Beispiele AGE OF STUPID oder IRON SKY, dann l&#228;sst sich in Verbindung mit einer Web2.0-Kampagne und einem Portal wie Moviac sicherlich eine stattliche Anzahl von Vorf&#252;hrungen arrangieren.</p>
<p>&#196;hnliche Ans&#228;tze gibt es in der Musikbranche nat&#252;rlich schon viel l&#228;nger, aber f&#252;r Film und Kino ist das noch sehr neu und gerade im Experimentierstadium. Mir ist in Deutschland au&#223;er Topper kein anderer Film bekannt, der noch w&#228;hrend der Produktionszeit versucht hat, Stimmen f&#252;r eine Vorf&#252;hrung vor Ort in lokalen Kinos zu sammeln. F&#252;r die Mehrheit der Filmproduktionen wird das auch k&#252;nftig nicht der heilige Gral sein, aber f&#252;r spezielle Produktionen wie die unserige l&#228;sst sich damit sicherlich mehr erreichen, als in halb Berlin zu plakatieren. Von Gesch&#228;ftsmodell kann schon mal gar nicht die Rede sein. Doch fairerweise sollte man ber&#252;cksichtigen, dass das f&#252;r den Gro&#223;teil der deutschen Filmbranche gilt, die ohne massive staatliche Filmf&#246;rderung n&#228;mlich auch kein Gesch&#228;ftsmodell vorzuweisen h&#228;tte. Aber das ist eine ganz andere Geschichte&#8230; Ich f&#252;r meinen Teil w&#252;rde mich jedenfalls freuen, wenn man auf den Filmographien des Filmnachwuchses k&#252;nftig nicht nur die Festivalbeteiligungen verzeichnet finden w&#252;rde, sondern auch die durch online Voting initiierten Publikumsvorf&#252;hrungen!</p>
<p><em>Alle Bilder: Cristian Pirjol oder Benjamin Raeder f&#252;r HFF&#8221;Konrad Wolf&#8221;/ Topper gibt nicht auf! www.topper3.de<br />
</em></p>
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		<title>Topper 3D heute Abend beim Berliner Filmforum</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 09:29:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute Abend werden Regisseur Félix Koch, Produktions- und Marketingleiter Paul Andexel, Postproduction Supervisor S&#246;nke Kirchhof und meine Wenigkeit beim Berliner Filmforum den 3D-Kurzfilm TOPPER GIBT NICHT AUF! vorstellen. Wer sich f&#252;r die Produktion von 3D-Filmen oder aber auch innovativer Vermarktung von Filmen mit Hilfe von social media interessiert, der ist herzlich willkommen an unserem Stand. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class=" aligncenter" title="Berliner Filmforum" src="http://api.ning.com/files/gQhmoXdeyHBi3nuuiVCvJAwJASfEeq6m4pbeGlr7evBqmHNkNLzgng7ZgQ*zNfoCGeOXZrG0T4i8JwJmwUThTmg3GeZX6J-E/BFF_Logo.jpg?width=475&amp;height=129&amp;xn_auth=no&amp;type=pjpeg" alt=" Topper 3D heute Abend beim Berliner Filmforum" width="475" height="129" /></p>
<p>Heute Abend werden Regisseur <a title="Felix Koch" href="http://www.feko.net" target="_blank">Félix Koch</a>, Produktions- und Marketingleiter <a title="Paul Andexel" href="http://www.paulandexel.com/blog/" target="_blank">Paul Andexel</a>, Postproduction Supervisor <a title="S&#246;nke Kirchhof" href="http://www.crew-united.com/index.asp?show=memberdetail&amp;ID=47667" target="_blank">S&#246;nke Kirchhof</a> und meine Wenigkeit beim <a title="Berliner Filmforum" href="http://club.berlinerfilmforum.de/" target="_blank">Berliner Filmforum</a> den 3D-Kurzfilm <a title="Topper gibt nicht auf!" href="http://www.topper3.de" target="_blank">TOPPER GIBT NICHT AUF!</a> vorstellen. Wer sich f&#252;r die Produktion von 3D-Filmen oder aber auch innovativer Vermarktung von Filmen mit Hilfe von social media interessiert, der ist herzlich willkommen an unserem Stand. Karten gibt es noch an der Abendkasse!</p>
<p>Was: <strong>Trailer und Ausschnitte von  <a title="Topper gibt nicht auf!" href="http://www.topper3.de" target="_blank">TOPPER GIBT NICHT AUF!</a> </strong>in der Anaglyph-Version und<strong> Gespr&#228;che mit den Machern dieses  3D-Films</strong></p>
<p>Wann: <strong>Dienstag, 27.04.2010, ab 19:00 Uhr</strong></p>
<p>Wo: <strong>Berliner Filmforum im <a title="Adagio" href="http://www.adagio.de" target="_blank">Adagio</a>,  Marlene-Dietrich-Platz 1 </strong>(am Potsdamer Platz), 10785 Berlin</p>
<p>Weitere Infos: <a title="Berliner Filmforum" href="http://club.berlinerfilmforum.de/" target="_blank">hier!</a></p>
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		<title>Altmodische Handyfilme beim Mobile Film Festival</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 21:24:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern wurden beim zweiten deutschen Festival des Handyfilms im Roten Salon in Berlin die Preise verliehen. 170 Filme wurden eingereicht, eine Jury w&#228;hlte die Preistr&#228;ger aus und das Publikum sms-te f&#252;r den Publikumspreis. Immerhin war der Spiegel dabei und die Gewinnerin erhielt 1000€ Preisgeld f&#252;r ihre mysteri&#246;s-melancholische Adaption einer Kurzgeschichte von Anna Schnatz. Erfreulich, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern wurden beim zweiten deutschen <a title="mobile film festival" href="http://de.mobilefilmfestival.com">Festival des Handyfilms</a> im Roten Salon in Berlin die Preise verliehen. 170 Filme wurden eingereicht, eine Jury w&#228;hlte die Preistr&#228;ger aus und das Publikum sms-te f&#252;r den Publikumspreis. Immerhin war der <a title="Spiegel online Artikel" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,546754,00.html">Spiegel </a>dabei und die Gewinnerin erhielt 1000€ Preisgeld f&#252;r ihre mysteri&#246;s-melancholische Adaption einer Kurzgeschichte von <a title="Tippgemeinschaft des Deutschen Literaturinstituts Leipzig" href="http://www.dll-tippgemeinschaft.de/TG08/a_schnatz.html">Anna Schnatz</a>. Erfreulich, dass die Veranstalter Bargeld offerierten und es nicht nur Ruhm und Ehre zu gewinnen gab. Die Preistr&#228;ger, aber auch die 166 anderen Teilnehmer, die leer ausgingen, haben daf&#252;r aber einen hohen Preis bezahlt.</p>
<h3>Fragw&#252;rdige Teilnahmebedingungen</h3>
<p>Folgende Bedingung schmarotzten die Veranstaltern den Machern der Handyfilme ab:</p>
<p>&#8220;Beginnend mit dem Festival ist Mobilevent <strong>f&#252;r die Dauer von zwei Jahren</strong> berechtigt, <strong>ohne Gegenleistungen</strong> auf der Internetseite des Mobile Film Festivals sowie auf den Internetseiten der Medienpartner des Festivals auf nicht-kommerzieller Basis und zum Zweck der Bewerbung der Filme, der Teilnehmer und des Festivals, die zugelassenen Filme zu zeigen. [...]Die Teilnehmer gestatten dies ausdr&#252;cklich und verpflichten sich, ab Beginn des Festivals <strong>f&#252;r die Dauer von zwei Jahren keine anderweitigen Exklusivrechte</strong> f&#252;r die zugelassenen Filme zu vergeben.&#8221; (Hervorhebungen von mir)</p>
<p>Meiner Kenntnis nach w&#252;rde sich in der Filmbranche kein Mensch auf derlei Bedingungen einlassen. <span id="more-65"></span>So weit ich wei&#223;, ist in den Teilnahmebedingungen der Filmfestivals die Anzahl der Vorf&#252;hrungen genau definiert und die Veranstalter verpflichten sich, alle dar&#252;ber hinaus gehenden erst von den Produzenten genehmigen zu lassen. Nun erfordert das Internet da sicherlich andere Richtlinien. Doch werden die Filmemacher hier jeglicher Chancen beraubt, mit ihren Filmen auch nur einen Cent zu verdienen. Wie weit wird mobile TV sich innerhalb der n&#228;chsten zwei Jahren verbreiten? Sicherlich rasant. Doch leider haben die Teilnehmer dieses Festivals nicht die Gelegenheit, aus ihren Filmen Kapital zu schlagen. Und was will mobilevent &#252;berhaupt mit den Rechten an 170 deutschen Filmen, zumal die Website des Unternehmens ausschlie&#223;lich auf Franz&#246;sisch existiert?</p>
<h3>Neue Plattform, alter Stil</h3>
<p>Aus meiner Sicht ist auff&#228;llig und bedauerlich zugleich, dass sowohl die Gewinnerfilme als auch die anderen Einreichungen, die ich mir angeschaut habe, alle noch &#8220;old school&#8221; sind: Kurzfilme in klassischer Fernseh- oder Kinomanier. Kleine, in sich abgeschlossene Geschichten, die man auch auf einem Studentfilmfestival h&#228;tte sehen k&#246;nnen, mit Kamerafahrten, aufwendiger Vertonung und allem Pipapo. Wenige nur haben sich die spezifischen Eigenschaften des Mobiltelefons zu eigen gemacht: man hat es &#252;berall dabei, es ist klein und wendig, ein Begleiter des Alltags, &#252;ber den heute vor allem junge Leute mit ihren Freunden in Kontakt bleiben. Statt dessen gibt es traditionelle Kurzfilmkost auch bei diesem Festival.</p>
<p>Dies ist den Filmemachern nicht vorzuwerfen, vermutlich liegt es an der Auswahl der Jury. Von den 7 Jurymitgliedern kommt nur Thomas Munz, Kurator der <a title="Transmediale.08 Credits" href="http://www.transmediale.de/site/de/transmediale/creditssponsors/">Transmediale</a>, aus dem Bereich der digitalen Medien. Alle anderen sind Schauspieler und Produzenten aus Film und Fernsehen, die scheinbar ihren Sehgewohnheiten aus Film, TV und Kasperletheater gefolgt sind.</p>
<p>Um es anders und sehr zynisch auszudr&#252;cken: An meinem Geburtstag zeigte mir ein Bekannter, der bei der Einsatzbereitschaft der Berliner Polizei arbeitet, einen Film auf seinem Handy: es ruckelte, pixelige Artefakte bei jeder Bewegung, Schreie und unterdr&#252;ckte Rufe, ab und an nur zu verstehen: &#8220;Ey, Alter, Dich kriegen wir.&#8221; &#8220;Los ey, hau schon zu.&#8221; Zu sehen war ein Pulk junger M&#228;nner, die einem einzelnen Typen mit Kapuzenpullover hinterher rannten, ihn traten und pr&#252;gelten. Er versuchte zu fliehen, hielt seine Arme sch&#252;tzend &#252;ber seinen Kopf. Einer der Verfolger filmte all das mit seinem Handy. Irgendwie kam die Polizei an das Handy und damit auch an den Film und diese Dokumentation einer Straftat, n&#228;mlich K&#246;rperverletzung. Mir blieb der Geburtstagskuchen im Halse stecken.</p>
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