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	<title>Kultur // Film // Marketing im Internetz &#187; social networking</title>
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	<description>Kulturmarketing und Film im digitalen Zeitalter // Ein Blog von Jennifer Hoffmann</description>
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		<title>Gesch&#228;ftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 19:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Organisatoren der stART-Konferenz, die Kunst und Kultur mit den sozialen Medien zusammenbringen m&#246;chten, rufen im Vorfeld der diesj&#228;hrigen Konferenz gemeinsam mit dem Kulturmanagement Network zu einer Blogparade zum Thema &#8220;Gesch&#228;ftsmodelle im Web 2.0&#8221; auf. Erst mal ein herzliches Dankesch&#246;n f&#252;r die gute Idee! In diesem Post m&#246;chte ich daf&#252;r anhand eines eigenen Projekts der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Organisatoren der <a title="stART-Konferenz" href="http://www.startconference.org" target="_blank">stART-Konferenz</a>, die Kunst und Kultur mit den sozialen Medien zusammenbringen m&#246;chten, rufen im Vorfeld der diesj&#228;hrigen Konferenz gemeinsam mit dem <a title="Kulturmanagement Network" href="http://www.kulturmanagement.net/" target="_blank">Kulturmanagement Network</a> zu einer Blogparade zum Thema &#8220;<a title="Blogparade der START-Konferenz" href="http://www.startconference.org/2010/04/05/blogparade-sonderheft-kulturmanagement-network-startconference-geschaftsmodelle-im-web-20/" target="_blank">Gesch&#228;ftsmodelle im Web 2.0</a>&#8221; auf. Erst mal ein herzliches Dankesch&#246;n f&#252;r die gute Idee!</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.startconference.org/wp-content/uploads/2010/04/blogparade-geschaftsmodelle-startconference-1.jpg" alt="blogparade geschaftsmodelle startconference 1 Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="550" height="224" title="Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" /></p>
<p>In diesem Post m&#246;chte ich daf&#252;r anhand eines eigenen Projekts der Frage nachgehen, wie das Web2.0 von Kurzfilm-Produzenten genutzt werden kann, um f&#252;r ihren Film eine Distribution in Kinos zu erhalten &#8211; ein Ziel, das gesch&#228;tzte 95% der Produktionen nie erreichen. Warum Kurzfilm-Distribution als Thema? Weil eine Kinodistribution f&#252;r Kurzfilme noch viel schwieriger zu organisieren ist als f&#252;r &#8220;normale&#8221;, abendf&#252;llende Filme. Vor allem aber, weil wir mit unserem Projekt in dieser Hinsicht neue Wege mit Hilfe des Web2.0 gegangen sind, die vielleicht auch f&#252;r Projekte in anderen Kultursparten anregend sein k&#246;nnten.</p>
<h3>Vertrieb von Kurzfilmen aus Produzenten-Sicht:  altes Modell ohne &#8220;Gesch&#228;ft&#8221;&#8230;</h3>
<p><a title="3DTopper_HDK_01_18 von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4368733952/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2691/4368733952_44ef9c23bd.jpg" alt="4368733952 44ef9c23bd Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="500" height="377" title="Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" /></a><br />
Kurz zum Hintergrund: Neben diversen Produktionsfirmen sind es in Deutschland vor allem die Filmausbildungsst&#228;tten, an denen Kurzfilme produziert werden. Die meisten davon als &#220;bungen, Experiemente, Versuche. Oftmals entstehen dabei kompakte Werke von hoher k&#252;nstlerischer Qualit&#228;t. Die w&#228;hrend ihrer Studienzeit entstandenen (Kurz-)Filme sind die &#8220;Visitenkarte&#8221; der jungen Filmemacher, mit der sie sich sp&#228;ter auf einem hart umk&#228;mpften Markt bewerben m&#252;ssen &#8211; sei es, um eine Position als Kameramann-/frau, Regisseur, Produzent etc. zu ergattern oder um Filmf&#246;rdergelder f&#252;r ihre n&#228;chsten, gr&#246;&#223;eren Projekte einzuwerben.</p>
<p>Nun gibt es in Deutschland f&#252;nf staatliche Filmhochschulen plus diverse teils private und anderweitig finanzierte Akademien. An all diesen Institutionen werden jedes Jahr unz&#228;hlige Kurzfilme hergestellt, an der gr&#246;&#223;ten der f&#252;nf staatlichen Hochschulen, der <a title="HFF &quot;Konrad Wolf&quot;" href="http://www.hff-potsdam.de/" target="_blank">Hochschule f&#252;r Film und Fernsehen &#8220;Konrad Wolf&#8221;</a> in Babelsberg, beispielsweise sind dies &#252;ber 200 Produktionen jedes Jahr. Da konkurrieren also j&#228;hrlich mehrere hundert Kurzfilme darum, eine weitere Verbreitung zu finden. Mit &#8220;weitere Verbreitung&#8221; ist vor allem das Kino, eventuell noch Fernsehen gemeint. Die Filmbranche ist traditionell und noch immer dem Netz gegen&#252;ber sehr skeptisch und beharrt auf den althergebrachten Verwertungsmustern, die kostenloses Abspielen im Internet zumeist kategorisch ablehnen. H&#228;ufig sehen die Produktionsvertr&#228;ge der Hochschulen vor, dass die Studierenden ihren Film nicht online zur Verf&#252;gung stellen d&#252;rfen.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund erkl&#228;rt sich dann auch das &#8220;alte&#8221; oder klassische Vertriebsmodell f&#252;r Kurzfilme ganz fix: Die besten Kurzfilme eines Jahres werden an den Hochschulen ausgew&#228;hlt und deutschland- oder teils Europa-weit bei Filmfestivals eingereicht. Wird einer der Filme in der Kurzfilmsektion eines Festivals angenommen, ist das bereits ein immenser Erfolg (hier ein <a title="&quot;Our wonderful nature&quot; bei den Oscars" href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,628142,00.html" target="_blank">Beispiel eines HFF-Animationsfilms</a>). Gewinnt er gar einen Preis, kommt das einem Sechser im Lotto gleich, auch wenn einen das &#8211; zumindest hierzulande &#8211; <a title="1 Jahr danach: Kurzfilm-Oscar-Gewinner Freydank" href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,681670,00.html" target="_blank">nicht unbedingt reich oder ber&#252;hmt </a>machen muss. Wichtig f&#252;r die jungen Filmemacher ist, dass sie die Festivalbeteiligungen in ihrer Filmographie vermerken k&#246;nnen. Geld verdient damit niemand, in der Regel werden nicht einmal die Produktionskosten durch die Preisgelder gedeckt.</p>
<p>In einem Zeitalter, da Vorfilme gar nicht mehr und Kurzfilme au&#223;erhalb von Festivals kaum gezeigt werden, ist das alte Gesch&#228;ftsmodell also gar kein Gesch&#228;ftsmodell, sondern ein Gl&#252;cksspiel mit ein wenig PR und Reputation als Hauptgewinn. Wie k&#246;nnen da soziale Medien und das Web2.0 neue Ans&#228;tze bieten? Wie kann man also mit Hilfe der neuen Medien einen Erfolg (= Vorf&#252;hrung des Kurzfilms in Kinos au&#223;erhalb von spezialisierten Festivals) in einem &#252;ber hunderj&#228;hrigen Medium erreichen?</p>
<h3>Einblick: der erste Real-3D-Film einer deutschen Filmhochschule</h3>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 520px"><img title="Das offizielle Topper gibt nicht auf! Filmplakat" src="http://www.digitaleleinwand.de/wp-content/uploads/2010/04/Filmplakat-Topper-gibt-nicht-auf.jpg" alt="Filmplakat Topper gibt nicht auf Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="510" height="721" /><p class="wp-caption-text">Das offizielle Topper gibt nicht auf! Filmplakat</p></div>
<p>Wie schon <a title="Topper Ank&#252;ndigung" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/02/17/der-erste-real-3d-film-einer-deutschen-filmhochschule/" target="_self">eins</a>, <a title="Topper-Artikel in der MAZ" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/03/06/mehr-3d-effekte-als-avatar/" target="_self">zwei</a>, <a title="Topper Screening &amp; Premierentickets" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/04/17/hff-3d-film-vorab-praesentation-2304-premierentickets-zu-gewinnen/" target="_self">drei </a>Mal berichtet, hat die HFF Babelsberg ihren ersten 3D-Film gedreht, f&#252;r den die Verfasserin dieses Artikels als Producerin verantwortlich zeichnet.  <a title="Topper Website" href="http://www.topper3.de" target="_blank">TOPPER GIBT NICHT AUF!</a> erz&#228;hlt die Geschichte von Axel, der Regie studiert und die m&#228;nnliche Hauptrolle seines aktuellen Films mit seinem Idol Til Topper besetzt. Beim Dreh entpuppt sich Topper als arroganter Exzentriker und droht, alles hinzuschmei&#223;en. Doch dann kommt Marleen. Sie spielt die weibliche Hauptrolle, weckt seinen Ehrgeiz und – sie ist Axels Freundin.</p>
<p>Selten wurde ein 25-Min&#252;ter mit einem derartigen Personalaufwand (etwa 100 Personen insgesamt in Stab und Besetzung) und so komplexer Technik an der HFF gedreht. Selten ist auch die Einbettung einer Kurzfilmproduktion in den gr&#246;&#223;eren Rahmen eines vom Bundeswirtschaftsministerium gef&#246;rderten <a title="PRIME 3D" href="http://www.prime3d.de" target="_blank">Forschungsprojekts</a> (www.prime3d.de). Selten gut war auch das Timing f&#252;r das Projekt: Drehbeginn war im November 2009, genau einen Monat vor der Europa-Premiere von AVATAR und so konnte unsere kleine 3D-Produktion auf der ganz gro&#223;en Cameron-3D-Welle mitreiten. Eine echte Ausnahme ist das Genre dieses Films: Bisher gab es in 3D nur Action, Thriller, Horror, Family-Entertainment, Sci-Fi etc. zu sehen, aber keine Tragikom&#246;die &#8211; und schon gar nicht eine &#252;ber einen alternden 80&#8242;er Jahre Actionstar gespielt von Claude-Oliver Rudolph. Au&#223;erdem gab es auch noch einen &#8220;Wir sind die ersten!&#8221;-Erfolg zu verbuchen. Bisher gab es von deutschen Filmhochschulen &#8220;nur&#8221; Animationsfilme in 3D, die mit wesentlich geringerem technischen Aufwand zu realisieren sind als sogenannte Realfilme mit echten Schauspielern, Sets etc., oder aber nur ganz kurze Real-3D-Film-Versuche. Da war Topper die erste gro&#223;e Produktion deutschlandweit! Bemerkenswert ist auch die hochkar&#228;tige Besetzung mit Bond-B&#246;sewicht Claude-Oliver Rudolph, Polizeiruf 110-Kommissarn Anna-Maria Sturm und Maximilian Vollmar, der schon an J&#252;rgen Vogels Seite in DIE WELLE gespielt hat. Und dann war da noch ein talentiertes und au&#223;ergew&#246;hnlich motiviertes studentisches Produktionsteam, das erkannte, dass es hier ein echtes Ausnahmeprodukt von Kurzfilm sein Eigen nennen durfte, mit dem es zwar ganz sicher nicht reich, aber in aller Bescheidenheit ein klitzekleinwenig ber&#252;hmt werden k&#246;nnte!</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><a title="3DTopper_HDK_01_09 von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4367983689/"><img title="Testaufnahmen mit dem 3D-Kamerarigg" src="http://farm5.static.flickr.com/4032/4367983689_40bb444e11.jpg" alt="4367983689 40bb444e11 Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="500" height="377" /></a><p class="wp-caption-text">Testaufnahmen mit dem 3D-Kamerarigg mit Kameramann Benjamin Raeder (links) und Stereographer Michael Laakmann (Mitte)</p></div>
<h3>Marketing und Vertrieb mit Hilfe des Web2.0 f&#252;r einen 3D-Kurzfilm</h3>
<p>Mit einem Marketingbudget, das gerade so den Druck von einigen Flyern und Postern und das Mieten eines Kinos f&#252;r die Premiere in Berlin erlaubte, war von Anfang an klar, dass vor allem das Netz f&#252;r die Vermarktung genutzt werden sollte. Ziel war und ist es, eine m&#246;glichst gro&#223;e Fangemeinde f&#252;r diesen Film aufzubauen, um potentiellen Verleihern zu demonstrieren, dass es Leute gibt, die diese 3D-Tragikom&#246;die sehen m&#246;chten und daf&#252;r eine Kinokarte oder DVD/Bluray kaufen w&#252;rden. Die Alleinstellungsmerkmale lagen auf der Hand: Claude-Oliver Rudolph als Hauptdarsteller und eine rein deutsche, low-budget 3D-Produktion, die mit zwei &#8220;Firsts&#8221; (die erste 3D-Tragikom&#246;die und der erste Real-3D-Film einer deutschen Filmhochschule) aufzuwarten hatte.</p>
<h3>Kooperation mit Moviac</h3>
<p>Zentraler Dreh- und Angelpunkt der Kampagne ist die Kooperation mit der online Plattform <a title="moviac" href="http://www.moviac.de/" target="_blank">moviac &#8211; Deine Wunschfilme im Kino</a>! Seit 2009 ist Moviac bereits online und versteht sich als Angebot f&#252;r alle, die ihr lokales Kinoprogramm aktiv mitgestalten wollen. Dabei steht Moviac f&#252;r movie maniac &#8211; filmverr&#252;ckt. Filmfans k&#246;nnen sich mit Gleichgesinnten vernetzen und so ihren Wunschfilm in ein Kino in der N&#228;he bringen. Aus mehr als 2000 Filmen &#8211; Klassiker, Arthouse- und Independent-Produktionen oder eben 3D &#8211; kann die moviac-Gemeinde bereits w&#228;hlen, und mehr als 150 Partnerkinos wurden in Deutschland f&#252;r das Projekt gewonnen. Letztes Jahr wurde das Portal sogar mit dem Innovationspreis der Bundesregierung im Bereich Film geehrt. Der interaktive Dialog in der Kinobranche hat begonnen, der in einem <a title="Zeit online: Die Zukunft des Kinos?" href="http://www.zeit.de/kultur/film/2010-04/klick-und-film" target="_blank">Artikel bei Zeit online</a> vor wenigen Tagen beleuchtet wurde.</p>
<p><a title="F&#252;r Topper gibt nicht auf bei Moviac stimmen!" href="http://www.moviac.de/filme/Topper+gibt+nicht+auf/" target="_blank">Auch f&#252;r Topper kann nun auf Moviac per Mausklick gestimmt werden.</a> Stand Ende April: knapp 40 Stimmen [Nachtrag: Stand im Mai zur Filmpremiere: etwa 120 Stimmen]. Angesichts dessen, dass bisher etwa 3900 Filmw&#252;nsche bei Moviac insgesamt eingegangen sind, wir also etwa 1% der Gesamtstimmen auf der Plattform haben, finde ich das durchaus akzeptabel.<br />
<a title="Das Publikum war begeistert von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4560556646/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4047/4560556646_85407498a5.jpg" alt="4560556646 85407498a5 Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="500" height="333" title="Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" /></a></p>
<h3>Seitenblick</h3>
<p>Au&#223;erhalb Deutschlands gibt es bereits einige Beispiele f&#252;r Filme, die mit einer &#228;hnlichen Strategie erfolgreich vertrieben wurden. Am bekanntesten ist der Klimafilm <a title="Age of Stupid Website" href="http://www.ageofstupid.net/" target="_blank">AGE OF STUPID</a>, f&#252;r den extra die Plattform <a title="Indiescreenings" href="http://www.indiescreenings.net/" target="_blank">Indie Screenings</a> gegr&#252;ndet und programmiert wurde. Nach eigenen Angaben haben die beiden Filmemacherinnen mit den Vorf&#252;hrungen allein 110.000 GBP umgesetzt. Indie Screenings kann vor allem f&#252;r die Organisation von Vorf&#252;hrungen au&#223;erhalb von Kinos, also z.B. in Schulen, Kirchen, daheim oder sonst wo, genutzt werden. Im Katalog sind einige ausgew&#228;hlte Dokumentarfilme verzeichnet. Aufgrund eines Relaunches im Juni liegt die Seite allerdings gerade etwas brach. Ein weiteres Beispiel sind die finnischen Macher von <a title="Ironsky" href="http://www.ironsky.net/site/" target="_blank">IRONSKY,</a> &#252;ber deren <a title="IRON SKY Social Media Kampagne" href="http://www.jenniferhoffmann.com/2010/02/26/fallstudie-filmmarketing-in-sozialen-netzwerken-teil-1-die-kommunikationskanaele-von-iron-sky/" target="_blank">Web2.0 Marketing-Kampagne</a> ich bereits berichtet habe. Sie haben auf &#228;hnliche Weise 7.500 Stimmen f&#252;r k&#252;nftige Vorf&#252;hrungen ihres noch in der Produktion befindlichen Films gesammelt.</p>
<p>Eine Kooperation mit Moviac zu vereinbaren ist schon eine feine Sache, doch hilft einem das gar nicht, wenn niemand f&#252;r den eigenen Film dort stimmt. Deshalb musste auch f&#252;r Topper eine kreative Marketing-Kampagne her. Angesichts des bereits erw&#228;hnten geringen Marketingbudgets und der Konzentration auf online Medien wollten wir aber noch einen Schritt &#252;ber die &#252;blichen Facebook-Fanpages, Produktionstweets etc. hinaus gehen. Statt dessen entschieden wir uns daf&#252;r, die Geschichte des Films im Web weiter zu f&#252;hren. In Neudeutsch hei&#223;t so was jetzt crossmediale Stoffentwicklung. Darin liegt meines Erachtens ein gro&#223;es kreatives Potential, das gerade von Kunst- und Kulturprojekten aller Coulour in Verbindung mit online und mobilen Medien noch viel zu wenig genutzt wird.</p>
<h3>Die Weiterf&#252;hrung der Topper-Geschichte im Netz&#8230;</h3>
<p>Til Topper lebt und ist echt! Das war das Credo unserer Kampagne. Daf&#252;r wurde unter <a title="Til Toppers Website" href="http://www.tiltopper.de" target="_blank">www.tiltopper.de</a> eine Website f&#252;r unseren Hauptprotagonisten kreiert, die Infos zu seinen fr&#252;heren Filmerfolgen enth&#228;lt. Topper hat ein <a title="Till Topper bei Facebook" href="http://www.facebook.com/#!/3DTopper" target="_blank">Facebook-Profil</a> und twittert t&#228;glich Geschichten von den Drehschaupl&#228;tzen der Welt. Auch haben wir bei Wikipedia eine Biographie f&#252;r ihn angelegt, doch die wurde mit dem Hinweis &#8220;Unsinn&#8221; innerhalb weniger Stunden gel&#246;scht. Schade eigentlich <img src='http://www.jenniferhoffmann.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="icon wink Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" class='wp-smiley' title="Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" />  Die Plots zu den fr&#252;heren Filmen, die wirklich gro&#223;artige Topper-Biographie (nachzulesen <a title="Til Topper Biographie" href="http://www.topper3.de/blog/cast-crew/biographie-til-topper/" target="_blank">hier</a>) und die t&#228;gliche Twitter-Dosis Wahnsinn von den Sets der Topper-Actionfilme werden von Drehbuchautor <a title="Florian Hawemann" href="http://www.florianhawemann.de/home/Florian_Hawemann___Autor.html" target="_blank">Florian Haweman</a> geschrieben. Den <a title="Til Topper Twitter" href="http://twitter.com/tiltopper" target="_blank">Toppertwitter</a> kann ich &#252;brigens nur w&#228;rmsten empfehlen, mir erhellt er regelm&#228;&#223;ig meinen manchmal etwas grauen Arbeitsalltag!</p>
<p>Der 3D-Dreh und die Postproduktionsphase wurden von einem kleinen Making-of-Team begleitet, das weit mehr gutes Material sammelte, als in dem 15-min&#252;tigen Making of verwendet werden konnte. Deshalb entschloss sich Produktions- und Marketingleiter <a title="Paul Andexel" href="http://www.paulandexel.com/" target="_blank">Paul Andexel</a>, daraus sogenannte Featurettes &#8211; oder auch gerne Topperettes genannt &#8211; zu bauen, die auf  <a title="Topper-Kanal auf Youtube" href="http://www.youtube.com/3DTopper" target="_blank">Youtube</a> und der <a title="Topper Website" href="http://www.topper3.de/blog/" target="_blank">Topper-Website</a> einen Blick hinter die Kulissen dieser Produktion erlauben. Mehrmals pro Woche werden Interviews oder Featurettes zu einem bestimmten Thema ver&#246;ffentlicht.</p>
<p><a title="Operation Kobra von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4355273443/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2677/4355273443_450cfa8523.jpg" alt="4355273443 450cfa8523 Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="354" height="500" title="Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" /></a></p>
<p>Regisseur <a title="Félix Koch" href="http://www.feko.net" target="_blank">Félix Koch</a> hat vor seinem HFF-Studium u.a. das Merchandising f&#252;r Bernd das Brot gemacht und somit viel Erfahrung in der Gestaltung von Plakaten etc. So stammt das gesamte Artwork f&#252;r TOPPER GIBT NICHT AUF als auch f&#252;r die fr&#252;heren Actionfilme Til Toppers aus seiner Feder. Das Drehbuch sieht am Anfang des Films eine Montagesequenz alter Topper-Filmplakate vor. Sowohl der Regisseur als auch der Hauptdarsteller haben einen Faible f&#252;r alte Actionfilmplakate und so war es ein Leichtes f&#252;r Félix, Claude-Oliver Rudolph zu einer Fotosession vor Greenscreen f&#252;r diese Intro-Montagsequenz zu &#252;berreden. Daraus ist u.a. das &#8220;Operation Kobra&#8221;-Plakat entstanden, das wir alle so gut fanden, dass wir es im Zuge der &#8220;Topper ist wirklich echt&#8221;-Kampagne drucken lie&#223;en. Mit diesen Materialien wurde dann auch die <a title="Til Toppers Website" href="http://www.tiltopper.de" target="_blank">Til Topper Website</a> best&#252;ckt.</p>
<div id="attachment_383" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-383 " title="topper_website" src="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/topper_website.jpg" alt="topper website Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="500" height="264" /><p class="wp-caption-text">www.topper3.de Screenshot</p></div>
<p>All diese Aktivit&#228;ten werden auf der <a title="Topper Website" href="www.topper3.de" target="_blank">www.topper3.de</a> Website zusammengef&#252;hrt. Hier gibt es Links zu allem zuvor genannten Content, regelm&#228;&#223;ige Blogeintr&#228;ge, <a title="Topper-Gewinnspiel" href="http://www.topper3.de/gewinnspiel/" target="_blank">Gewinnspiele</a>, aktuelle Informationen zum Fortgang der Produktion etc.</p>
<h3>&#8230; in Kombination mit klassischer Presse- und &#214;ffentlichkeitsarbeit</h3>
<p>Drei Pressemitteilungen wurden zu Topper ver&#246;ffentlicht und &#252;ber den Hochschul-Presseverteiler als auch einen eigenen Verteiler, den das Team aufgebaut hat, versendet. Die erste Mitteilung war eine Einladung zum Pressegespr&#228;ch am vorletzten Tag der Dreharbeiten mit Besuch des Sets, wo Darsteller und Crew zur Beantwortung von Fragen zur Verf&#252;gung standen und die 3D-Kameratechnik aufgebaut war. Die Resonanz war sehr positiv und etwa ein Dutzend Pressevertreter erschienen, darunter auch ein Journalist f&#252;r die ddp-Presseagentur. Dank der ddp-Meldung wurde in s&#228;mtlichen regionalen als auch vielen &#252;berregionalen Tageszeitungen und online Nachrichten-Portalen &#252;ber den Topper-Dreh berichtet. Urspr&#252;nglich war die Wahl des Drehtermins in der zweiten Novemberh&#228;lfte vor allem der Raumbelegung des gro&#223;en HFF-Studios geschuldet gewesen, wo dies der fast einzige freie Termin f&#252;r uns war. Aus Marketingsicht erwies sich dieser aber als perfektes Timing, da er &#8211; wie bereits erw&#228;hnt &#8211; nur wenige Wochen vor der AVATAR-Premiere lag und s&#228;mtliche Medien zu dem Zeitpunkt besonders sensibilisiert waren f&#252;r das 3D-Thema. Dies muss man ehrlicherweise einr&#228;umen angesichts der wirklich &#252;berw&#228;ltigenden Resonanz, die unser Projekt in den alten Medien fand &#8211; schlie&#223;lich ist Topper auch nur einer von hunderten studentischer Kurzfilme des Jahres 2009/2010.</p>
<p>Trotz dieser Einschr&#228;nkung haben wir aber auch vieles richtig gemacht bei der Pressearbeit: Wir haben ein professionelles Presskit mit allen Informationen und Bildern zusammengestellt, haben viel Arbeit in den Verteileraufbau gesteckt, hatten einen Standfotografen dabei, der die Dreharbeiten begleitet hat, so dass wir gutes Fotomaterial vom Film als auch den Filmarbeiten selbst anzubieten hatten, wir haben die Alleinstellungsmerkmale schl&#252;ssig und auch f&#252;r Laien nachvollziehbar kommuniziert.</p>
<p>Nicht unerw&#228;hnt lassen m&#246;chte ich, dass wir nat&#252;rlich nicht nur die Holzmedien mit Informationen versorgten, sondern bevorzugt auch Webseiten und Blogs, die sich auf das Thema Film spezialisiert haben. Besonders hervorzuheben ist die mittlerweile freundschaftliche Partnerschaft mit Gerold Marks von der <a title="Die Digitale Leinwand das Blog!" href="http://www.digitaleleinwand.de/" target="_blank">Digitalen Leinwand</a>, dem mit Abstand wichtigsten Blog zum Thema Kino, Digitalisierung des Kinos und 3D in Deutschland. Gerold hat uns den Kontakt zu Moviac vermittelt, hat regelm&#228;&#223;ig &#252;ber Topper berichtet &#8211; und das auch noch ausf&#252;hrlich und ohne sachliche Fehler in den Artikeln (im Gegensatz zu einigen haarstr&#228;ubenden Fehlern in der Berichterstattung mancher Tageszeitung). Mit &#252;ber 350.000 Besuchern im ersten Jahr des Blog-Bestehens ist die digitale Leinwand der wichtigste Multiplikator f&#252;r uns. Dort werden &#252;brigens anl&#228;&#223;lich des ersten Geburtstags der Digitalen Leinwand <a title="Die Digitale Leinwand das Blog!" href="http://www.digitaleleinwand.de/2010/04/29/digitaleleinwand-feiert-1-geburtstag-und-ihr-bekommt-die-3d-geschenke-3d-kino-flatrate-filmpremieren-tickets-kinogutscheine-toy-story-3d-poster-signierte-3d-dvd/" target="_blank">Karten f&#252;r die Topper-Premiere verlost</a>!</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a title="Félix Koch erkl&#228;rt die Welt von 3D von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4560557880/"><img title="Regisseur Félix Koch beim Werkstatt-Gespr&#228;ch beim Sehs&#252;chte Festival 2010" src="http://farm4.static.flickr.com/3050/4560557880_8beed67fdc.jpg" alt="4560557880 8beed67fdc Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Regisseur Félix Koch beim Werkstatt-Gespr&#228;ch beim Sehs&#252;chte Festival 2010</p></div>
<p>Auch in Sachen &#214;ffentlichkeitsarbeit waren wir r&#252;hrig: Zur Berlinale 2010 gab es in einer 50-er Auflage DVDs mit einem ersten Trailer (in anaglyph 3D), &#8220;Operation Kobra&#8221; Flyer und Postkarten.  Mindestens einer vom Team war bei allen einschl&#228;gigen 3D-Veranstaltungen, die w&#228;hrend der Berlinale stattfanden, als auch bei Empf&#228;ngen, die von unseren Partnern veranstaltet wurden, anwesend und hat dort Netzwerkarbeit geleistet und das Marketingmaterial verteilt. Schon w&#228;hrend der Berlinale wurden Kontakte zu potentiellen Verleihern gesucht, der Presseverteiler erweitert etc. Auch bei allen anderen Veranstaltungen, die in der Hauptstadtregion seit Oktober letzten Jahres zu 3D stattgefunden haben, war immer mindestens einer von uns dabei. Dank der Kombination dieser Ma&#223;nahmen ist unsere Produktion mittlerweile in der Branche recht bekannt.</p>
<h3>Ausblick</h3>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a title="&amp;quot;Topper gibt nicht auf&amp;quot; 20 von 3DTopper bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/3dtopper/4322701925/"><img title="Setfoto mit den Hauptdarstellern Maximilian Vollmar, Anna-Maria Sturm, Claude-Oliver Rudolph" src="http://farm5.static.flickr.com/4037/4322701925_e46e27e5e4.jpg" alt="4322701925 e46e27e5e4 Geschäftsmodelle im Web2.0: Beispiel Vertrieb von Kurzfilmen" width="500" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Setfoto mit den Hauptdarstellern Maximilian Vollmar, Anna-Maria Sturm, Claude-Oliver Rudolph</p></div>
<p>Nun liegt die Deadline f&#252;r diese Blogparade vor dem Premierentermin. Deshalb kann jetzt f&#252;r Topper noch nicht berichtet werden, ob die neuen Medien erfolgreich eingesetzt werden konnten, um aus den Reihen der alten Medien einen Verleih f&#252;r Topper zu finden. Auf diesem Blog wird das Ergebnis unserer Bem&#252;hungen selbstverst&#228;ndlich nachgereicht werden! Angesichts der f&#252;r einen Kurzfilm sehr schwierigen L&#228;nge von 25 Minuten bin ich da eher pessimistisch. Da er als Vorfilm zu lang ist, w&#228;re die einzige M&#246;glichkeit eine Art &#8220;Packaging&#8221; mit anderen 3D-Kurzfilmen. Aber vielleicht schaffen wir es ja auf Moviac genug Stimmen zu erhalten, um neben der Premiere noch ein, zwei oder gar drei Vorf&#252;hrungen des Films in 3D f&#252;r ein Publikum au&#223;erhalb unserer eigenen Hochschule zu organisieren. Das w&#228;re dann tats&#228;chlich ein gro&#223;er Erfolg aus meiner Sicht! Topper ist ganz sicher ein Nischenprodukt, f&#252;r den eine Plattform wie Moviac auch nur begrenzt etwas erreichen kann. Hat man jedoch einen Film, der eine gr&#246;&#223;ere Publikumsnische bedient wie die genannten Beispiele AGE OF STUPID oder IRON SKY, dann l&#228;sst sich in Verbindung mit einer Web2.0-Kampagne und einem Portal wie Moviac sicherlich eine stattliche Anzahl von Vorf&#252;hrungen arrangieren.</p>
<p>&#196;hnliche Ans&#228;tze gibt es in der Musikbranche nat&#252;rlich schon viel l&#228;nger, aber f&#252;r Film und Kino ist das noch sehr neu und gerade im Experimentierstadium. Mir ist in Deutschland au&#223;er Topper kein anderer Film bekannt, der noch w&#228;hrend der Produktionszeit versucht hat, Stimmen f&#252;r eine Vorf&#252;hrung vor Ort in lokalen Kinos zu sammeln. F&#252;r die Mehrheit der Filmproduktionen wird das auch k&#252;nftig nicht der heilige Gral sein, aber f&#252;r spezielle Produktionen wie die unserige l&#228;sst sich damit sicherlich mehr erreichen, als in halb Berlin zu plakatieren. Von Gesch&#228;ftsmodell kann schon mal gar nicht die Rede sein. Doch fairerweise sollte man ber&#252;cksichtigen, dass das f&#252;r den Gro&#223;teil der deutschen Filmbranche gilt, die ohne massive staatliche Filmf&#246;rderung n&#228;mlich auch kein Gesch&#228;ftsmodell vorzuweisen h&#228;tte. Aber das ist eine ganz andere Geschichte&#8230; Ich f&#252;r meinen Teil w&#252;rde mich jedenfalls freuen, wenn man auf den Filmographien des Filmnachwuchses k&#252;nftig nicht nur die Festivalbeteiligungen verzeichnet finden w&#252;rde, sondern auch die durch online Voting initiierten Publikumsvorf&#252;hrungen!</p>
<p><em>Alle Bilder: Cristian Pirjol oder Benjamin Raeder f&#252;r HFF&#8221;Konrad Wolf&#8221;/ Topper gibt nicht auf! www.topper3.de<br />
</em></p>
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		<title>Topper 3D heute Abend beim Berliner Filmforum</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 09:29:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute Abend werden Regisseur Félix Koch, Produktions- und Marketingleiter Paul Andexel, Postproduction Supervisor S&#246;nke Kirchhof und meine Wenigkeit beim Berliner Filmforum den 3D-Kurzfilm TOPPER GIBT NICHT AUF! vorstellen. Wer sich f&#252;r die Produktion von 3D-Filmen oder aber auch innovativer Vermarktung von Filmen mit Hilfe von social media interessiert, der ist herzlich willkommen an unserem Stand. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class=" aligncenter" title="Berliner Filmforum" src="http://api.ning.com/files/gQhmoXdeyHBi3nuuiVCvJAwJASfEeq6m4pbeGlr7evBqmHNkNLzgng7ZgQ*zNfoCGeOXZrG0T4i8JwJmwUThTmg3GeZX6J-E/BFF_Logo.jpg?width=475&amp;height=129&amp;xn_auth=no&amp;type=pjpeg" alt=" Topper 3D heute Abend beim Berliner Filmforum" width="475" height="129" /></p>
<p>Heute Abend werden Regisseur <a title="Felix Koch" href="http://www.feko.net" target="_blank">Félix Koch</a>, Produktions- und Marketingleiter <a title="Paul Andexel" href="http://www.paulandexel.com/blog/" target="_blank">Paul Andexel</a>, Postproduction Supervisor <a title="S&#246;nke Kirchhof" href="http://www.crew-united.com/index.asp?show=memberdetail&amp;ID=47667" target="_blank">S&#246;nke Kirchhof</a> und meine Wenigkeit beim <a title="Berliner Filmforum" href="http://club.berlinerfilmforum.de/" target="_blank">Berliner Filmforum</a> den 3D-Kurzfilm <a title="Topper gibt nicht auf!" href="http://www.topper3.de" target="_blank">TOPPER GIBT NICHT AUF!</a> vorstellen. Wer sich f&#252;r die Produktion von 3D-Filmen oder aber auch innovativer Vermarktung von Filmen mit Hilfe von social media interessiert, der ist herzlich willkommen an unserem Stand. Karten gibt es noch an der Abendkasse!</p>
<p>Was: <strong>Trailer und Ausschnitte von  <a title="Topper gibt nicht auf!" href="http://www.topper3.de" target="_blank">TOPPER GIBT NICHT AUF!</a> </strong>in der Anaglyph-Version und<strong> Gespr&#228;che mit den Machern dieses  3D-Films</strong></p>
<p>Wann: <strong>Dienstag, 27.04.2010, ab 19:00 Uhr</strong></p>
<p>Wo: <strong>Berliner Filmforum im <a title="Adagio" href="http://www.adagio.de" target="_blank">Adagio</a>,  Marlene-Dietrich-Platz 1 </strong>(am Potsdamer Platz), 10785 Berlin</p>
<p>Weitere Infos: <a title="Berliner Filmforum" href="http://club.berlinerfilmforum.de/" target="_blank">hier!</a></p>
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		<title>Fallstudie Filmmarketing in sozialen Netzwerken Teil 1: Die Kommunikationskan&#228;le von IRON SKY</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 12:49:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fallstudien]]></category>
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		<description><![CDATA[[en]A look at the marketing of IRON SKY, a Finnish sci-fi comedy scheduled for release in 2011. The IRON SKY team decided on focusing their marketing efforts on social media and online tools, aiming to build a significant awareness about the film before shooting starts in summer 2010. This blog post analyses their use of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bb-post-separator"><strong>[en]</strong></p><div class="other-excerpt" lang="en"><p class="oe-first-child">A look at the marketing of IRON SKY, a Finnish sci-fi comedy scheduled for release in 2011. The IRON SKY team decided on focusing their marketing efforts on social media and online tools, aiming to build a significant awareness about the film before shooting starts in summer 2010. This blog post analyses their use of various communication channels and how this can serve as an inspiration for other filmmakers.</p></div><p class="bb-post-separator"><strong>[de]</strong></p><p><object width="560" height="340" data="http://www.youtube.com/v/4KEueJnsu80&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/4KEueJnsu80&amp;hl=en_US&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object><br />
Vor zwei Wochen hatte ich das Gl&#252;ck, einen Vortrag von Jarmo Puskala rund um das Community-Management f&#252;r <a title="Ironsky" href="http://www.ironsky.net" target="_blank">IRON SKY </a>zu h&#246;ren. Da die Finnen wirklich alles richtig machen, was das online Marketing ihres noch in der Preproduction befindlichen Filmes angeht, m&#246;chte ich das hier als Fallstudie vorstellen. Wie k&#246;nnen Filmemacher schon lange vor Drehbeginn anfangen, sich eine Fanbasis, ein Publikum f&#252;r ihren Film aufzubauen? Ein finnisches Beispiel.</p>
<h3>Entscheidung gegen klassische Werbung und f&#252;r online Marketing</h3>
<p>Der Film wird voraussichtlich in 2011 in europ&#228;ische Kinos kommen. Zu Beginn der Planung vor etwa 2 Jahren bereits hat sich das Team daf&#252;r entschieden, ihre Marketingaktivit&#228;ten auf das Web zu konzentrieren. Die Rechnung war einfach: &#8220;Anstatt eines TV-Spots oder einer Plakatkampagne an Bushaltestellen besch&#228;ftigen wir lieber zwei Leute, die sich um die Community und die online Aktivit&#228;ten k&#252;mmern. Das ist vom Preis her etwa dasselbe&#8221;, so Jarmo Puskala Community Manager, Teil des Drehbuchteams und derjenige, der die urspr&#252;ngliche Idee f&#252;r einen Film &#252;ber Nazis auf dem Mond hatte.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 269px"><img class="  " src="http://www.starwreck.com/gallery/bridge.jpg" alt="bridge Fallstudie Filmmarketing in sozialen Netzwerken Teil 1: Die Kommunikationskanäle von IRON SKY" width="259" height="111" title="Fallstudie Filmmarketing in sozialen Netzwerken Teil 1: Die Kommunikationskanäle von IRON SKY" /><p class="wp-caption-text">Starwreck</p></div>
<p>Doch jedes Mal, wenn ich hier das Wort &#8220;Marketing&#8221; tippe, verkrampfen meine Finger. Denn das Ironsky-Team war anno 1997 eine finnische Gruppe von Startrek-Fans, die kurze Parodie-Videos &#252;ber ihre Lieblingsserie produzierten. Daraus wurde irgendwann der Spielfilm <a title="Starwreck" href="http://www.starwreck.com/" target="_blank">STARWRECK</a>, der mit Hilfe von 3000 Freiwilligen entstand &#8211; und mit 8 Millionen Downloads und mehreren 10.000 verkauften DVDs der meist gesehene finnische Film aller Zeiten ist. Die Jungs kommen also nicht aus der Film-/Fernsehbranche, sondern sind Quereinsteiger, die seit Starwreck das Internet nutzen, um gemeinsam mit der Community einen Film zu realisieren.</p>
<h3>Die Kommunikationskan&#228;le</h3>
<p>Noch immer haben viele Filme nur eine Website mit den wichtigsten Infos. H&#228;ufig h&#252;bsch gestaltet und voller Flash, vielleicht sogar noch die M&#246;glichkeit bietend, einen Newsletter zu abonnieren oder einige Bildchen runterzuladen. Doch mehr gibt&#8217;s nicht. Bei IRON SKY reicht die Bandbreite von allen wichtigen Informationen, die es auf der Website zu finden gibt, &#252;ber Pr&#228;senzen in allen wichtigen sozialen Netzwerken, bis hin zur M&#246;glichkeit, sich an der Produktion mit Geld &#8211; sogenannten Kriegsanleihen &#8211; oder Zeit und den eigenen F&#228;higkeiten einzubringen. Jarmo Puskala erl&#228;uterte die Wertigkeit der verschiedenen Plattformen und wie diese vom IRON SKY-Team genutzt werden, um eine Community f&#252;r ihren Film, der derzeit noch in der Preproduction  ist, aufzubauen.</p>
<p><strong>Website &#8211; passives Pushmedium mit Aufforderung aktiver zu werden, h&#246;chster Grad an Seriosit&#228;t</strong>: schlichte, informative Seite, die mit viel und regelm&#228;&#223;ig aktualisiertem Content punktet.  Die Links zu Facebook, Twitter und Co. sind un&#252;bersehbar eingebunden. Mir pers&#246;nlich gef&#228;llt die ironische und zum Film passende &#196;sthetik der Grafik sehr gut. Prominent platziert sind diverse Buttons, die die Besucher zum Aktiv-Werden auffordern: &#220;ber eine Google-Maps-Karte kann man sein Interesse bekunden, in der eigenen Stadt den Film zu sehen (und kann damit potentiellen Verleihern beweisen, dass es ein Publikum f&#252;r den Film gibt). Man kann &#8220;Kriegsanleihen&#8221; kaufen, sprich die Produktion mit 50€ unterst&#252;tzen, f&#252;r die man dann einiges an Bonusmaterial (DVD, Zertifikat etc.) erh&#228;lt.</p>
<p><strong>Twitter &#8211; der informellste Kanal</strong>: Der <a title="Iron Sky Twitter Feed" href="http://twitter.com/Energia" target="_blank">Twitter-Feed</a>, der unter dem Namen der finnischen Filmproduktionsfirma Energia l&#228;uft, wird mehrmals t&#228;glich in recht umgangssprachlichem Tonfall aktualisiert. Dazu geh&#246;ren unterhaltsame Infos zu den Produktionsvorbereitungen (Tweets vom Casting in Berlin), unterhaltsame Videos, &#252;ber die das Ironsky-Team im Netz gestolpert ist, oder auch Allt&#228;gliches (&#8220;<span class="status-body"><span class="entry-content">The retards  upstairs flooded their toilet. Water coming in through our hallway  ceiling LIGHT SOCKET.&#8221;) oder auch Kommentare zu den Themen, die dem Team am Herzen liegen (&#8220;</span></span><span class="status-body"><span class="entry-content">Two years in a  federal pound-in-the-ass-prison for pirating movies? <a class="tweet-url web" rel="nofollow" href="http://bit.ly/bUtF1X" target="_blank">http://bit.ly/bUtF1X</a> In Oz that guy would be dead  within 2 episodes.&#8221;)</span></span><span class="status-body"><span class="entry-content">. Knapp 1.300 Follower.<br />
</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><strong>Facebook &#8211; etwas formeller</strong>: Auf der <a title="Iron Sky Facebook Page" href="http://www.facebook.com/ironsky" target="_blank">Facebook-Seite</a> werden ein bis zwei Mal pro Woche Updates gepostet, die vom Ton und Informationsgehalt wesentlich formeller sind als der Twitter-Kanal. Hier werden vor allem Links zu neuen Videos ver&#246;ffentlicht, Anfragen an die Community zur Unterst&#252;tzung (siehe dazu auch unten wreckamovie.com) oder auch eine gelegentliche Umfrage (<a title="Iron Sky: wie oft sollte man auf Facebook Updates posten?" href="http://blog.starwreck.com/2010/02/23/how-often-should-you-post-on-facebook/" target="_blank">Wie h&#228;ufig wollt Ihr hier Updates erhalten?</a>). Zurzeit gut 8.500 Fans, bis zum Produktionsbeginn im Sommer werden 10.000 angestrebt.</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><strong>MySpace</strong>: <a title="Ironsky Myspace Profil" href="http://www.myspace.com/ironskyfilm" target="_blank">&#228;hnlich </a>wie die Facebook-Seite, allerdings mit deutlich weniger Fans (gut 2.000). </span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><strong>Youtube &#8211; gelegentliche Video-Updates</strong>: In gr&#246;&#223;eren Abst&#228;nden &#8211; mal einige Wochen, mal einige Monate &#8211; werden auf einem eigenen <a title="Ironsky Youtube Kanal" href="http://www.youtube.com/energiaproductions#p/a" target="_blank">Youtube-Kanal</a> Vidoes ver&#246;ffentlicht unter dem Namen &#8220;Signal No. XX&#8221;. Dort findet man auch den Teaser, Videos vom Team beim Cannes Filmfestival etc. Die &#8220;Signal-Videos sind zwischen 3 und 5 Minuten lang, haben eine eigene Hostess und sind an den Look des Films angepasst (die Hostess im Space-Nazi-Kost&#252;m in einem irgendwie 30&#8242;er Jahre angehauchten Studio, die Nachrichten &#252;ber die Filmproduktion vortr&#228;gt). Der Kanal hat &#252;ber 2.200 Abonennten, wobei der Filmteaser mit &#252;ber 1 Million Views absolut top ist.  Sch&#246;n auch die Playlist mit den Fanremix-Versionen des Teasers.</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><strong>Flickr &#8211; Fotostream als Blick hinter die Kulissen</strong>: Sortiert in verschiedene Alben (Cast, Location Scouting &amp; Casting in Deutschland, Making of, Concept Art etc.) finden sich &#252;ber 200 Fotos, die durchg&#228;ngig auch gut beschriftet sind und so schon einen ersten Blick in die Filmproduktion vermitteln. Beispielsweise von der Suche nach einer passenden Location f&#252;r das Nazi-Raumschiff auf dem Mond, gefunden in Frankfurt a.M.</span></span></p>
<p><strong>Wreckamovie &#8211; kollaborative Filmproduktion</strong>: <span class="status-body"><span class="entry-content">Im Nachgang zu  ihrem ersten Film STARWRECK, haben die  Finnen die Plattform <a title="Wreck a movie" href="http://www.wreckamovie.com/" target="_blank">Wreckamovie </a>gemeinsam   mit einer Partner-Firma entwickelt, die sich als kollaborative   Filmproduktionsplattform versteht. IRON SKY ist einer der dort   eingetragenen Filme, und &#252;ber diese Plattform werden die Fans immer   wieder zum Mitmachen aufgefordert. Daf&#252;r werden Aufgaben / Tasks bei   Wreckamovie gepostet: Mal werden Statisten gesucht, mal gibt es   Recherche-Auftr&#228;ge aus dem Art Department: wie sehen die Einschlagl&#246;cher   von gew&#246;hnlicher Munition in Metall aus oder Anregungen und Bilder   werden gesucht, wie die Explosion eines mit &#8220;Helium 3&#8243; (einem fiktiven   Antriebsmittel) betriebenen Raumschiffs aussehen k&#246;nnte. Besonders   gelungen fand ich auch das Guerilla-Marketing bei den Filmfestspielen in   Berlin und Cannes, wo ein Zeitungsjunge im Stil der 20&#8242;er Jahre die   Zeitschrift &#8220;The Truth&#8221; verteilte (Schlagzeile: &#8220;Nazis auf dem Mond!&#8221;),   in der lauter fiktive Berichte &#252;ber die Spacenazis erschienen. Titel  und  Logo der Zeitung waren von den Fans gestaltet worden, ebenso  schrieben  sie diverse Artikel. Wreckamovie weist 1400 Mitglieder der  IRON SKY Produktion aus.</span></span></p>
<h3>Soziale Netzwerke als Marketinginstrumente f&#252;r einen Film</h3>
<p>Bemerkenswert ist die klare Strategie f&#252;r den Aufbau einer Community und wie diese konsequent umgesetzt wird. Das habe ich bisher selten bei europ&#228;ischen Filmproduktionen gesehen und mir scheinen die Geh&#228;lter f&#252;r die beiden Community-Manager bestens angelegt zu sein. Ein &#8220;Gegen&#8221;-Argument, welchem ich immer wieder in der Filmbranche begegne, lautet etwa so: &#8220;Ja, f&#252;r so Sci-Fi- und Horrorstreifen mag das ja funktionieren, aber doch nicht f&#252;r ein Arthouse-Drama oder Dokumentarfilme.&#8221; Ich halte das f&#252;r Bl&#246;dsinn. Gerade aus dem Dokumentarfilmbereich gibt es einige sehr erfolgreiche Beispiele, die zeigen, wie &#252;ber das Netz und ein geschicktes Community-Management (online und offline) ein Publikum f&#252;r einen Film gefunden werden konnte, der ausschlie&#223;lich auf DVD erschien und keinen Kinoverleiher fand, trotzdem mehr als die Produktionskosten f&#252;r die Macher wieder eingespielt hat. Der Schl&#252;ssel zum Erfolg lag hier darin, sich mit <span class="status-body"><span class="entry-content">Communities zu  verbinden, die </span></span>an dem Thema des Films interessiert sind.</p>
<p>Ein gutes Beispiel daf&#252;r ist <a title="Weizenbaum-Rebel at work Film" href="http://www.ilmarefilm.org/W_D_1.htm" target="_blank">WEIZENBAUM &#8211; REBEL AT WORK</a> von Sylvia Holzinger und Peter Haas &#252;ber einen der V&#228;ter des Internets und Helden f&#252;r viele in der IT-Branche. Der Film hatte weder einen Kinoverleih, noch konnte er an einen Fernsehsender verkauft werden. Die beiden Filmemacher konnten jedoch &#252;ber DVD-Verk&#228;ufe, Vortr&#228;ge und vor allem durch Vorf&#252;hrungen in Universit&#228;ten, viel Pressearbeit etc. &#252;ber einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren ihre bescheidenen Lebensunterhaltskosten bestreiten, die Produktionskosten einspielen und auch noch das n&#246;tige Startkapital f&#252;r ihren n&#228;chsten Film erwirtschaften.</p>
<p>Ein Spielfilm, der mir noch als Gegenbeispiel <span class="status-body"><span class="entry-content">einf&#228;llt</span></span>, ist Andreas Dresens WOLKE 9, ein Film &#252;ber die Liebe und Sexualit&#228;t im Alter. In einem Gespr&#228;ch &#252;ber seine Filme berichtete Dresen, dass er mit WOLKE 9 offensichtlich ein ganz wichtiges, aber wenig in der &#214;ffentlichkeit behandeltes Thema gefunden hatte, wie ihm die vielen Einladungen zu Filmgespr&#228;chen zeigten, die er gerade f&#252;r WOLKE 9 erhielt. Jedes Mal fanden sich dort zahlreiche Zuschauer im Alter der Filmprotagonisten ein, die angeregt &#252;ber das Thema nach der Filmvorf&#252;hrung diskutierten und immer wieder feststellten, wie froh und dankbar sie seien, dass sich Dresen auf diese einf&#252;hlsame und doch offene Art und Weise des Themas angenommen hatte. Zwar hat der Film auch ohne gr&#246;&#223;ere Anstrengungen des Verleihers in Sachen Vermarktung an bestimmte Communities sein Publikum gefunden, doch die meisten Filmemacher in Deutschland haben nicht die Reputation eines Andreas Dresen und h&#228;tten &#252;ber online und offline Kan&#228;le einen Film zum gleichen Thema sicherlich auch gut platzieren k&#246;nnen.</p>
<p>Mit anderen Worten: Ja, IRON SKY ist zwar eine ziemlich durchgeknallte Sci-Fi-Kom&#246;die von einem Haufen schwarz-humoriger Finnen, doch ihr kluger und konsequenter Einsatz von Web2.0 kann auch als Vorbild f&#252;r andere Filmproduktionen dienen, schon vor Drehbeginn sich eine Gemeinde aufzubauen. Ich denke, dass dies gerade auch f&#252;r kleinere Produktionen ein guter Weg sein kann, fr&#252;hzeitig das Publikum einzubeziehen, um dann mit Hilfe einer prallen Kontaktdatenbank potenziellen Verleihern und Fernsehsendern zu belegen, dass es tats&#228;chlich ein Publikum f&#252;r diesen Film gibt.</p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content">Im n&#228;chsten Blogbeitrag, der in einigen Tagen erscheinen wird, m&#246;chte ich dann noch auf die verschiedenen Aktivit&#228;tslevels der am Film interessierten und der echten Fans eingehen. W&#228;hrend ich in diesem Beitrag eher die Perspektive der Macher gew&#228;hlt habe und wie diese die verschiedenen Kan&#228;le nutzen, soll im n&#228;chsten Beitrag der Blickwinkel des potentiellen Kinobesuchers von IRON SKY im Vordergrund stehen.</span></span></p>
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		<title>Internet Communities im Kultursektor: eine rare Spezies</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 09:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berufliches]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturmarketing]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[internet foren]]></category>
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		<description><![CDATA[Karin Janner hat in ihrem Kulturmarketing-Blog einen interessanten Artikel zur Frage geschrieben, wie Kulturanbieter social communities nutzen k&#246;nnten, um Freundeskreise aufzubauen &#8211; und das dies bisher viel zu wenig geschieht. Dazu m&#246;chte ich noch anhand zweier Beispielen einige Erg&#228;nzungen machen, da meiner Meinung nach viele Kulturanbieter (genauso wie auch immer noch viele Firmen) zu kurz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/internet_communities.jpg" rel="lightbox[85]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-86" title="internet_communities" src="http://www.jenniferhoffmann.com/wp-content/uploads/internet_communities-500x333.jpg" alt="internet communities 500x333 Internet Communities im Kultursektor: eine rare Spezies" width="500" height="333" /></a></p>
<p><strong>Karin Janner hat in ihrem Kulturmarketing-Blog einen interessanten <a title="Karin Janner zu social communities als tool f&#252;r Kultur-Freundeskreise" href="http://kulturmarketingblog.de/serie-web-20-im-kulturmarketing-social-network-als-freundeskreis-eines-kulturangebotes/23" target="_blank">Artikel </a>zur Frage geschrieben, wie Kulturanbieter social communities nutzen k&#246;nnten, um Freundeskreise aufzubauen &#8211; und das dies bisher viel zu wenig geschieht. Dazu m&#246;chte ich noch anhand zweier Beispielen einige Erg&#228;nzungen machen, da meiner Meinung nach viele Kulturanbieter (genauso wie auch immer noch viele Firmen) zu kurz denken, wenn sie das Web 2.0 nur als Marketinginstrument begreifen. Ich glaube, dass sich dar&#252;ber ganz neue M&#246;glichkeiten f&#252;r alle m&#246;glichen Institutionen er&#246;ffnen und m&#246;chte diese hier kurz skizzieren.<br />
</strong>Nur um Missverst&#228;ndnisse zu vermeiden: Dir, liebe Karin, unterstelle ich diese Denke nat&#252;rlich nicht <img src='http://www.jenniferhoffmann.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt="icon wink Internet Communities im Kultursektor: eine rare Spezies" class='wp-smiley' title="Internet Communities im Kultursektor: eine rare Spezies" /> </p>
<h3>Beispiel Chester Beatty Library, Dublin</h3>
<p>Die <a title="Chester Beatty Library" href="http://www.cbl.ie" target="_blank">Chester Beatty Library</a> (kurz CBL) hat eine der weltweit sch&#246;nsten und besten Sammlungen alter Schriften &#8211; von fr&#252;hen christlichen Papyrus-Texten &#252;ber traumhafte sch&#246;n illuminierte Koran-Handschriften bis hin zu wichtigen buddhistischen Texten. Die CBL hat auch ein gut organisiertes &#8220;Volunteer-Programme&#8221;: freiwillige oder ehrenamtliche Mitarbeiter sind beispielsweise die Tourguides f&#252;r Besuchergruppen (und davon gibt es viele!). Ich war auch mal so ein Volunteer und kenne es daher gut.</p>
<h5>Das Chester Beatty Volunteer Programm</h5>
<p>Was den Volunteers geboten wird:</p>
<ul>
<li>Eine individuelle, ausf&#252;hrliche Ausbildung (sprich mehrere Touren durch die Sammlung, Gespr&#228;che mit den Kuratoren, bergeweise Literatur).</li>
<li>Zweimonatliche Seminare zu bestimmten Spezial-Themen, die die Kuratoren speziell f&#252;r die Ehrenamtlichen machen.</li>
<li>Einf&#252;hrungen zu neuen tempor&#228;ren Ausstellungen, damit auch durch diese gef&#252;hrt werden konnte.</li>
<li>Eine extra Weihnachtsfeier nur f&#252;r die Volunteers</li>
<li>Ein Kaffee-Gutschein f&#252;r den hervorragenden Coffee-Shop, f&#252;r jede Tour die man f&#252;hrt bzw. f&#252;r jeden Nachmittag, den man im Shop Dienst tut.</li>
</ul>
<p>Aufgaben &amp; Zusammensetzung der Ehrenamtlichen</p>
<ul>
<li>Die meisten Volunteers waren wesentlich &#228;lter als ich, z.T. schon in Rente, Hausfrauen oder Halbtags-Arbeitende. Viele waren hervorragend f&#252;r den &#8220;Job&#8221; geeignet, da sie z.B. Theologie, Anthropologie, Sinologie wie in meinem Fall oder Islam-Wissenschaften studiert hatten.</li>
<li>Die CBL gab einen &#8220;Richtwert&#8221; vor, wonach jeder Volunteer mindestens zwei Touren pro Monat f&#252;hren sollte bzw. an zwei halben Tagen Dienst im Shop machte (meist entschied man sich f&#252;r eine der Varianten, ich habe z.B. nie im Shop gestanden, sondern ausschlie&#223;lich als Tourguide gearbeitet).</li>
<li>Neben den &#246;ffentlichen Touren Mittwochs und Samstags gab es viele Spezial-Touren f&#252;r Schulklassen und Studentengruppen, in der Vorweihnachtszeit fanden h&#228;ufig abends Weihnachtsfeiern von Firmen (die allesamt Sponsoren waren) statt, f&#252;r die ebenfalls eine F&#252;hrung durch die Sammlung organisiert wurde. Blog-Berichte &#252;ber Touren in der CBL finden sich <a title="Trip to Chester Beatty Library" href="http://liliblogs.wordpress.com/2008/06/11/school-trip-to-dublin-library-visits-1-chester-beatty-library/" target="_blank">hier </a>und <a title="Trip to Chester Beatty Library" href="http://evangelicaltextualcriticism.blogspot.com/2008/04/trip-to-chester-beatty-library.html" target="_blank">hier</a>.</li>
</ul>
<p>Warum ich all das so ausf&#252;hrlich beschreibe? <span id="more-85"></span>Es liegt auf der Hand. Die Volunteer-Aktivit&#228;ten w&#252;rden sich bestens eignen, um sie &#252;ber z.B. eine geschlossene Facebook- oder MySpace-Gruppe (oder anderen Foren, wie Karin sie vorschl&#228;gt) zu organisieren. F&#252;r die CBL trifft das nat&#252;rlich nur bedingt zu, da aufgrund des relativ hohen Altersdurchschnitts vermutlich nur wenige der Chester Beatty Volunteers auf Facebook zu finden sind. Doch f&#252;r eine Einrichtung mit &#252;berwiegend jugendlichen Freiwilligen w&#252;rde sich das lohnen.</p>
<p>Grunds&#228;tzlich sei hier noch angemerkt, dass diese Form des Volunteerings oder ehrenamtlichen Dienstes leider viel zu wenig verbreitet ist in Deutschland. Es gab keine besseren Ambassadoren f&#252;r das Museum als uns Freiwillige: alle von uns machten den Job aus tiefer &#220;berzeugung und ich habe s&#228;mtliche meiner Dubliner Freunde bearbeitet, doch endlich mal diesen wunderbaren Ort zu besuchen.</p>
<h5>Projektarbeit &#252;ber Internetforen</h5>
<p>Die CBL und das Draíocht Arts Centre in Blanchardstown (Dublin) haben im April diesen Jahres ein Projekt mit 148 Migratenkindern im Grundschulalter durchgef&#252;hrt unter dem Titel &#8220;<a title="Tell your story Projekt der Chester Beatty Library" href="http://www.library.ie/weblog/2008/05/08/tell-your-story/" target="_blank">Tell your story</a>&#8220;. Zum Auftakt gab es einen Besuch in der CBL, gefolgt von &#252;ber 50 Workshops zum Geschichten erz&#228;hlen, zu Lyrik und darstellender Kunst. Nach den sechs Wochen Projektarbeit in den Klassenzimmern gab es an einem Samstag eine feierliche Abschlussveranstaltung, zu der auch alle Eltern und Familien eingeladen wurden. Die Workshopergebnisse wurden ausgestellt (von Tonmasken bis hin zu handbemalten &#8220;journey scrolls&#8221;). Das ganze Projekt wurde von einem Filmteam begleitet, so dass jedes Kind am Ende auch eine DVD erh&#228;lt. F&#252;r &#228;hnliche Projekte mit etwas &#228;lteren Kindern liessen sich doch social communities bestens einbinden, um so die Ergebnisse auch noch weiter im Freundeskreis der Kinder streuen zu k&#246;nnen (statt die DVD rumzureichen schickt man dann nur noch den Link zum Video).</p>
<h3>Schwierigkeiten beim Aufbau von Communities</h3>
<p>Wie von Karin bereits angedeutet und auch anderswo diskutiert, gibt es mittlerweile ziemlich viele tote Communities im Netz. Eine davon geh&#246;rt zu meinem INSIGHT OUT Projekt, f&#252;r das wir eine geschlossene Community basierend auf der Open-Source-Software Simple Machines Forum aufgesetzt haben. Nachdem Launch Anfang diese Jahres haben sich gleich diverse Leute angemeldet, inklusive Jim Rygiel, dreifacher Oskar-Gewinner f&#252;r die visuellen Effekte in Peter Jacksons Herr-der-Ringe-Trilogie. Er war einer der ersten, der sich anmeldete, und ich war stolz wie Bolle darauf.</p>
<p>Doch das hilft nicht viel, wenn aufgrund der d&#252;nnen Personaldecke in vielen Kulturinstitutionen einfach niemand da ist, der sich t&#228;glich um die Web Community k&#252;mmern kann. Bezeichnend fand ich in diesem Zusammenhang den Kommentar von Dirk Heinze, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des erfolgreichsten Netzwerks im Kulturmanagement Sektor, dem <a title="Kulturmanagement Net" href="http://www.kulturmanagement.net/" target="_blank">Kulturmanagement Network</a>, zu einer <a title="Diskussion zum Kulturaustausch" href="http://kulturmarketingblog.de/zum-austausch-im-kulturbereich/10#comments" target="_blank">lebhaften Diskussion</a> auf Karins Blog (siehe Kommentar Nr. 14).  Der Status Quo hei&#223;t deshalb: Zeit in den Aufbau von Webcommunities zu investieren ist f&#252;r die meisten Kulturinitiativen nur dann m&#246;glich, wenn sich daraus ein direkter finanzieller Vorteil ergibt (sei es durch mehr Besucher, F&#246;rderer oder Medienresonanz), da der hohe personelle Aufwand gegen&#252;ber den Geldgebern gerechtfertigt werden muss. Und die haben leider h&#228;ufig noch nicht mal das Web1.0 verstanden&#8230;</p>
<p>Ich werde jedenfalls in den n&#228;chsten Monaten an dieser Stelle &#252;ber meine Wiederbelebungs-Versuche f&#252;r das INSIGHT OUT Forum berichten. Noch will ich mich nicht geschlagen geben, ein Modus wie man es aktiv und von den Mitgliedern genutzt halten kann, der mit 3 Stunden Zeitaufwand pro Woche zu bew&#228;ltigen ist, muss sich doch finden lassen!</p>
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